Was uns zusammenhält: Spenden und Engagement als „Kitt“ der Gesellschaft


Grafik: BSW/kaiserwetter - Quelle: K.M. Olitzky, R.H. Isaacs: Kleines 1x1 jüdischen Lebens, Berlin 2001, S.175

Mittwoch, 26. April 2017, 16.00 – 18.00 Uhr
DZI, Bernadottestraße 94, 14195 Berlin

Eine Veranstaltung im Rahmen der 8. Berliner Stiftungswoche 2017

Über das Fernsehen, die Presse und die sozialen Medien erreichen uns regelmäßig Berichte über Menschen in Not. Naturkatastrophen, Epidemien und Kriege ebenso wie dauerhafte Krisen und Versorgungsmängel in allen Teilen der Welt erfordern unsere Hilfsbereitschaft. Da Hilfen nur selten direkt geleistet werden können, bitten Hilfsorganisationen um Geld- oder Sachspenden, um akute Bedarfe zu decken oder langfristige Hilfsprogramme zu finanzieren. Für viele Menschen ist es selbstverständlich, anderen mit Spenden zu helfen und sich für gemeinnützige Zwecke ehrenamtlich zu engagieren.

Neben dem spontanen Impuls, Menschen in Not zu unterstützen, leiten uns – bewusst oder unbewusst – beim Spenden oft auch die ethischen Normen unserer jeweiligen Kultur. Diese Regeln und die sie begründenden Kulturen haben auch in modernen und weitgehend säkularen Gesellschaften oft einen religiösen Bezug. In Europa und Amerika ist dieser Bezug vorwiegend christlich oder jüdisch, in anderen Regionen wirken etwa der Islam, der Buddhismus oder der Hinduismus.

Sarah Albrecht (Maecenata Stiftung) erläuterte in ihrer Einführung aus wissenschaftlicher Sicht die religiösen Grundlagen des Spendens und Engagements. Im anschließenden Podiumsgespräch wurden die Perspektiven des Christentums, des Islam und des Judentums vorgestellt und mit dem Publikum diskutiert. Dabei ging es um die Motive, die Tradition und die aktuelle Praxis des Spendens und Engagements aus der jeweiligen Sicht der drei monotheistischen Religionen: Was bedeutet es für uns zu spenden und uns zu engagieren? Welchen Regeln folgen wir hierbei und gibt es einen „gemeinsamen Nenner“ der Hilfsbereitschaft?

Vortragende und Teilnehmende auf dem Podium (Präsentationen sind verlinkt):

Sarah Albrecht

Maecenata Stiftung

Imam Osman Örs

House of One, Berlin

Wolfgang Kern Religionspädagoge und Fundraising-Manager,
Geschäftsführer der Björn Schulz Stiftung
Burkhard Wilke

Geschäftsführer und wissenschaftlicher Leiter DZI
(Moderation)



Weiterführende Literatur:

Zeller, Susanne: Was ist jüdisch an der jüdischen Sozialarbeit? In: Soziale Arbeit 5.2013, Seite 178-191

Artikel “Vom Glauben und Spenden”. In: Extrablatt (Berliner Stiftungswoche) April 2017, Seite 7

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