spenden magazin 2015 - page 16

„Meine Tätigkeit
ist ein echtes Geschenk“
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Hilfsorganisationen oder aus deren Umfeld
berichten über ihre tägliche Arbeit, über Herausforderungen und beglückende Momente
Oliver Flodman, 42, Brot gegen Not –
Die Heiner Kamps Stiftung
Die Stiftung Brot gegen Not wurde 2001 von Heiner
Kamps gegründet. Sie bildet junge Menschen in bedürfti-
gen Ländern in Ausbildungsbackstuben aus und schafft
so qualifizierte Jobs. Die Backstuben tragen zur besseren
Versorgung der lokalen Bevölkerung mit guten Backwa-
ren bei. Da es sich um Social Business handelt, verbleiben
alle Gewinne der Bäckereien bei den jeweiligen Projekt-
partnern.
Als Projektmanager plane ich im Vorfeld die Maschi-
nenbeschaffung und den Aufbau der Backstuben in den
Projektländern, ich begleite in den aktiven Projekten die
ehrenamtlichen Ausbilder und die Projektpartner. Regel-
mäßige Besuche aller Projek-
te gehören ebenfalls zu mei-
nen Aufgaben. Demut und
Glück haben für mich eine
sehr greifbare Bedeutung
bekommen. Die Tätigkeit als
Projektmanager ist für mich
ein echtes Geschenk.
Sabrina Sadowska, 50, Stifterin und Vorstands-
vorsitzende Stiftung TANZ-Transition Zentrum Deutschland
Unsere Stiftung will Tänzer und Tänzerinnen nach dem Ende ihrer Karriere vor
dem Sturz in die Arbeitslosigkeit und vor Altersarmut bewahren. Sie hilft ihnen
bei Aus- und Weiterbildung, persönlichen Krisen und dabei, einen neuen Beruf zu
finden. Vor fünf Jahren habe ich zusammen mit meiner Freundin Inka Atassi die
Stiftung gegründet und engagiere mich seither ehrenamtlich als Geschäftsführerin
für unser Anliegen – deutschland- und weltweit. Hauptberuflich bin ich als Ballett-
betriebsdirektorin und erste Ballettmeisterin tätig und selber seit Jahren mit den
vielen Schicksalen im Kampf um einen würdigen Übergang konfrontiert. Ein Grund
mehr, mich für unser Anliegen und damit für mehr Toleranz, Integration, Akzep-
tanz und Vielfalt in unserer Gesellschaft einzusetzen.
Eva Masthoff, 43, Leiterin Marketing bei der
Deutschen Stiftung Denkmalschutz
Seit zwei Jahren arbeite ich für die Deutsche Stiftung Denkmal-
schutz. Es ist ein großartiges Gefühl, dazu beitragen zu können,
dass historische Bauwerke nicht verloren
gehen. Heute sind es oft schädliche Um-
welteinflüsse oder wirtschaftliche Zwänge,
die ein Gebäude zum Wanken bringen. Da-
bei prägt keine Kunstform unseren Alltag
mehr als historische Bauwerke. Denkmale
zu schützen heißt für mich, unsere kultu-
relle Identität zu schützen, Geschichte, Ge-
schichten und Zeitgeist an authentischen
Orten der Erinnerung lebendig zu halten
und die Kunstfertigkeit und kreative Kraft
der Menschen respektvoll zu bewahren.
Meine Aufgabe bei der Deutschen Stiftung
Denkmalschutz ist es, diesen Gedanken
mit in die Öffentlichkeit zu tragen und
die Menschen für ein Engagement zu
begeistern.
1.12.2015:
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