Spenderberatung
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Leitfaden zum Erstantrag

Hier erhalten Sie Informationen zu

  • Antragsvoraussetzungen
  • Gebühren
  • Prüfung nach den Spenden-Siegel-Standards.

Antragsvoraussetzungen

Bevor Sie das Spenden-Siegel beantragen, klärt die DZI Spenderberatung gemeinsam mit Ihnen, ob Ihre Organisation die Voraussetzungen dafür erfüllt. Diese Voraussetzungen sind:

  • Ihre Organisation ist seit mindestens zwei vollständigen Geschäftsjahren tätig.
  • Der Sitz Ihrer Organisation ist in Deutschland.
  • Sie ist steuerbegünstigt im Sinne des §§ 51 ff. Abgabenordnung.
  • Ihre Organisation wirbt in der Öffentlichkeit um Spenden und vereinnahmte in den zwei jüngsten abgeschlossenen Geschäftsjahren Geldspenden in Höhe von mehr als 25.000 Euro pro Jahr.
  • Leitet Ihre Organisation mehr als die Hälfte der Ausgaben an eine weitere Organisation weiter, muss deren Mittelnachweis in den Antrag mit einbezogen werden.

Gebühren

Für die Bearbeitung des Antrags erhebt die DZI Spenderberatung Gebühren (jeweils zzgl. MwSt):

  • 500 EUR Grundbetrag;
  • zusätzlich 0,035% der jährlichen Gesamteinnahmen. Der Maximalbetrag für den Grundbetrag und den Zusatzbetrag ist jedoch auf 12.000 EUR begrenzt;
  • zusätzlich 1.000 EUR einmalige Pauschale für den Erstantrag, da dessen Bearbeitung besonders arbeitsintensiv ist.

Die Mindestgebühr bei einem Erstantrag beträgt somit 1.500 EUR, bei jedem jährlichen Verlängerungsantrag 500 EUR. Zur konkreten Berechnung steht Ihnen unser Gebührenrechner zur Verfügung.

Prüfung nach den Spenden-Siegel-Standards

Die DZI Spenderberatung prüft die eingereichten Unterlagen nach den Standards, die in den „Leitlinien und Ausführungsbestimmungen“ für das Spenden-Siegel festgelegt sind. Sie beziehen sich auf die Leitung und Aufsicht der Organisation, die Werbe- und Öffentlichkeitsarbeit, die Mittelverwendung und die Vergütung, die Rechnungslegung und deren Prüfung. Den Wortlaut der Leitlinien finden Sie unter Downloads.

Mit der Zuerkennung des Spenden-Siegels verpflichtet sich Ihre Organisation

  • zu einer wahren, eindeutigen und sachlichen Spendenwerbung. Dafür werden alle Werbe- und Informationsmaterialien untersucht. Unwahre Angaben, grob missverständliche und irreführende Werbeaussagen sowie überwiegend gefühlsbetonte und bedrängende Werbung sind mit dem Spenden-Siegel nicht vereinbar.
  • zu einer zweckgerichteten, sparsamen und wirtschaftlichen Mittelverwendung. Wichtigste Informationsquelle zur Überprüfung der Mittelverwendung ist für die DZI Spenderberatung die Rechnungslegung. Das Kriterium der Sparsamkeit und Wirtschaftlichkeit überprüft sie sowohl im Hinblick auf einzelne Ausgaben als auch im Sinne einer Durchschnittsbetrachtung. Werden mehr als 35 Prozent der Gesamtausgaben für Werbung und Verwaltung verwendet, ist die Zuerkennung des Spenden-Siegels ausgeschlossen. Näheres dazu finden Sie in „Werbe- und Verwaltungsausgaben Spenden sammelnder Organisationen“ unter Downloads.
  • zu einer funktionierenden Planung und Kontrolle. Geprüft werden die Planungs- und Entscheidungsmechanismen innerhalb der Organisationsstruktur. Von besonderer Bedeutung ist dabei, ob Aufsichtsorgane vorhanden sind, die das Leitungsorgan wirksam kontrollieren.
  • Prämien, Provisionen oder Erfolgsbeteiligungen für die Vermittlung von Spenden und anderen Zuwendungen nur unter Beachtung besonderer, in den Standards festgelegter Regeln zu gewähren. Provisionszahlungen für Werber schaffen einen Erfolgsdruck, der zu einer bedrängenden Form der Werbung und unwahren Aussagen führen kann. In den Spenden-Siegel-Standards sind jedoch bestimmte Ausnahmeregelungen formuliert, um eine zwar erfolgsabhängige, dabei aber seriöse Werbung zu ermöglichen.

Alle Siegel-Standards sind in den „Leitlinien und Ausführungsbestimmungen“ für das Spenden-Siegel festgelegt und können im Bereich Download heruntergeladen werden.