2010

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Heft 1

Heft 2

Heft 3

Heft 4/5

S. 123

Vorwort
Ingrid Stahmer, Berlin

S. 124-127

Die Initiativen ehemaliger Heimkinder
Regina Eppert, Warendorf
Schlagworte: Heimkind – Heimerziehung – Missbrauch – Entschädigung – Rechtsempfinden – Selbsthilfe

Die Autorin gehört als Gründungsmitglied dem Verein ehemaliger Heimkinder e.V. an, der um die Anerkennung und Wiedergutmachung der Misshandlungen, des Missbrauchs und der Zwangsarbeit kämpft, die Heimkinder in Kinder- und Jugendheimen der alten Bundesrepublik in den 1950er- bis 1970er- Jahren erlitten. Ihr Artikel befasst sich mit der Entstehung des Vereins und den Schwierigkeiten seiner Arbeit.

Regina Eppert ist Rentnerin und Betroffene, sie gehört dem Verein ehemaliger Heimkinder e.V. an. Privatanschrift: Lüningerstraße 5, 48231 Warendorf, E-Mail: Regina-Eppert@web.de

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S. 125

DZI-Kolumne

S. 127-131

Dieser Weg ist steinig und schwer!
Hans Bahr
Schlagworte: Heimerziehung – Missbrauch – Bundestag – Entschädigung – Initiative

Der folgende Beitrag geht der Frage nach, wie es nach den Beschlüssen des Petitionsausschusses und des Bundestages im Jahr 2008 gelang, einen Runden Tisch Heimerziehung (RTH) einzurichten und die Forderungen der Betroffenen, die von 1949 bis 1975 in der Heimerziehung geschädigt worden waren, beim RTH zu verankern, sie zu prüfen und Lösungsvorschläge zu erarbeiten.Welche Hindernisse gab es dabei und wie steht es um den im Zwischenbericht gepriesenen gemeinsamen Konsens?

Hans Bahr ist Betroffener und hat neun Jahre Heimerziehung in den 1950er- und 1960er-Jahren durchlebt. Er kann über die Redaktion der Sozialen Arbeit erreicht werden. Deutsches Zentralinstitut für soziale Fragen/DZI, Bernadottestraße 94, 14195 Berlin, E-Mail: verlag@dzi.de

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S. 132-141

Zur zeitgeschichtlichen Einordnung der Heimerziehung
Manfred Kappeler, Berlin
Schlagworte: Heimerziehung – historische Entwicklung – Entschädigung – Rehabilitation – Empirie

Die Heimerziehung der 1940er- bis 1970er-Jahre der alten Bundesrepublik und ihre Auswirkungen auf das Leben der Menschen, die Zeiten ihrer Kindheit und Jugend in Säuglings-, Kinder- und Fürsorgeerziehungsheimen verbringen mussten, kann ohne eine zeitgeschichtliche Einordnung nicht zutreffend dargestellt, analysiert und beurteilt werden. Von entscheidender Bedeutung ist daher, auf welchen empirischen Grundlagen, mit welchen analytischen Kriterien und welchen fachlichen Maßstäben diese „Einordnung“ erfolgt. In meinem Beitrag werde ich Inhalte skizzieren und Wege aufzeigen, wie diese Inhalte meines Erachtens am Runden Tisch in ihrer Bedeutung für die Fragen der Genugtuung, Rehabilitierung und der Entschädigung ehemaliger Heimkinder aufgeklärt werden können.

Prof. Dr. Manfred Kappeler lehrte bis 2005 Sozialpädagogik an der Technischen Universität Berlin. Privatanschrift: Belziger Straße 38, 10823 Berlin, E-Mail: drkappeler@arcor.de

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S. 141-145

Freistatt – eine Diakonische Einrichtung stellt sich ihrer Vergangenheit
Rüdiger Scholz, Hannover
Schlagworte: Heimerziehung – Diakonie – Heimkind – Lebensbedingungen – Biographiearbeit – von Bodelschwinghsche Anstalten, Bethel – Freistatt

