spendenmagazin 2_2013 - page 15

„Mädchen brauchen
Ihre Unterstützung!“
UlrichWi
ckert:
Nähere
Infos:
Angela Tamke, 62, Refe-
rentin für Globales Lernen
bei der Welthungerhilfe
Wie kann ich als junger Mensch
zu mehr Gerechtigkeit in der
Welt beitragen? Kinder und Ju-
gendliche auf die Themen vor-
zubereiten, die die globalisierte
Welt mit sich bringt, bedeutet
für Eltern und Lehrkräfte eine
große Herausforderung. Als Referentin für Globales
Lernen bei der Welthungerhilfe trage ich dazu bei,
dass Schulunterricht auf der Höhe der Zeit stattfinden
kann. Globales Lernen bietet das nötige Rüstzeug, um
sich engagiert und kritisch mit der globalen Entwick-
lung auseinanderzusetzen. Unterrichtsmaterial mit
spannenden Lernprojekten zu den Themen Lebensmit-
telverschwendung, Wasser oder globale Partnerschaft
mit Afrika sind einige Beispiele. Besonders am Herzen
liegt mir die direkte Begegnung der jungen Menschen
und ihrer Lehrkräfte mit unseren Projektpartnern aus
Afrika, Asien und Lateinamerika. Wann immer inte-
ressante Partner aus unseren Projektländern bei uns
im Büro sind, versuche ich, einen Unterrichtsbesuch
zu vermitteln oder eine Lehrerfortbildung zu organisie-
ren. Die authentische Begegnung hat meiner Erfahrung
nach den größten und nachhaltigsten Lerneffekt.
Babette Reitz, 49, Ehrenamtliche
UNICEF-Gruppe Ravensburg
Wir bei UNICEF engagieren uns für die Kinder der
Welt. Jeder kann helfen und übernimmt ehrenamtlich
die Aufgaben, die ihm am meisten liegen. Dabei kann
man auch mit wenig Zeit viel bewegen. Mir macht es
Freude, ein Sprachrohr der Kinder aus anderen Län-
dern zu sein. Ich gebe ihre Geschichten in öffentlichen
Vorträgen weiter, zumBeispiel an Schulen, und berich-
te über die Arbeit in den Entwicklungs- und Schwel-
lenländern. Mehrmals im Jahr organisieren wir als
UNICEF-Gruppe Mitmach-Aktionen für Kinder und
können so spielerisch auch den Mädchen und Jungen
hier die Kinderrechte vermitteln. Neben der Info- und
Spendenarbeit ist der Grußkartenverkauf eine wich-
tige Säule unserer Arbeit. Es ist eine Herausforderung,
in Zeiten von E-Mail und SMS Grußkarten zu verkau-
fen. Zum Glück haben wir jedes Jahr ansprechende
Karten in guter Qualität und zum fairen Preis. Und
wir haben treue UNICEF-Grußkartenkunden, die sich
jedes Jahr darauf freuen, mit ihrem Kauf in der Vor-
weihnachtszeit zum Engel für die Kinder zu werden.
Barbara Halbritter, 59, ehrenamtliche Mitarbeiterin im
Oxfam Fashion Shop in Frankfurt-Sachsenhausen
Seit zwei Jahren arbeite ich im Oxfam Fashion Shop. Wir verkaufen
gut erhaltene Kleidung, die uns gespendet wird, für einen sinn-
vollen Zweck. Meine Kolleginnen
und ich gestalten wöchentlich die
Schaufenster neu. Damit schaffen
wir einen Anziehungspunkt und
können Menschen motivieren,
bei uns im Shop einzukaufen
oder eigene Kleidungsstücke zu
spenden. Mir gefällt besonders,
dass der Ertrag der Oxfam Shops
Entwicklungsprojekte unter-
stützt und humanitäre Einsätze
in Krisengebieten möglich macht.
Mir ist es außerdem ein Anlie-
gen, Menschen wachzurütteln.
Deshalb unterstütze ich in die-
sem Jahr aktiv die Kampagne
„Spekulanten in die Schranken“.
Ich mache dabei auf den Zusam-
menhang zwischen Nahrungsmittelspekulation und Armut auf-
merksam und sammle Unterschriften. So lässt sich ein gewisser
Druck auf Wirtschaft und Politik aufbauen, um eine gerechte Welt
ohne Armut zu erreichen.
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