spendenmagazin 2_2013 - page 31

DenArmen
Gerechtigkeit
Spendenkonto 500 500 500
KD-Bank BLZ 1006 1006
Wir freuen uns
über Ihre Unterstützung.
Brot für dieWelt –
Evangelischer Entwicklungsdienst
setzt sich in fast 100 Ländern rund
um den Globus für die
Ernährungs-
sicherung
ein, den
Zugang zu
Wasser
, die Achtung der
Menschen-
rechte
, die
Gleichstellung von
Mann und Frau
, die Förderung von
Bildung
und
Gesundheit
sowie die
Bewahrung der Schöpfung
.
«
Einsatzbereit: Freiwillige des internationa-
len Freiwilligendienstes „kulturweit“ des
Auswärtigen Amts werden verabschiedet.
Unten: Freiwilliger an der Deutschen Schule
in Bariloche, Argentinien
I N FORMAT I ONEN
Überblick über Anbieter von weltweiten
Freiwilligendiensten und Stellenmarkt:
Arbeitskreis Lernen und Helfen in
Übersee,
/
freiwilligendienst.html
Informationen für Rückkehrer:
Personalprogramme bei „Brot für die Welt
– Evangelischer Entwicklungsdienst“, sieht
handfeste Gründe für die Schwankungen in
der Qualität der Posten für Freiwillige: Bei
den Trägerorganisationen im „weltwärts“-
Programm finden sich winzige ehrenamtli-
che Initiativen genauso wie Organisationen,
die seit Jahrzehnten mit Freiwilligen arbei-
ten. Künftig sollen daher alle Entsendeorga-
nisationen verpflichtet sein, sich „Qualitäts-
verbünden“ anzuschließen, erläutert Deile,
der auch Mitglied des „weltwärts“-Beirats
ist. Die Einhaltung der Qualitätsstandards
soll extern kontrolliert werden. In der Pra-
xis findet jetzt schon eine gewisse Quali-
tätskontrolle durch die Freiwilligen selbst
statt, die regelmäßig über ihre Arbeit Be-
richt erstatten müssen.
Mehr als 90 Prozent der internatio-
nalen Freiwilligen sind Abiturienten
Mehr Werbung für die Einsätze
Die Qualität ist nicht das einzige Problem.
So heterogen die Freiwilligendienste sind,
so homogen sind andererseits die Freiwilli-
gen. Offenbar scheint es kaum möglich, Ju-
gendliche aus eher sozial schwachen Fami-
lien, ohne Abitur oder mit Berufsausbildung
zu erreichen. Mehr als 90 Prozent der inter-
nationalen Freiwilli-
gen sind Abiturienten.
Deile plädiert dafür, in
Betrieben und in Be-
rufsschulen verstärkt
für die Einsätze zu werben. Betriebe müs-
sen dafür allerdings bereit sein, ihre Aus-
zubildenden zunächst in die Ferne ziehen
zu lassen, statt sie gleich zu übernehmen.
Wenn der Freiwilligendienst nicht so ver-
läuft wie gewünscht, liegt das im Übrigen
nicht immer an Entsendeorganisation und
Partnern vor Ort, weiß Deile. Mitunter
mangelt es schlicht an guter Recherche
der jungen Leute und genauer Überlegung,
was das Ziel eines Einsatzes sein soll. „Am
besten nicht nur im Internet surfen“, rät
Deile daher. Sinnvoll sei es, sich mit Rück-
kehrern auszutauschen – und vor allem
selbst auf Platzsuche zu gehen, statt es den
Eltern zu überlassen: „Kommt immer noch
vor – ist aber wirklich total uncool.“ Ein gu-
ter Schuss Pragmatismus wie bei Johanna
Markmeyer hilft auch: „Wir sind nicht hier,
um die Welt zu verändern“, stellt sie klar.
„Das wurde uns von Anfang an gesagt.“
Ann Kathrin Sost
ANZEIGE
Fotos: DUK
Engagement | 31
1...,21,22,23,24,25,26,27,28,29,30 32,33,34,35,36
Powered by FlippingBook