2008

Bitte klicken Sie auf die Heftnummer, um zum Inhaltsverzeichnis zu gelangen.

Heft 1

Heft 2

Heft 3

Heft 4

Heft 5

Heft 6

Heft 7

Heft 8

Heft 9

Heft 10/11

Heft 12

S. 466-472

Keine Hilfe ohne Kontrolle? Keine Kontrolle ohne Hilfe!
Thesen zu einem Spannungsverhältnis sozialpädagogischer Kinderschutzarbeit
Christian Schrapper, Koblenz
Schlagworte: Kinderschutz – Sozialarbeit – Kontrolle – Konzeption – Professionalisierung – Jugendamt

Helfen und kontrollieren sind bedeutsame Aufgaben sozialpädagogischer Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe nicht nur, aber auch in der Kinderschutzarbeit. Wurde dieses Spannungsverhältnis lange ambivalent als „doppeltes Mandat“ oder notwendiges Übel begriffen und erlebt, so wird hier für eine produktive Balance plädiert, in der Kontrolle als notwendiges Element sozialstaatlicher Leistungen gestaltet wird. Zu ihr gehören vor allem eine Kontrolle der Kontrollierenden sowie eine strukturelle Absicherung und methodische Gestaltung transparenter und für Eltern kontrollierbarer Kontrollaufgaben im Kinderschutz.

Professor Dr. Christian Schrapper, Sozialarbeiter und Dipl.-Pädagoge, lehrt Pädagogik mit dem Schwerpunkt Sozialpädagogik an der Universität Koblenz-Landau, Universitätsstraße 1, 56070 Koblenz, E-Mail: schrappe@uni-koblenz.de

Artikel bestellen (3,00 €)

(die PDF-Datei wird innerhalb eines Werktages per E-Mail zugeschickt)

S. 467

DZI-Kolumne

S. 473-481

Der Schutzauftrag bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung
Handlungsanforderungen an die öffentliche Jugendhilfe
Annette Frenzke-Kulbach, Schwerte
Schlagworte: Kinderschutz – Sozialgesetzbuch VIII (SGB VIII) – Konzeption – Qualität – Verfahren – Vernetzung – Organisation – Allgemeiner Sozialdienst

Der Gesetzgeber hat mit dem § 8a Sozialgesetzbuch (SGB) VIII das Jugendamt verpflichtet, Vereinbarungen mit den freien Trägern für einen wirksamen Kinderschutz zu treffen. Hierzu müssen Instrumente und Verfahren entwickelt werden, die nur durch vernetzte Arbeit wirksam werden können. Erfolgreicher Kinderschutz basiert auf der Grundlage gelungener Kooperation und Kommunikation aller beteiligten Akteure. Ziel muss es ferner sein, die Qualifizierung der Fachkräfte in Kinderschutzfragen zu sichern, um langfristig eine gute Präventionsarbeit zu gewährleisten. Hierzu werden auf dem Hintergrund des Bochumer Kinderschutzkonzeptes Vorschläge unterbreitet, die besonders für die zukünftige einschlägige Arbeit des Allgemeinen Sozialdienstes (ASD) von großer Bedeutung sind.

Dr. Annette Frenzke-Kulbach, Dipl.-Sozialarbeiterin und Dipl.-Sozialtherapeutin arbeitet als Fachdienstleiterin „Soziale Dienste“ beim Märkischen Kreis. Privatanschrift: Dieckerhofsweg 42, 58239 Schwerte, E-Mail: frenzke-kulbach@gmx.de

Artikel bestellen (3,00 €)

(die PDF-Datei wird innerhalb eines Werktages per E-Mail zugeschickt)

S. 481-487

Soziale Frühwarnsysteme und Kinderschutz
Sabine Wagenblass, Bremen
Schlagworte: Kinderschutz – Kindesmisshandlung – Früherkennung – Sozialgesetzbuch VIII (SGB VIII) – Frühwarnsystem

Angesichts der aktuellen Debatten um die Sicherung des Kindeswohls und Maßnahmen zur Verbesserung des Kindesschutzes sind insbesondere Konzepte in den Mittelpunkt gerückt, die präventiv ausgerichtet sind. Seit dem Jahr 2001 wird in Nordrhein-Westfalen der Aufbau und die Etablierung sozialer Frühwarnsysteme wissenschaftlich begleitet und unterstützt. Kernpunkte sind dabei die interdisziplinäre Zusammenarbeit verschiedener Institutionen und Berufsgruppen sowie die Zusammenführung der Basiselemente Wahrnehmen, Warnen und Handeln zu einem geschlossenen und abgestimmten System.