Der Beitrag skizziert den Umgang mit der problematischen Geschichte der Fürsorgeerziehung und freiwilligen Erziehungshilfe der 1950er- und 1960er-Jahre in der Einrichtung Freistatt in Niedersachsen. Nach der Buchveröffentlichung „Schläge im Namen des Herrn“ erteilte der Vorstand der Bodelschwinghschen Stiftungen einen Forschungsauftrag zum Thema. Entstanden ist ein Fachbuch mit dem Titel „Endstation Freistatt“. Im Zuge dieser Veröffentlichungen fanden und finden Begegnungen mit ehemaligen Heimkindern statt. Die zum Teil noch vorhandenen Akten werden zur Verfügung gestellt. Aus ehemaligen Heimkindern entstand ein Vertrauensteam für die Kinder und Jugendlichen, die heute in der Einrichtung leben und die in differenzierten Settings regional im gesamten Landkreis und darüber hinaus gefördert und betreut werden.

Rüdiger Scholz, Dipl.-Sozialpädagoge, ist Leiter der Kinder- und Jugendhilfe Bethel im Norden mit dem Fachzentrum Kinder-, Jugend- und Familienhilfe der Diakonie Freistatt und der Birkenhof Jugendhilfe gGmbH in Hannover. Diakonie Freistatt, Von-Lepel-Straße 27, 27259 Freistatt, E-Mail: Ruediger.Scholz@bethel.de

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S. 146-153

Das Landesfürsorgeheim in Glückstadt
Eine Geschichte wird wiederentdeckt
Melanie Mangold; Christian Schrapper, Koblenz
Schlagworte: Erziehungsheim – historische Entwicklung – Konzeption – Glückstadt

Die Entwicklung der Fürsorgeerziehung im Landesfürsorgeheim in Glückstadt an der Elbe (Schleswig- Holstein) ist bisher kaum dokumentiert und aufgearbeitet. Im folgenden Beitrag sollen die wesentlichen Stationen der Aspekte des 1949/50 aus einem Landesarbeitshaus als Provisorium hervorgegangen und erst 1974 aufgelösten Landesfürsorgeheims dargestellt werden. Es kann exemplarisch für den Prozess der Erinnerung, Aufarbeitung und hoffentlich Anerkennung und Rehabilitierung der Menschen stehen, die unter der Fürsorgeerziehung in den Gründungs- und Aufbaujahren der Bundesrepublik leiden mussten.

Melanie Mangold, Dipl.-Pädagogin, ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Koblenz-Landau. Universität Koblenz, Institut für Pädagogik, Universitätsstraße 1,56070 Koblenz, E-Mail: melaniemangold@aol.com

Professor Dr. Christian Schrapper lehrt Pädagogik an der Universität Koblenz-Landau. Universität Koblenz, Institut für Pädagogik, Universitätsstraße 1, 56070 Koblenz, E-Mail: schrappe@uni-koblenz.de

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S. 153-160

Das Kinderheim Schloss Dilborn
Meine Erinnerungen und mein Leben danach
Petra Fongern

S. 160-166

Fluch oder Segen?
Die Heimerziehung unter katholischer Trägerschaft in den 1950er- und 1960er-Jahren
Johannes Stücker-Brüning, Bonn
Schlagworte: Heimerziehung – Katholische Kirche – Zielvorstellung – Theorie-Praxis

Der Beitrag beschreibt wichtige Aspekte zur Heimerziehung in katholischer Trägerschaft in den 1950er- und 1960er-Jahren. Im ersten Teil werden Daten zur Heimerziehung im Bereich der katholischen Kirche zusammengetragen, um zunächst eine Einschätzung über die bislang bekannten Größenordnungen diesbezüglich zu erhalten. Anschließend werden Anspruch und Realität katholischer Heimerziehung intensiver betrachtet: Was war das Ziel katholischer Heimerziehung und wie wurde es in der Praxis umgesetzt? Es zeigt sich, dass ein hoher, christlich begründeter Anspruch einem in den Grundzügen negativen Bild von der Realität in katholischen Heimen der Nachkriegszeit gegenübersteht. Dieser Befund wird mit Blick auf seine Hintergründe und die Anfragen, die sich daraus für die katholische Heimerziehung ergeben, diskutiert. Abschließend werden im dritten Teil Aktivitäten im Bereich der katholischen Kirche vorgestellt, die in den letzten Jahren im Bereich der Aufarbeitung und der Unterstützung der Betroffenen geleistet wurden. Dabei geht es um die Anerkennung des Leids der Heimkinder auch in kirchlichen Einrichtungen, es geht um die Entstigmatisierung dieser Menschen und um ihre Rehabilitierung.

