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Seit 1993 förderte die Solidaritätsaktion
Renovabis
19.500 pastorale und soziale
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sowie Maßnahmen im Bildungs-
und Medienbereich.
Renovabis engagiert
sich in 29 Ländern im Osten Europas. Ziel
ist die Hilfe zur Selbsthilfe.
Aktiv für Menschen
im Osten Europas
Ihre Hilfe
hil‡.
«
Links: Hinterlassenschaften der Flut in Grimma, Sachsen. Rechts: Eine Mitarbeiterin des
Deutschen Roten Kreuzes betreut Kinder in einer Notunterkunft in Stendal, Sachsen-Anhalt
Fotos: AWO, Caritasverband für Ostthüringen, Deutsches Rotes Kreuz
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Kai Bargmann
Psychologen und Sozialarbeiter begleiteten
die Betroffenen vor Ort bei der Rückkehr
in den Alltag. „Vor allem Familien und
ihren Kindern wurde besondere Aufmerk-
samkeit gewidmet“, sagt Dirk Kamm, Leiter
des Katastrophenmanagements beim DRK-
Bundesverband. Das Rote Kreuz ermöglich-
te Familien kleine Fluchten wie etwa einen
Erholungsaufenthalt, damit sie Kraft für den
Wiederaufbau ihrer Häuser tanken konnten.
Doch das DRK half auch direkt finanziell. In
Regionen wie Sachsen-Anhalt erhielten Ge-
schädigte eine Soforthilfe, um akute Notla-
gen zu überbrücken. Für zerstörten Hausrat,
Mobiliar und Bekleidung wurde eine Haus-
haltsbeihilfe ausgezahlt. Damit sollte in
Härtefällen geholfen werden, wenn Familien
ohne Versicherungsschutz in ihrer Existenz
bedroht waren. Darüber hinaus stellte das
Rote Kreuz Gebäudetrockner und Gebläse
bereit.
Auch bei der Caritas wechselten die Anfor-
derungen an die Hilfe nach dem Stand der
Flut. Wo noch Hochwasser stand, wurde
Soforthilfe geleistet, wo das Wasser schon
wieder abgeflossen war, konnte die mit-
tel- und langfristige Hilfe beginnen. Diese
bestand wie beim DRK aus psychosozialer
Betreuung der Flutopfer. Dazu half man
den Betroffenen auch, ihre Ansprüche bei
Versicherungen und Behörden geltend zu
machen, stellte Trocknungsgeräte bereit
und gab, wo nötig, weitere finanzielle Hil-
fen. An manchen Orten berieten die Helfer
auch oder vermittelten fachkundigen Rat
bei der Wiederinstandsetzung beschädigter
Bausubstanz. Damit wurde vermieden, dass
Betroffenen unnötige Investitionen aufge-
schwatzt wurden.
Helfer sind Betroffene
Vielerorts sind die Caritasverbände Betrof-
fene und Helfer zugleich. In Grimma, das
schon 2002 besonders in Mitleidenschaft
gezogen wurde, wurde etwa das Caritas-
Christopherusbüro, eine
Schuldnerberatung, von den
eindringenden Wassermas-
sen völlig zerstört. In Pirna
stand die Caritas-Beratungs-
stelle unter Wasser. Die Sozialstation konn-
te wegen des Hochwassers ihre Haus- und
Krankenpflegedienste nicht mehr voll-
ständig leisten, Angehörige und Nachbarn
sprangen ein. Auch das Jugendprojekt
„Kompass“ in Borna stand unter Wasser;
glücklicherweise konnte es noch kurz vor-
her ausgeräumt werden. Über den Diözesan-
verband Dresden half Caritas international
in Grimma mit 25.000 Euro Sofortinvestiti-
on. Noch ist nicht wieder alles beim Alten,
doch durch die gemeinsame Kraftanstren-
gung aller Helfer und Betroffenen konnte
die schlimmsten Schäden beseitigt werden.
Nur eins nicht: Die Erinnerungen werden
bleiben.
Nach Abfluss der Flutwelle ging
für viele der Ärger erst richtig los
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