Prinzipien der Literaturdokumentation

Wo steht was? Das ist die zentrale Frage in der Literaturdokumentation.

Um die gesammelte Literatur sicher wieder zu finden, muss daher jede Quelle mit Stichworten (Deskriptoren) verknüpft werden. Das DZI benutzt dafür einen Thesaurus – eine strukturierte Wortliste – mit einer kurzen und prägnanten Beschreibung zu allen Inhalten. Diese Deskriptoren werden nach einem einheitlichen Prinzip vergeben und reduzieren komplexe Inhalte auf einfache Grundformen. Der DZI-Thesaurus enthält abgesehen von der Zielgruppe “Migrantin” keine weibliche Formen und auch Pluralbildungen wie “Menschenrechte”, “Wohnverhältnisse” oder “psychische Folgen” sind selten. Die Thesaurusbegriffe beschreiben zunächst die Zielgruppe (Kind, Jugendlicher, chronisch Kranker etc.) sowie das Tätigkeitsfeld. Wer also etwa Literatur zur Rolle von Erzieherinnen sucht, gibt die Begriffe „Erzieher“ und „Frau“ ein.

Dank ihrer Qualifikation und Erfahrung können die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der DZI Bibliothek durch gezielte Kombination von Begriffen individuelle Literaturlisten von sehr hoher Qualität erstellen.

Der DZI-Thesaurus wird laufend gepflegt: Die Begriffsinhalte, die Schreibweise, die Aktualität, aber auch die Beziehungen der Begriffe untereinander werden regelmäßig überprüft. Zudem ergänzen freie Schlagworte den Thesaurus, sodass auch Eigennamen (Salomon, Alice) oder Paragrafen gesucht werden können.

  • Sie finden hier einen Überblick über die Systematik des DZI-Thesaurus.
  • Der alphabetische Thesaurus steht als PDF-Datei zur Verfügung.

Systematik des DZI-Thesaurus

I GESELLSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN

01.00.00 “Sozialphilosophie / Sozialgeschichte”
02.00.00 “Staat / Gesellschaft”
03.00.00 “Institutionen und Träger sozialer Maßnahmen”
04.00.00 “Berufe im sozialen Umfeld”

II GRUNDLAGENWISSENSCHAFTEN FÜR DIE SOZIALE ARBEIT

05.01.00 “Sozialwissenschaft und Sozialforschung”
05.02.00 “Medizin / Psychiatrie”
05.03.00 “Psychologie”
05.04.00 “Erziehungswissenschaft”
05.05.00 “Soziologie”
05.06.00 “Recht”

III THEORIE UND PRAXIS DER SOZIALEN ARBEIT

06.01.00 “Methoden der sozialen Arbeit”
06.02.00 “Arbeitsfelder der sozialen Arbeit”
06.03.00 “Rechtsmaßnahmen und Verwaltungsmaßnahmen”
06.04.00 “Jugendhilfe”
06.05.00 Gesundheitshilfe”
06.06.00 “Wirtschaftliche Hilfe”

IV ZIELGRUPPEN SOZIALER ARBEIT

07.01.00 “Kinder”
07.02.00 “Jugendliche”
07.03.00 “Frauen”
07.04.00 “Ehe / Familie / Partnerbeziehung”
07.05.00 “Migrant”
07.06.00 “Arbeitslose”
07.07.00 “Straffällige / Strafentlassene”
07.08.00 “Besondere Problemgruppen”
07.09.00 “Kriegsopfer / Opfer von Gewalttaten”
07.10.00 “Behinderte / kranke Menschen”
07.11.00 “Abhängige / Süchtige”
07.12.00 “Besondere Arbeitnehmergruppen”
07.13.00 “Alte Menschen”
08.00.00 “Sonstiges”
08.01.00 “Adjektive”
08.02.00 “Länder / Gebietsbezeichnungen”