spenden magazin 2014 - page 29

Das DZI stellt auf seiner Internetseite für Spendenorganisationen und andere
Interessierte Informationen, Links und konkrete Arbeitshilfen unter anderem zur
Wirkungsanalyse und Fehlerberichterstattung zur Verfügung.
richtigen Weg gibt“. Sie kritisiert, dass die
entwicklungspolitische Kultur der mög-
lichst „quantifizierten und wissenschaft-
lich nachgewiesenen Rechenschaft über die
Wirksamkeit von Projekten wenig Raum für
Versuch und Irrtum“ lasse. Fehlertoleranz
und das Vertrauen in die Lernbereitschaft der
Partner kommen ihrer Ansicht nach zu kurz.
Misserfolge salonfähig machen
Nachfragen bei Organisationen und Stiftun-
gen machen deutlich, dass beim transpa-
renten Umgang mit Fehlern noch viel Luft
nach oben ist. Es scheint sich noch nicht
überall herumgesprochen zu haben, dass
die aktuellen Standards des DZI Spenden-
Siegels auch eine öffentliche Berichterstat-
tung über Misserfolge verlangen.
Vielleicht würde ja die Auslobung eines
neuen Preises Bewegung in das Thema
bringen. Ein solcher Anreiz, verbunden
mit positiver Berichterstattung über die
ausgezeichneten Organisationen, hat auch
den Jahresberichten vieler Hilfswerke zu
mehr Transparenz
verholfen. Würde die
Veröffentlichung von
Misserfolgen oder Feh-
lern salonfähig, könn-
te eine Brücke gebaut
werden zwischen Qua-
litätsmanagement und
Öffentlichkeitsarbeit.
Mehr noch, selbst die
Fundraiser ließen sich
möglicherweise faszi-
nieren: nicht um der
schnellen Emotion we-
gen, wohl aber, um die
Seriosität der Organisa-
tion zu unterstreichen.
Was sich auf dem heiß umkämpften Markt
der Erbschaften, Firmen- oder Großspen-
der zu barer Münze
machen ließe. Und da-
mit wiederum würde
all jenen Bedenkenträ-
gern der Wind aus den
Segeln genommen, die
vorschnell die Kosten
für Evaluierungen und
ihre öffentlichkeits-
wirksame Darstellung ins Feld führen.
Petra Meyer
«
Mit dem jährlichen
Evaluierungsbericht will
Misereor zur Fehler-
kultur in der Entwick-
lungszusammenarbeit
beitragen
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Brains & tools
Egal, ob es sich um staatliche, nichtstaatliche,
gemeinnützige, nationale oder internationale
Organisationen handelt – wenn es darum geht,
Hilfe zu leisten, müssen alle zusammenarbeiten,
und jeder muss wissen, was zunächst und was auf
Dauer getan werden muss.
Unsere umfassende Erfahrung in der Beratung
gemeinnütziger Organisationen und die Zusammen­
arbeit interner Experten aus verschiedenen Dis­
ziplinen erlauben es uns, zu jeder Zeit die richtige
Kombination aus 'brains & tools' zusammen­
zustellen, egal, ob es sich um die Betreuung eines
kleinen Sportvereins in Deutschland oder um die
aufwändige Mittelverwendungsprüfung einer
großen Hilfsorganisation im Ausland handelt.
Unser Leitgedanke heißt: Denken. Interdisziplinär,
vernetzt, strategisch und fachübergreifend. Es trägt
dazu bei, alle relevanten Aspekte für die Entschei­
dungsfindung rechtzeitig zu erkennen und Risiken
und Auswirkungen abgewogen zu beurteilen.
Schomerus & Partner Berlin
Steuerberater · Rechtsanwälte · Wirtschaftsprüfer
Bülowstraße 66 · 10783 Berlin · Tel. 030 / 233 290 270
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denken
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