spendenmagazin 2_2013 - page 27

„Viele Kinder in
Afrika wünschen sich
kein Spielzeug.
Nur ein Gesicht!“
Michael Mendl, Schirmherr von
Gegen Noma – Parmed e.V.
Noma ist die Krankheit der Armut und der Kinder
Den Schwächsten, die fast nichts mehr
haben, raubt sie auch noch das Ge-
sicht. In Afrika sterben jedes Jahr über
100.000 Kinder. Bedingt durch Unter-
ernährung und mangelnde Hygiene
zerfrisst Noma das ganze Gesicht und
führt ohne umgehende Hilfe zum ent-
setzlichen Tod. Dabei können wir mit
einfachen Mitteln helfen, dass Noma
erst gar nicht entsteht. Durch Aufklä-
rung, Prävention und die rechtzeitige
Versorgung mit einfachem Antibiotika.
Unterstützen Sie bitte
Gegen Noma – Parmed e.V.
Spendenkonto 00 139 440 01
BLZ 510 800 60
Commerzbank Wiesbaden
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Interview: Ann Kathrin Sost
halb wäre es schön, wenn das Thema bür-
gerschaftliches Engagement in den Schulen
ausgeweitet werden würde.
Weduwen:
Eine Rolle spielt vor allem, ob
das Umfeld den Einsatz sinnvoll findet
und unterstützt. Bildungsferne Schichten
erreichen wir besonders schwer. Dennoch
versuchen wir, Vielfalt mehr abzubilden.
Wir hatten eine Kampagne, um mehr Frei-
willige mit Migrationshintergrund zu be-
kommen, wir setzen uns besonders auch für
Inklusion in den Freiwilligenprogrammen
ein. Ganz neu ist die Kooperation mit der
Wirtschaft, bei der Unternehmen ihre Azu-
bis zu Praktika schicken können.
Wie kann die Qualität der Dienste gewähr-
leistet werden?
Bergmann:
Ohne Qualität geht es nicht. Si-
cher muss auch noch an Qualitätsstandards
für Träger und Einsatzstellen gearbeitet
werden. Ich vertraue aber
der Verantwortung, die die
Träger wahrnehmen. Und
ich bin überzeugt, dass die
Mechanismen des Mark-
tes funktionieren: Gute
Stellen sprechen sich her-
um, schlechte auch.
Weduwen:
Wir legenWert darauf, dass es vor
Ort fest angestellte pädagogische Ansprech-
partner gibt. In Seminaren können die Frei-
willigen mit anderen und unseren Landes-
beauftragten ihren Freiwilligendienst und
die Erfahrung im Ausland reflektieren. Sie
schreiben in ihrem Jahr zwei Projektberichte
über ihre Erfahrungen und geben in Evalu-
ierungsbögen ein Feedback zu ihremDienst.
Und wie binden Sie ehemalige Freiwillige
an sich?
Weduwen:
Da gibt es noch Entwicklungspo-
tenzial. Wir entsenden seit 55 Jahren Frei-
willige, aber nur wenige sind Mitglieder oder
Spender. Einerseits wird der Auslandsdienst
häufig eher mit dem Projekt verknüpft, nicht
mit der Entsendeorganisation. Andererseits
sind die Freiwilligen nach der Rückkehr mit
Studium oder Beruf beschäftigt. Die Arbeit
mit Ehemaligen liegt uns am Herzen. Aber
auch wenn es immer mehr sein könnten: Die
Mitglieder und Aktiven der Aktion Sühnezei-
chen haben überwiegend selbst Freiwilligen-
dienst geleistet.
Bergmann:
Es wird besser, aber ist nicht ide-
al. Wir versuchen, die Einrichtungen als so-
ziales Betätigungsfeld attraktiv zu machen,
zur Nachwuchsgewinnung oder für soziale
Berufe. Es gibt da gute Ansätze, aber das
Ganze steckt noch in den Kinderschuhen.
Neu ist die Kooperation mit
Unternehmen, die uns ihre Azubis
zu Praktika schicken können
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