Schon 60 Millionen Euro Spenden aus Deutschand für Nepal

15. Mai 2015

Weitere Geldspenden werden benötigt – DZI unterstützt Hilfswillige mit Spenden-Info

In den ersten zwei Wochen nach dem großen, verheerenden Erdbeben in Nepal haben Privatpersonen und Unternehmen in Deutschland bereits 60 Millionen Euro Geldspenden für die betroffenen Menschen geleistet. Dies ergab eine Umfrage des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI) bei insgesamt 46 Hilfswerken und Spendenbündnissen.

„Die Spendenbereitschaft für die Menschen in Nepal war besonders in der ersten Woche nach dem Beben vom 25. April außerordentlich groß“, sagt Burkhard Wilke, Geschäftsführer und wissenschaftlicher Leiter des DZI. Inzwischen sei die Katastrophe in der Medienberichterstattung aber von anderen Themen weitgehend verdrängt worden und dementsprechend habe auch der Spendenfluss zuletzt merklich nachgelassen. „Die Hilfswerke sind aber vor allem zur Finanzierung der Wiederaufbauhilfe weiter auf Spenden angewiesen“, unterstreicht Wilke. Das DZI unterstützt Spenderinnen und Spender bei ihrer Entscheidung mit dem Spenden-Info „Erdbeben in Nepal“, das neben den Namen und Bankverbindungen empfehlenswerter Hilfsorganisationen auch wichtige Tipps für Spenden in Katastrophenfällen bietet.

Bei 13 Organisationen bzw. Bündnissen liegen die Spendeneinnahmen für Nepal inzwischen über einer Million Euro:

- Aktion Deutschland Hilft e.V. (15,9 Mio.)

- Deutscher Caritasverband e.V. 6,5 Mio.

- Bündnis Entwicklung Hilft – Gemeinsam für Menschen in Not e.V. 5,7 Mio.

- Diakonie Katastrophenhilfe 4,7 Mio.

- Deutsches Rotes Kreuz e.V.  4,6 Mio.

- Deutsches Komitee für UNICEF e.V. 4,0 Mio.

- Médecins Sans Frontières (MSF) – Ärzte ohne Grenzen, Deutsche Sektion e.V. 3,0 Mio.*)

- Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. 2,2 Mio.

- Plan International Deutschland e.V. 1,9 Mio.

- humedica e.V. 1,4 Mio.

- Deutsche Welthungerhilfe e.V. 1,2 Mio.

- Bischöfliches Hilfswerk MISEREOR e.V. 1,1 Mio.

- Stiftung United Internet for UNICEF 1,0 Mio.

*) Ärzte ohne Grenzen rufen grundsätzlich nicht zu zweckgebundenen Spenden auf, haben jedoch auch ohne einen solchen Aufruf im Zusammenhang mit dem Erdbeben in Nepal Spenden in Höhe von 3 Mio. Euro erhalten, davon 1 Mio. Euro mit Zweckhinweis Nepal.


Pressekontakt:

Burkhard Wilke, Geschäftsführer und Wissenschaftlicher Leiter
Tel. 030-839001-11 und 0176-8410 5240

Pressemitteilung vom 15.5.2015 (PDF)