Professor Dr. Sabine Wagenblass lehrt über Handlungsfelder Sozialer Arbeit, unter anderem mit dem Forschungsschwerpunkt Kinder- und Jugendhilfe, an der Hochschule Bremen, Fakultät 3, Studiengang Soziale Arbeit, Neustadtswall 30, 28199 Bremen, E-Mail: sabine.wagenblass@hs.bremen.de

Artikel bestellen (3,00 €)

(die PDF-Datei wird innerhalb eines Werktages per E-Mail zugeschickt)

S. 488-491

Zur Arbeit des Jugendamtes nach § 8a SGB VIII
Erkenntnisse aus der Evaluation fehlerhaft behandelter Fälle
Florian Gerlach, Bochum
Schlagworte: Kinderschutz – Jugendamt – Sozialarbeiter – Fortbildung – Kindeswohl

Bei der folgenden Darstellung handelt es sich um eine thesenartige Zusammenstellung einzelner Erkenntnisse, die aus der Betreuung und Beratung von Jugendämtern gewonnen wurden. Sie geben zum Teil meine subjektive Einschätzung wieder und sollen als Diskussionsanreiz dienen. Zum Teil sind die Aussagen freilich pauschalierend, zum Beispiel: „Jugendamtsmitarbeitende greifen zum Teil nicht in ausreichendem Maße auf fachwissenschaftliche Erkenntnisse zurück.“ Selbstverständlich greift eine Vielzahl von Mitarbeitenden tagtäglich auf fachwissenschaftliche Erkenntnisse zurück. Die Aussage erfolgt vor dem Hintergrund fehlerhaft behandelter Fälle und deren Analyse. Meine Feststellungen beziehen sich daher vor allem auf diese „schlecht gelaufenen“ Fälle und deren typische Fehler. Aus deren Analyse kann Erkenntnis gewonnen werden. Weiter ist darauf hinzuweisen, dass es sich bei meinen Hinweisen um reines Erfahrungswissen handelt, das auf der Kenntnis einer Vielzahl von Fällen und Akten beruht. Eine empirische Auswertung ist nicht erfolgt. Ich beschränke mich hier auf eine Beschreibung der Aufgaben des Jugendamtes bei Kindeswohlgefährdung. Aussagen zum Bereich der Hilfen zur Erziehung und der anderen Aufgaben unterbleiben weitgehend.

Professor Dr. Florian Gerlach, Rechtsanwalt, lehrt unter anderem Jugendrecht an der Evangelischen Fachhochschule Rheinland-Westfalen-Lippe, Bochum. Privatanschrift: Voßkamp 33, 49078 Osnabrück, E-Mail: gerlach@osnanet.de

Artikel bestellen (3,00 €)

(die PDF-Datei wird innerhalb eines Werktages per E-Mail zugeschickt)

S. 492-496

Kinderschutz in der Praxis
Der Berliner Notdienst
Beate Köhn, Berlin
Schlagworte: Berlin – Kinderschutz – Notdienst – Praxis – Kindeswohl – Jugendamt

Konzepte, gesellschaftspolitische Rahmenbedingungen und Netzwerke sind gefragt, die greifen, bevor Kinder, meist unter den Augen vieler Menschen, im Umfeld der Familie in Gefahr geraten. Die Bedürfnisse und die Nöte vieler Kinder werden inzwischen rechtzeitiger erkannt. Die Erfüllung des Schutzauftrags bei einer Kindeswohlgefährdung muss durch die öffentliche Jugendhilfe rund-um-die-Uhr an jedem Tag des Jahres gewährleistet sein. Am Beispiel des Berliner Notdienst Kinderschutz wird gezeigt, wie das in der Praxis funktionieren kann.

Beate Köhn, Dipl.-Sozialarbeiterin, Supervisorin, arbeitet in der Fachstelle des Berliner Notdienstes Kinderschutz, Gitschiner Straße 49, 10969 Berlin, E-Mail: info@kindernotdienst.de

Artikel bestellen (3,00 €)

(die PDF-Datei wird innerhalb eines Werktages per E-Mail zugeschickt)

S. 496-500

Rundschau

S. 500

Tagungskalender

S. 501-503

Bibliographie

S. 504-508

Verlagsbesprechungen

S. 508

Impressum