spenden magazin 2015 - page 13

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Aber das allein reicht nicht: Ausschlaggebend dafür, ob ein Pro-
jekt erfolgreich finanziert wird oder nicht, ist seine Bewerbung.
„Eine der ersten Fragen, die ich den Initiatoren immer stelle, ist,
ob sie eine Community haben, in der sie es bewerben können“, sagt
Antje Tönnis, die im Namen der GLS Treuhand Crowdfunding- und
Stiftungsprojekte betreut. „Es ist sehr wichtig, dass die Initiatoren
ordentlich die Werbetrommel rühren. Dafür müssen sie Leute aus
dem eigenen Kreis und über soziale Medien ansprechen und sie zur
Teilnahme und Weiterempfehlung animieren.“
Die Hoffnung auf das Schneeballprinzip
Wer also möchte, dass sein Crowdfunding-Projekt erfolgreich wird,
der muss einen Werbe- und Spenden-Schneeball ins Rollen bringen,
der möglichst viele Menschen nicht nur erreicht, sondern auch so
bewegt, dass sie Teil der Aktion werden wollen. „Sie müssen als Pro-
jektinitiator immer am Ball bleiben“, erklärt Schäfer. „Wir sehen es
immer wieder: Kunden, die aktiv ihr Projekt über Soziale Medien,
Flyer oder Plakate bewerben, sind meistens auch erfolgreicher.“ In
der Regel definieren Sie beim Onlinestellen Ihres Projektes die Min-
destsumme, die Sie mithilfe von Spendern in einem festgelegten
Zeitraum erreichen wollen. Sie können Ihre Idee erst realisieren,
wenn Sie dank ausreichend vieler Unterstützer die Zielsumme er-
reicht haben. Schaffen Sie es nicht, gehen die zugesagten Spenden-
gelder zurück an die Absender.
Crowdfunding als Gemeinschaftserlebnis
Ganz nach demMotto „Kleinvieh macht auch Mist“ kommt es daher
auf jede einzelne Spende an – ob 5 oder 100 Euro. „Viele schaffen,
was Einzelne nicht können“, sagt Tönnis. „Auch mit kleinen Beträ-
gen kann man 20.000 Euro zusammenkriegen. Die Masse macht’s.“
Darummüssen Sie kontinuierlich an der Verbreitung Ihres Projekts
arbeiten und in Ihren Netzwerken aktiv sein. Crowdfunding ist
dabei kein rein finanzieller Prozess – im Mittelpunkt steht auch
die emotionale Beteiligung an einem Projekt. So kristallisiert sich
heraus, ob Sie mit Ihrem Projekt tatsächlich einen gesellschaftli-
chen Bedarf stimulieren. Anders als manche
herkömmliche Spendenaktion bietet Crowd-
funding einen transparenteren Spenden-
raum, in dem Initiatoren und Geldgeber zu
einer Gemeinschaft zusammenwachsen. „Die Unterstützer können
live mitverfolgen, wie viele Spender sich schon gefunden haben
und wie viel Geld noch fehlt. Sie haben die Möglichkeit, sich über
Kommentarfunktionen miteinander auszutauschen und gegenseitig
anzuregen“, schildert Tönnis. So entstehe eine besondere Verbun-
denheit. Weil es im Endeffekt um mehr geht als nur ums Geld.
Lina Silbermann
Ein Crowdfunding-Projekt muss die Menschen
erreichen und auch bewegen können
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