Johannes Stücker-Brüning, Dipl.-Theologe und Dipl.-Sozialarbeiter, ist Geschäftsführer der Kommission für caritative Fragen der Deutschen Bischofskonferenz (XIII). Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz, Kaiserstraße 161, 53113 Bonn, E-Mail: j.stuecker-bruening@dbk.de

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S. 166-169

Erinnerungen an die Arbeit im Heim
Gerhard Haake; Mechthild Schultze; Werner Hertler
Schlagworte: Heimerziehung – Erzieher – Pädagoge – Diakon – Kindesmisshandlung

Der Beitrag beinhaltet Auszüge aus drei Berichten zweier Erzieher und einer Erzieherin, die in den 1960er-Jahren in unterschiedlichen Kinderheimen tätig waren. Es wird deutlich, dass das System der Heimerziehung in dieser Zeit repressiv war. Nicht nur die Kinder und Jugendlichen litten unter den Zuständen, sondern auch die Pädagoginnen und Pädagogen.

Gerhard Haake ist Pastor im Ruhestand, er kann über die Redaktion der Sozialen Arbeit erreicht werden. E-Mail: verlag@dzi.de

Mechthild Schultze kann über die Redaktion der Sozialen Arbeit erreicht werden. E-Mail: verlag@dzi.de

Werner Hertler war Diakon und befindet sich im Ruhestand, er kann über die Redaktion der Sozialen Arbeit erreicht werden. E-Mail: verlag@dzi.de

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S. 170-175

Was wir vorfanden
Berliner Heimleiter erinnern sich
Martin Kanitz; Günter Menkel, Berlin
Schlagworte: Heimerziehung – Heimleiter – Bericht – Heimkind – Lebensbedingungen – Isolation – Berlin

Als die Anfrage der Redaktion an uns gestellt wurde, ob wir nicht darüber berichten können, woran wir uns im Kontext Heimerziehung erinnern, waren wir fast 40 berufliche Jahre mit Erzieherischen Hilfen befasst. Jeder in unterschiedlichen Bereichen in Berlin (bis 1989 Westberlin), aber immer wieder kollegial verknüpft oder beim gleichen Arbeitgeber tätig. Über die Entwicklung der Heimerziehung in der Bundesrepublik Deutschland insbesondere auch seit den „Achtundsechzigern“ ist viel geforscht, dokumentiert und publiziert worden. Wir haben uns daher entschieden, in diesem Artikel im Zusammenhang mit der eigenen Biographie zu beschreiben, wie damals unser Erleben war, als wir mit der „Heimerziehung“ konfrontiert wurden und welche Folgen dies für uns hatte.

Martin Kanitz, Dipl.-Psychologe, ist Beamter des Landes Berlin i.R. und ehemaliger Lehrbeauftragter am Sozialpädagogischen Institut (SPI) und der Alice-Salomon-Fachhochschule, Berlin. Privatanschrift: Goethestraße 46, 14163 Berlin, E-Mail: martin.kanitz@googlemail.com

Günter Menkel, Dipl.-Pädagoge und Sozialarbeiter, war leitender Sozialdirektor beim ehemaligen Jugendaufbauwerk Berlin. Privatanschrift: Begasstraße 4, 12157 Berlin, E-Mail: GMenkel@t-online.de

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S. 176-177

Gemeinsame Verantwortung öffentlicher und freier Träger der Jugendhilfe
Rainer Kröger, Hiddenhausen
Schlagworte: Heimerziehung – historische Entwicklung – Verantwortung – Freie Träger/Verbände/Kirchen

Die Aufarbeitung der Heimerziehung der 1950er- und 1960er-Jahre kann nur umfassend geleistet werden, wenn öffentliche und freie Träger gemeinsam Verantwortung übernehmen. Die Mitglieder des vom Bundestag eingesetzten Runden Tisches sprechen in diesem Zusammenhang von einer Verantwortungskette, die das örtliche Jugendamt, das Vormundschaftsgericht, das Landesjugendamt und die Einrichtung umfasst. Dieses System unterschiedlicher Institutionen verantwortete die öffentliche Erziehung der damaligen Zeit.

