spenden magazin 2014 - page 10

Nähe hilft heilen
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Wenn Kinder krank sind, brauchen sie die Nähe zu ihren Eltern. In 19 Ronald
McDonald Häusern in Deutschland finden Familien schwer kranker Kinder
ein Zuhause auf Zeit, während die kleinen Patienten im Krankenhaus behan-
delt werden. Diese Nähe hilft den Kindern schneller gesund zu werden. Au-
ßerdem betreibt die McDonald’s Kinderhilfe Stiftung drei Ronald McDonald
Oasen – entspannende Rückzugsorte inmitten von Kinderkliniken.
lichkeiten für Engagement gelistet: von politischem Engagement hin
zu fairem Einkaufen und Essen sowie weiteren entwicklungspoliti-
schen Organisationen. Auch das hilft, das passende Engagement je
nach Zeitbudget und Bedürfnis zu finden.
Einsatz der neuen Medien
Enge Anbindung, Austausch, Partizipation – das sind auch für das
Jugendrotkreuz (JRK) wichtige Themen. Der Jugendverband des
Deutschen Roten Kreuzes setzt seit den 90er-Jahren auf intensive
Kampagnen mit klaren Themen, um das Interesse von Jugendlichen
zu gewinnen. Die derzeitige „Klimahelfer“-Kampagne nutzt neben
Informationen und Projekten wie einer bundesweiten Baumpflanz-
Aktion dabei verstärkt neue Medien: Eine Kampagnen-Webseite
informiert über das Thema, Mitglieder können sich gezielt austau-
schen und eigene Kampagnen-Profile erstellen. Besonders wichtig
ist auch die Facebook-Seite des JRK, die mehrmals wöchentlich
über die Arbeit berichtet und auf der auch die Unterhaltung, etwa
mit E-Cards undWettbewerben, nicht zu kurz kommt. Anders als viele
andere ist das Jugendrotkreuz im Durchschnitt auch nicht so sehr
vom „Schichtenphänomen“ betroffen: der Tatsache, dass sich vor allem
jungeMenschenmit Abitur engagie-
ren. „Die Durchschnitts-JRKlerin ist
weiblich, 16 Jahre alt und hat einen
Gesamtschulabschluss“, sagt JRK-
Bundesreferentin Ines Große.
Erfolgsstory Dreikönigssingen
Nicht zwingend muss man die
neuen Medien so ausgiebig nut-
zen, um Kinder und Jugendliche
zu erreichen. Auch Traditionen
können Vertrauen aufbauen
und dafür sorgen, dass sich die
Mitgliederzahlen halten. Das
zeigt das jährliche Dreikönigs-
singen des Kindermissions-
werks „Die Sternsinger“, an dem rund um den 6. Januar Zehntau-
sende teilnehmen. Es gilt als weltweit größte Solidaritätsaktion von
Kindern für Kinder. Einer der Gründe für den anhaltenden Erfolg
sei, dass die Pfarrgemeinden das Dreikönigssingen eigenständig
und verantwortlich organisierten, berichtet Prälat Klaus Krämer,
der Präsident des Kindermissionswerks. So können die Gemeinden
individuell auf Interessen, Bedürfnisse und lokale Gepflogenheiten
eingehen. Noch plagen das Werk keine Nachwuchssorgen, sagt Krä-
mer. Doch aus einzelnen Pfarrgemeinden gebe es Rückmeldungen,
dass die Beteiligung zurückgehe – geschuldet wohl dem demogra-
fischen Wandel und dem Rückgang an
Kirchenmitgliedern.
Eins steht fest: Einen Königsweg gibt
es nicht, um Kinder und Jugendliche zu
freiwilligem Engagement zu bewegen.
„Das Wichtigste sind konkrete Aktionen“, sagt Joshua Hofert. „Die
Jugendlichen müssen merken, dass sie etwas bewirken können.“
Wenn Geld gesammelt würde, müsste zum Beispiel klar sein, was
damit erreicht werden könne – zum Beispiel einem Kind einen Mo-
nat lang eine warme Mahlzeit sichern. „50-Jahres-Projekte“ dage-
gen schreckten junge Menschen ab, betont Joshua: „Kinder leben
imMoment.“ Schließlich gelte: Auch mit der Teilnahme an nur einer
Aktion sei ein erster Schritt gemacht. So mancher kann sich dann
immer noch langfristig binden – so wie er.
Intensive Kampagnen mit klaren Themen sollen das
Interesse von Jugendlichen gewinnen
Ann Kathrin Sost
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Jugendliche Teilnehmer an der „Klimahelfer-
Kampagne“ des Jugendrotkreuzes
Fotos: imago images, glow images, terre des hommes
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