spenden magazin 2014 - page 15

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Die Spenderberatung des DZI informiert mit ihren themenspezifischen
Spenden-Infos darüber, welche Organisationen zu Spenden für die jeweilige
Region aufrufen.
Krisenregionen
2014
Hilfsorganisationen sind
rund um den Globus im Einsatz,
doch ihre Arbeit
wird nicht ständig von Reportern und Fotografen begleitet. Eine Auswahl
von Krisenregionen, die nicht täglich im Blickfeld der Öffentlichkeit stehen
2.
Libanon
Seit drei Jahren gibt es in Syrien Krieg – mit dra-
matischen Konsequenzen für die Menschen. Mehr
als 860.000 Syrer sind nach offiziellen Angaben in
den Libanon geflohen. Sie leben meist nahe der
syrischen Grenze in armen Regionen im Norden
und Osten des Landes. Der Libanon, ein kleines
Land mit nur rund vier Millionen Einwohnern, ist
auf so viele Flüchtlinge nicht vorbereitet, es gibt
keine Camps. Die Flüchtlinge, oft schwer traumati-
siert, leben meist unter notdürftigen Bedingungen
in Zelten und sind dringend auf Hilfe angewiesen.
4.
Honduras/El Savador
Tausende Menschen sterben in Mittelamerika
am Dengue-Fieber, einer Viruserkrankung, die durch Moskitos übertragen wird.
San Pedro Sula, die zweitgrößte Stadt in Honduras, ist besonders stark betroffen.
Vor allem Kinder sterben an der Krankheit. In El Savador steigt die Zahl der
Erkrankten durch immer wieder auftretende Überschwemmungen: In stehendem
Gewässer vermehren sich die Moskitos besonders schnell.
3.
Nordirak
Mehr als eine Million Menschen sind im Nordirak vor den IS-
Terroristen auf der Flucht. Im Sommer litten sie unter Hitze und Trockenheit,
doch jetzt steht der Winter bevor. Die Flüchtlinge haben oftmals nur noch ihre
eigene Kleidung am Leib, viele sind sogar ohne Schuhe geflohen. Neben winter-
festen Unterkünften benötigen die Menschen nun dringend warme Kleidung,
Decken und einfache Heizgeräte.
5.
Gaza
Im Juli eskalierte der Konflikt zwischen Israel und der Hamas. Im
dicht besiedelten Gaza-Streifen war die ausreichende Versorgung der Zivilbe-
völkerung mit medizinischer Nothilfe und Nahrungsmitteln nicht gesichert.
Tausende Menschen haben bei den Angriffen ihre Häuser verloren oder mussten
diese verlassen. Die Kämpfe zerstören Teile der Infrastruktur im Gaza-Streifen.
So wurden wichtige Trinkwasser- und Sanitäreinrichtungen beschädigt. Die
Vereinten Nationen schätzen zudem, dass 25.000 Kinder auf psychosoziale Hilfe
angewiesen sind, um ihre Erlebnisse bewältigen zu können.
1.
Tschad/Südsudan
Armut, Hunger,
schlechte Hygiene und mehr als 100.000 Flücht-
linge, überwiegend Frauen und Kinder, aus der
Zentralafrikanischen Republik und Darfur/
Sudan: Die Lage im Tschad ist sehr angespannt.
In den Flüchtlingscamps benötigen die Menschen
Lebensmittel, Zugang zu Wasser, Unterkünfte so-
wie Hygiene- und Sanitäreinrichtungen. Auch im
Südsudan sind tausende Kinder von Mangeler-
nährung bedroht. Im Vertriebenenlager der Stadt
Bentiu im Südsudan sterben pro Tag mindestens
drei Kinder unter fünf Jahren – an Erkrankungen
wie Durchfall und Lungenentzündung sowie an
schwerer Mangelernährung.
Fotos: Fotolia (2)
Krisen weltweit
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