Selbstkontrolle

Selbstregulierung unterscheidet sich von Modellen privatrechtlicher Kontrolle  typischerweise dadurch, dass die Einhaltung des jeweiligen Verhaltenskodex nicht systematisch, regelmäßig und unabhängig überprüft wird, sondern die Selbstregulierungsstelle allenfalls über eine Beschwerdeinstanz verfügt, an die sich Externe bei Problemen wenden können. Ein weiterer Unterschied zu privatrechtlichen Kontrollstellen besteht im Grad der Unabhängigkeit von den kontrollierten Organisationen.

Typische Ausdrucksformen von Selbstkontrolle sind Verhaltensstandards (Selbstverpflichtungen), sowie auf diese ausgerichtete Maßnahmen der Qualitätsentwicklung (unter anderem Capacity Building) und der Qualitätssicherung.

Beispielhaft seien folgende Dach- und Interessenverbände des gemeinnützigen („Dritten“) Sektors genannt, die Verhaltensstandards für ihre Mitgliedsorganisationen eingeführt haben:

Bundesverband Deutscher Stiftungen e.V.
Deutscher Olympischer Sportbund e.V. (DOSB)
Deutscher Spendenrat e.V.
Diakonisches Werk der Evangelischen Kirche in Deutschland e.V.
Verband Entwicklungspolitik deutscher Nichtregierungsorganisationen e.V. (VENRO)

Darüber hinaus hat die Initiative Transparente Zivilgesellschaft, zu deren Trägereinrichtungen auch das DZI gehört, einen sektorübergreifenden Transparenzstandard auf Basis freiwilliger Selbstberichterstattung entwickelt.