spendenmagazin 2013 - page 16

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Die Spenderberatung des DZI informiert auf Anfrage, welche Organisationen
zu Spenden für die jeweilige Region aufrufen.
Krisenregionen
2013
Hilfsorganisationen sind
rund um den Globus im Einsatz,
doch ihre Arbeit
wird nicht ständig von Reportern und Fotografen begleitet. Eine Auswahl
von Krisenregionen, die nicht täglich im Blickfeld der Öffentlichkeit stehen
Fotos: Fotolia; Quellen: Amnesty international, Ärzte ohne Grenzen, Auswärtiges Amt,
Caritas international, Deutsches Rotes Kreuz, Spiegel online
2.
Somalia
Immer noch bestimmen
Gewalt, Vertreibung und Hunger das Leben
vieler Menschen in dem ostafrikanischen
Land. Nur 40 Prozent der Bevölkerung haben
Zugang zu medizinischer Hilfe. „Während die
somalische Regierung und die internationale
Gemeinschaft auf eine bessere Zukunft (...) in
Somalia blicken, darf nicht vergessen werden,
dass viele Tausende Menschen weiterhin ex-
tremer Gewalt ausgesetzt sind und dringend
lebensrettende Hilfe benötigen“, sagt Joe Belli-
veau, Leiter der zuständigen Projektabteilung
von Ärzte ohne Grenzen in Amsterdam.
4.
Irak
Zehn Jahre nach dem Einmarsch der US-Truppen und dem Sturz
Saddam Husseins bleibt die Menschenrechtslage im Irak dramatisch. Angriffe
auf Zivilisten und unfaire Gerichtsverfahren sind an der Tagesordnung, be-
sonders, seitdem die US-Armee vor rund einem Jahr das Land wieder verlas-
sen hat. Unzählige Menschen werden in Gefängnissen gequält und gefoltert.
„Weder die irakische Regierung noch die ehemaligen Besatzungsmächte halten
sich an grundlegende Menschenrechtsstandards, und die Menschen im Irak
zahlen den Preis dafür“, sagt Carsten Jürgensen von Amnesty international.
3.
Bangladesch
Hunderttausende Menschen sind jedes Jahr von
Wirbelstürmen und Überschwemmungen betroffen, verlieren ihr Hab und
Gut, wenn nicht sogar ihr Leben. Sowohl Nothilfe als auch längerfristige
Unterstützung der Menschen vor Ort sind nötig, damit sie wieder auf eige-
nen Beinen stehen können und für die nächsten Naturkatastrophen besser
gerüstet sind. Weil diese Bangladesch wegen der besonderen Topografie des
Landes und des Klimawandels sehr häufig heimsuchen, findet die Not in den
Medien nur noch selten Erwähnung.
5.
Mongolei
Dsud heißt das regelmäßig wiederkehrende Naturphä-
nomen, das die Bevölkerung der Mongolei große Not leiden lässt. Extreme
Kälte und außergewöhnlich viele Schneemassen zerstören dabei Leben von
Mensch und Tier. 2009/2010 kam es zum bisher schlimmsten Dsud, dem
18,5 Millionen Tiere zum Opfer fielen. Zehntausende von Hirtenfamilien
verloren während der Dsuds ihre Herden und somit ihre Lebensgrundlage.
Mittellos ziehen sie in die Städte und enden dort meist in den Slums. Hilfs-
programme wie die des Roten Kreuzes unterstützen die Menschen vor Ort.
1.
Haiti
Auch gut drei Jahre nach dem
schweren Erdbeben leidet die Bevölkerung
an den Folgen. Der Wiederaufbau ist zwar im
Gange, das Ausmaß der Schäden aber nach
wie vor beträchtlich. Die gesamte Infrastruktur
funktioniert nur eingeschränkt, die Menschen
leiden unter den schlechten hygienischen
Verhältnissen; es gibt kein funktionierendes
Gesundheitssystem. Bereits vor dem Erdbeben
war Haiti das ärmste Land der westlichen
Hemisphäre und von humanitärer, finanzieller
und technischer Hilfe aus dem Ausland ab-
hängig. Die internationale Unterstützung wird
auch in den nächsten Jahren vonnöten sein.
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Krisen weltweit
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