Rainer Kröger, Dipl.-Pädagoge, ist Vorsitzender des AFET-Bundesverbandes für Erziehungshilfe e.V. und Vorstand des Diakonieverbundes Schweicheln e.V., Herforder Straße 219, 32120 Hiddenhausen, E-Mail: kroeger@diakonieverbund.de

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S. 178-183

Juristische Bewertung
Das erlittene Unrecht ehemaliger Heimkinder im Lichte eines Beschlusses des Bundesverfassungsgerichts
Peter Schruth, Berlin
Schlagworte: Heimerziehung – Missbrauch – Jugendhilferecht – Petitionsrecht – Bewertung – Bundesverfassungsgericht

Der Deutsche Bundestag beschloss im Dezember 2008, der Empfehlung des Petitionsausschusses zu folgen, einen Runden Tisch im Wesentlichen mit der Aufgabe einzurichten, die Praxis der Heimerziehung in der Zeit von 1949 bis 1975 unter den damaligen rechtlichen, pädagogischen und sozialen Bedingungen aufzuarbeiten und zur Bewertung der Forderungen der ehemaligen Heimkinder Kriterien und mögliche Lösungen zu entwickeln. Der vom Runden Tisch Heimkinder (RTH) im Januar 2010 vorgelegte Zwischenbericht (AGJ 2010) befasst sich neben den Beschreibungen des Leids ehemaliger Heimkinder und des Systems Heimerziehung auch mit der Frage der rechtlichen Bewertung des erlittenen Leids als Unrecht.

Professor Dr. Peter Schruth, Jurist und Sozialarbeiter, lehrt Recht in der Sozialen Arbeit am Fachbereich Sozial- und Gesundheitswesen der Hochschule Magdeburg-Stendal. Privatanschrift: Willibald-Alexis-Straße 14, 10965 Berlin, E-Mail: peter.schruth@t-online.de

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S. 184-194

Zum System der Spezialheime in der DDR
Michael Wildt, Torgau
Schlagworte: Heimkind – Lebensbedingungen – Heimerziehung – Struktur – DDR – Jugendwerkhof Torgau

Der Autor beschreibt zunächst die Struktur und die Aufgaben der Spezialheime, die Teil der Heimerziehung von Kindern und Jugendlichen in der ehemaligen DDR waren. Er schildert insbesondere die Lebensbedingungen der jungen Menschen, die im Geschlossenen Jugendwerkhof Torgau untergebracht waren.

Michael Wildt, Dipl.-Theaterwissenschaftler, ist Projektleiter in der Gedenkstätte Geschlossener Jugendwerkhof Torgau, Fischerdörfchen 15, 04860 Torgau, E-Mail: m.wildt@jugendwerkhof-torgau.de

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S. 194-197

Zwischenbericht des Runden Tisches
Dokumentation in Auszügen
Schlagworte: Bericht – Bundestag – Heimerziehung – Recht – Fürsorgeerziehung – Freiwillige Erziehungshilfe

Der Runde Tisch „Heimerziehung in den 50er und 60er Jahren“ wurde am 17.Februar 2009 auf Empfehlung des Petitionsausschusses durch den Deutschen Bundestag eingerichtet und soll bis zum Dezember 2010 erlittenes Unrecht und Leid, das Kindern und Jugendlichen in Erziehungsheimen der Bundesrepublik Deutschland zwischen 1949 und 1975 widerfahren ist, aufarbeiten. Er soll dem Bundestag Empfehlungen zur Entwicklung von Kriterien zur Bewertung der Forderungen ehemaliger Heimkinder geben und mögliche Lösungen aufzeigen. Der Beitrag gibt Auszüge des Zwischenberichts vom Januar 2010 unkommentiert wieder.

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S. 197-202

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