spendenmagazin 2013 - page 23

Jährlich erkranken in Deutschland rund 2.000 Kin-
der und Jugendliche an Krebs, davon rund 700 an
Leukämie. Etwa 80 Prozent dieser Kinder überle-
ben heute – auch dank der Deutschen José Car-
reras Leukämie-Stiftung.
José Carreras ist einer der größten Wohltäter im
Kampf gegen Leukämie, ein Leiden, das ihn 1987
beinahe selbst das Leben gekostet hätte. Seit sei-
„Leukämie mus heilbar werden.
Immer und bei jedem.“
ner Heilung setzt sich der Star-Tenor unermüdlich
für ein Ziel sein: „Leukämie muss heilbar werden.
Immer und bei jedem.“
Die Deutsche José Carreras Leukämie-Stiftung
ist eine gemeinnützige Organisation und lebt aus-
schließlich von Spendengeldern. Die Hilfe von
Spendern und Förderern ist der einzige Weg, den
Einsatz der Stiftung gegen Leukämie weiter fort-
zuführen. Die Deutsche José Carreras Leukämie-
Stiftung e.V. ist Träger des DZI Spenden-Siegels,
dem Gütesiegel im deutschen Spendenwesen.
Weitere Informationen unter:
Helfen Sie mit und unterstützen Sie uns
mit Ihrer Spende.
Spendenkonto
Deutsche José Carreras
Leukämie-Stiftung e.V.
Konto: 319 96 66 01
BLZ: 700 800 00
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für unsere Arbeit zu opfern. Denn nur so erreicht man alle Kinder
und nicht nur die, die sich zu einer AG am Nachmittag aufraffen.
Gibt es Erfolge, auf die Sie besonders stolz sind?
Mehrere! Zum Beispiel den Jungen aus einer zehnköpfigen Familie,
der für seine Lehrer eigentlich ein „Problemkind“ ist, aber unheim-
lich gut Musik machen kann.
Zwei seiner Brüder sind im Ge-
fängnis. Wir haben die begrün-
dete Hoffnung, dass er durch
gezielte Einzelförderung einen
anderen Weg nehmen kann. Sehr
motivierend war auch die Rückmeldung aus einer unserer Schu-
len, dass die gesamte Klasse den Abschluss geschafft hat, was wohl
ziemlich außergewöhnlich ist. Ein besonderes Lob ist die Verleihung
des Bundesverdienstkreuzes, das ich am 6. Mai unter dem Motto
„Chancen für Bildung“ bekommen habe. AmAnfang war mir das ein
bisschen peinlich. Aber dann habe ich mich sehr gefreut und verste-
he die Auszeichnung als Appell, an dieser Stelle nicht nachzulassen.
Als Vincentino-Projektleiterin konnten Sie Barbara Vierfuss ge-
winnen. Wie stark sind Sie selbst in die Vereinsarbeit involviert?
Wegen meiner Arbeitsbelastung kann ich natürlich nicht jeden Tag
vor Ort sein, halte aber den Kontakt so gut wie möglich, besuche
mindestens einmal im Jahr die von uns unterstützten Schulen
und gucke mir dort die Ergebnisse unserer Arbeit an. Mein wich-
tigster Beitrag sind die finanziellen Mittel; derzeit erbringe ich
sie zu 85 Prozent. Die resultieren aus Moderationen für Firmen
und andere Einrichtungen, für die ich nichts verlange, aber um
Spenden bitte.
Welche Pläne haben Sie für die Zukunft von Vincentino?
Jetzt geht es darum, zum einen nachhaltig weiterzuarbeiten, das
heißt begonnene Projekte verlässlich fortzusetzen. Zum anderen
wollen wir schauen, ob wir uns Einsätze an weiteren Schulen leisten
können, und uns die Frage stellen, ob man unsere Idee eventuell
bundesweit exportierten kann. Deshalb sind wir jetzt auf der Suche
nach einer stabileren finanziellen Konstruktion, die uns das Wei-
termachen ermöglicht, falls ich mal ausfallen sollte.
Wie genau stellen Sie sich die vor?
Möglich wären Partnerschaften mit Berliner Unternehmen, die auf
Auszubildende angewiesen sind, die etwas können. Wenn Firmen
uns unterstützen, schaffen sie einen gesellschaftlichen Wert, der
ihnen vielleicht später hilft, gute Arbeitnehmer zu finden. Dann
gäbe es noch die Möglichkeit, an den Senat heranzutreten, für den
wir wegen unserer Eigenmittel vielleicht intereressanter sind als
Organisationen, die sich erst auf die Suche nach Geld machen müs-
sen. Vielleicht gibt es auch durch die breitere Öffentlichkeit Men-
schen, die sich gerne engagie-
ren würden. So haben wir zum
Beispiel von Dirk Rossmann
eine sehr großzügige Geldspen-
de und die Zusage für darauf
folgende bekommen.
Demnach steht weiterhin Ihr Verein im Vordergrund. Sie werden
also nicht weitere ehrenamtliche Verpflichtungen annehmen?
Mich erreichen nach wie vor sehr, sehr viele Anfragen. Aber abge-
sehen von Vincentino habe ich nur zwei langjährige Engagements
für „Jugend debattiert“ sowie die „Politikfabrik“ behalten und alles
andere abgelehnt. Denn ich bin der Meinung, dass man nur etwas
richtig machen kann, wenn man sich persönlich einbringt. Mit mei-
nem Beruf plus Familie sind die vorhandenen Aufgaben momentan
genau an der Grenze dessen, was man seriös leisten kann.
Interview: Antoinette Schmelter de Escobar
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minvele ndipsa pa simende rcimet
ex eosam quaspedit lacepud ipient,
tes molum et ape vero officia quis ut
quam rempor sum debit labor suma.
„Es gibt Probleme, die bleiben. Aber
auch Erfolge. Mir tut es gut zu sehen,
dass man Dinge bewegen kann“
Sandra Maischbergers
Lieblingsprojekt ist
die Medienklasse, weil
Kind r dort „Teamwork,
technische Fähigkeiten
und einen Blick hinter die
Kulissen“ mitbekommen
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Fotos: V i n c e n t TV GmbH
Interview | 23
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