Spenden-Info für Beirut und den Libanon

06. August 2020

DZI empfiehlt Spendenkonten und rät zur Vorsicht bei Aufrufen in sozialen Netzwerken

Die Bilder und die verheerenden Schäden der Explosionskatastrophe in Beirut haben weltweit, auch in Deutschland Mitgefühl und Hilfsbereitschaft ausgelöst. Das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) hat jetzt Empfehlungen erarbeitet, die die Spendenentscheidung in dieser besonderen Situation erleichtern und sicherer machen sollen.

Das heute veröffentlichte DZI Spenden-Info „Hilfe für Beirut und den Libanon“ nennt Namen und Kontoverbindungen von Organisationen, die konkret Hilfe für die von der Explosion betroffenen Menschen leisten, dafür zu Spenden aufrufen und als Zeichen besonderer Förderungswürdigkeit das DZI Spenden-Siegel tragen. Das DZI weist in ergänzenden Tipps auch auf Besonderheiten hin, die im Sinne einer sicheren, wirksamen Spende für Beirut und den Libanon beachtet werden sollten. Zusätzlich verlinkt das Spenden-Info auf eine noch größere Auswahl von mit dem Spenden-Siegel ausgezeichneten Organisationen, die zum Teil schon seit vielen Jahren mit Hilfsprogrammen im Libanon aktiv sind und dafür Unterstützung benötigen.

„So dringend die Hilfe für die von der Explosion verletzten oder wohnungslos gewordenen Menschen ist, so wichtig ist es auch, dass die Hilfsmaßnahmen jetzt gut koordiniert und kompetent umgesetzt werden. Denn es ist absehbar, dass sich in Beirut in den nächsten Tagen und Wochen viele verschiedene Hilfsorganisationen anfinden werden, von denen viele nicht über die nötige Erfahrung oder Bereitschaft verfügen, sich wirksam mit anderen abzustimmen und den Gefahren der Korruption und Misswirtschaft wirksam zu begegnen“, sagt Burkhard Wilke, Geschäftsführer und wissenschaftlicher Leiter des DZI.

Deshalb sei es besonders wichtig, bei der Spende auf die Seriosität und Kompetenz der Organisation zu achten. Das gelte auch für Spendenaufrufe, die in sozialen Netzwerken von prominenten Persönlichkeiten geteilt und damit beworben werden. „Leider kommt es immer wieder vor, dass einzelne Prominente über ihre Accounts auf Facebook, Twitter oder Instagram Spendenaufrufe weiterleiten, die sich bei näherem Hinsehen als sehr problematisch erweisen“, sagt der DZI-Geschäftsführer.

Das DZI Spenden-Info „Hilfe für Beirut und den Libanon“ wird jeweils dem aktuellen Informationsstand angepasst und kann neben dem Online-Abruf auch schriftlich beim DZI bestellt werden.

Pressekontakt:

Burkhard Wilke, Geschäftsführer und wissenschaftlicher Leiter
Tel. 030-839001-11 und 0176-8410 5240

Pressemitteilung vom 6.8.2020 (PDF)

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