spenden magazin 2014 - page 6

Kinderperspektive
Von seinen Reisen nach Afghanistan brachte
Roger Willemsen Hunderte von Kinderzeichnun-
gen, Aufsätze und Briefe mit. In seinem Buch „Es
war einmal oder nicht – Afghanische Kinder und
ihre Welt“ berichtet er von seiner letzten Reise im
Herbst 2012 von Kabul bis ins Panschir-Tal und
zeichnet mit den Bildern und Texten ein oft überra-
schendes Bild vom Leben der Kinder, mit traurigen
wie glücklichen Momenten.
Roger Willemsen: Es war einmal oder nicht.
Afghanische Kinder und ihre Welt,
S. Fischer Verlag, 19,99 Euro
Eiswasser für den guten Zweck
Von Microsoft-Chef Bill Gates über Facebook-Gründer Mark Zuckerberg,
Fußballer Cristiano Ronaldo und Model Heidi Klum (Foto mit Tim Gunn) bis
hin zu Sängerin Helene Fischer: Kaum eine bekannte Persönlichkeit, die
sich in diesem Jahr der ALS-Ice Bucket Challenge entziehen konnte – und
auch zahlreiche Nicht-Prominente kippten sich für den guten Zweck einen
Kübel mit Eiswasser über den Kopf und nominierten im Anschluss daran
drei weitere Personen. ALS (amyotrophe Lateralsklerose) ist eine chroni-
sche und fortschreitende Erkrankung des zentralen Nervensystems – der
Physiker Stephen Hawking ist beispielsweise betroffen. Die Spielregeln der
Ice Bucket Challenge sind einfach: Wer nominiert wird, kann sich entweder
für das Eiswasser entscheiden und davon ein Video online stellen oder Geld
an ALS-Institutionen spenden – und viele taten beides. Mitte Septem-
ber betrug der Buchungsstand nach Angaben der Charité Berlin bereits
1.480.073 Euro. Mit dem Geld ist die Finanzierung von drei Teilbereichen
geplant: die hochspezialisierte ALS-Versorgung, die Versorgungsforschung
und die klinische Forschung einschließlich Medikamentenforschung. Übri-
gens: Manche Nominierte zogen es auch vor, trocken zu bleiben und „nur“
zu spenden, darunter Politiker wie Barack Obama und Sigmar Gabriel.
Fotos: getty images
Zum Thema „Seltene Krankheiten“ hat das DZI eine Spendeninfor-
mation zusammengestellt.
22.700 Stiftungsporträts
Würde man alle Stiftungen hierzulande ihrem Vermögen nach aufreihen,
stünde in ihrer Mitte eine Stiftung mit einem Kapital von 330.000 Euro.
Dies ist eines von vielen Ergebnissen aus dem neuen Buch „Zahlen,
Daten, Fakten zum deutschen Stiftungswesen“, das der Bundesverband
Deutscher Stiftungen zum Tag der Stiftungen am 1. Oktober vorgestellt
hat. Erstmals ist die Publikation kostenlos als E-Book (PDF) erhältlich.
Zeitgleich wurde das Verzeichnis Deutscher Stiftungen in der 8., erwei-
terten Auflage veröffentlicht. Das dreibändige Werk (mit CD-ROM) ist
das bundesweit umfangreichste Stiftungsregister: Auf rund 4.500 Seiten
umfasst es über 22.700 Stiftungsporträts – 22 Prozent mehr als in der
vorherigen Ausgabe. Als Eckpfeiler der Transparenz ermöglicht es Förder-
und Kooperationssuchenden eine zielgenaue Recherche nach geeigneten
Partnern.
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