spendenmagazin 2_2013 - page 16

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Die Spenderberatung des DZI informiert auf Anfrage, welche Organisationen
zu Spenden für die jeweilige Region aufrufen.
Krisenregionen
2013
Hilfsorganisationen sind
rund um den Globus im Einsatz,
doch ihre Arbeit
wird nicht ständig von Reportern und Fotografen begleitet. Eine Auswahl
von Krisenregionen, die nicht täglich im Blickfeld der Öffentlichkeit stehen
2.
Zentralafrikanische Republik
Politische Unruhen sorgen seit Ende 2012
in der Zentralafrikanischen Republik für
eine humanitäre Notlage. Mittlerweile sind
mehr als 60.000 Menschen in Nachbarländer
geflohen. Bei der verbleibenden Bevölkerung
ist vor allem die medizinische Versorgung
gefährdet: Da Krankenhäuser geplündert
wurden und medizinisches Personal geflohen
ist, sind die Menschen häufig auf sich gestellt.
Man befürchtet deshalb eine der schlimmsten
Malaria-Epidemien seit Jahren.
4.
Indien/Nepal
Im Norden Indiens und in Nepal haben Mitte Juni
heftige Monsunregenfälle zu schweren Überschwemmungen und Erdrut-
schen geführt. Ganze Dörfer wurden zerstört, nach Angaben der Behörden
starben rund 6.000 Menschen. Viele haben ihre Lebensgrundlage verloren.
Hilfsorganisationen schätzen, dass allein in Indien rund 100.000 Menschen
von den Überschwemmungen betroffen sind. Die Menschen vor Ort benöti-
gen vor allem Nahrung und sauberes Trinkwasser.
3.
Südsudan
Im südsudanesischen Bundesstaat Jonglei liefern sich
seit Monaten Milizen-Gruppen und die südsudanesische Armee heftige
Gefechte. Mehr als 100.000 Menschen sind seither auf der Flucht. Sie halten
sich im Busch oder in malariaverseuchten Sumpfgebieten versteckt, wo
sie nach Angaben von Ärzte ohne Grenzen keinerlei Zugang zu sauberem
Trinkwasser, Nahrung oder medizinischer Versorgung haben.
5.
Philippinen
Mitte August hat der Taifun Utor schwere Schäden auf
den Philippinen verursacht. Nach Angaben des Deutschen Roten Kreuzes
waren rund 137.000 Menschen von dem Sturm betroffen. Er beschädigte
etwa 80 Prozent der Infrastruktur an der Nordküste des Landes, rund 2.000
Häuser wurden teilweise oder völlig zerstört. Erdrutsche und Überschwem-
mungen machten Straßen unpassierbar und rissen Brücken ein. Die Men-
schen auf den Philippinen erleben rund 20 Taifune jährlich, zwei bis drei
davon haben dabei ähnlich schlimme Auswirkungen wie Utor.
1.
Kolumbien
Seit mehr als 40 Jahren
tobt in Kolumbien ein Bürgerkrieg zwischen
bewaffneten Parteien, paramilitärischen
Gruppen und der Regierung, vor dem nach
Angaben von Unicef mittlerweile rund 3,3
Millionen Menschen geflohen sind. Jahr für
Jahr kommen 300.000 Menschen hinzu, die
nach Angriffen auf ihre Heimatorte oder aus
Angst vor Entführungen vertrieben werden.
Besonders Kinder leiden unter den Kämpfen:
Sie werden als Soldaten missbraucht – laut
Unicef sind etwa ein Viertel aller Kämpfer
Kinder und Jugendliche, die im Schnitt jünger
als 13 Jahre alt sind.
Fotos: Fotolia (2)
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