spenden magazin 2014 - page 16

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Nach Taifun Haiyan
– wie ist die Lage auf den Philippinen?
Rund 10.000 Tote, vier Millionen zerstörte Häuser – das ist die Bilanz von Taifun Haiyan, der vor
einem Jahr, im November 2013, über die Philippinen hinwegzog. Der Wiederaufbau ist im vollen
Gange. Dafür sind die Hilfsorganisationen auf Spenden angewiesen
is sich das Leben wieder normal
anfühlen wird, werden Jahre ver-
gehen. Wenn überhaupt – denn
Tausende Filipinos haben durch
Haiyan ihre Angehörigen verloren. Der Tai-
fun verwüstete das Land in einem bisher
nicht gekannten Ausmaß. Besonders stark
sind die Insel Leyte mit ihrer Hauptstadt Ta-
cloban sowie die Insel Samar betroffen. Und
dennoch geht es voran im Katastrophenge-
biet: Hilfsorganisationen setzen alles daran,
die zerstörten Regionen wieder aufzubauen.
Was kommt nach der akuten Nothilfe?
Zu den ersten Notfallmaßnahmen gehörte
die Versorgung mit Lebensmitteln, sauberem
Trinkwasser, Medikamenten, Zelten und sa-
nitären Einrichtungen. So hat die Organisati-
on Help – Hilfe zur Selbsthilfe 20 transporta-
ble Wasserreinigungsanlagen bereitgestellt.
Daneben wurde auch Notfallnahrung in die
Region entsendet. Weitere Hilfsgüter wie Hy-
gieneartikel und Baumaterial wurden vor Ort
eingekauft. „Nach der Nothilfe haben wir mit
unseren lokalen Partnern Aufräumarbeiten
koordiniert und sind jetzt im Wiederaufbau
tätig“, berichtet Leona Wirtz, Projektreferen-
tin von Help – Hilfe zur Selbsthilfe.
Help verteilte beispielsweise Werkzeuge und
Baumaterial und stellte ein Team aus freiwil-
ligen Helfern zusammen, das die Räumungs-
arbeiten unterstützte. Doch Wiederaufbau
bedeutet nicht nur, für die mehr als vier
Millionen Menschen, die nach dem Taifun
obdachlos geworden sind, Unterkünfte zu
bauen, auch sanitäre Grundbedingungen
müssen wieder hergestellt werden. Denn Hai-
yan hat vielerorts die gesamte Infrastruktur
Ein Moment der Zerstreuung inmitten der
Zerstörung – die Insel Leyte wurde vom Taifun
Haiyan besonders stark getroffen
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