Soziale Arbeit 3.2019

Zeitschrift für soziale und sozialverwandte Gebiete


S. 81

Editorial

S. 82-87

Soziale Arbeit als Urteil

Konturen einer subjektivierenden Sozialen Arbeit als Theorie der Praxis

Andreas Thiesen, Leipzig

Schlagworte: Soziologie - Soziale Arbeit - Habitus - Professionalisierung - Individuum

Zusammenfassung
Die Verstehenssoziologie Didier Eribons besitzt das Potenzial, ein theoretisches Denkvakuum in der Sozialen Arbeit zu füllen: die analytische Vernachlässigung des sozialarbeiterischen Subjekts und dessen Habitusstrukturen in Theorie, Praxis, Forschung und Lehre. Vor diesem Hintergrund entwickelt der Autor eine Theorie subjektivierender Sozialer Arbeit als Voraussetzung wirklichen Verstehens.
Professor Dr. phil. Andreas Thiesen lehrt Sozialarbeitswissenschaft mit dem Schwerpunkt Sozialer Raum an der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig. E-Mail: andreas. thiesen@htwk-leipzig.de
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S. 83

DZI Kolumne

Umgang
Die Sonne lacht vom Himmel. An einem der schönsten Berliner Orte, dem Viktoria-Luise-Platz in Schöneberg, kommt mir auf dem breiten Gehweg eine muntere Gruppe von Kleinkindern entgegen, die Allerkleinsten von ihnen an den Händen der beiden Tagesmütter. Mittfünfziger, beide Frauen passen mit ihrem Habitus perfekt in diese gutbürgerliche Berliner Gegend. Reinste Idylle.

Dann, als ich an einer der beiden Damen gerade vorbeigehe, irritiert mich ihr in sich gekehrter Gesichtsausdruck, und ich höre sie, mit den zwei süßen Zweijährigen an der Hand, düster vor sich hin sprechen: „Diese Gutmenschen, die werden sich noch alle umgucken …“.

Ein verstörender Augenblick, der mir lange nicht aus dem Kopf geht. Vielleicht hat die Frau nur einen schlechten Tag erwischt. Aber wenn die Verbitterung wirklich echt ist und tief sitzt, dann wünsche ich den ihr anvertrauten Kindern schnellstmöglich einen besseren Umgang – und natürlich Eltern, die aufmerksam genug sind, das zu erkennen und entsprechend zu handeln.

Burkhard Wilke
wilke@dzi.de

S. 87-95

Über die Sinnhaftigkeit des Gebens

Stammzellspenden und das Glück, geben zu können

Martina Wanner, Villingen-Schwenningen

Schlagworte: Spenden - Medizin - Gentechnologie - Ethik - Gabe

Zusammenfassung
Anknüpfend an den neueren Gabendiskurs geht dieser Beitrag der Bedeutung des Gebens im spezifischen Feld der Stammzellspende nach. Anhand der Analyse von qualitativen Interviews mit Stammzellspenderinnen und -spendern wird das Geben zwischen Pflichterfüllung und Freiwilligkeit rekonstruiert und dessen gewichtige Bedeutung für den sozialen Zusammenhalt herausgearbeitet.
Professorin Dr. Martina Wanner, Dipl.-Pädagogin, leitet den Studiengang Soziale Arbeit im Gesundheitswesen an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Villingen-Schwenningen. E-Mail: martina.wanner@dhbw-vs.de
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S. 96-101

Soziale Arbeit im Kontext von Prävention und Gesundheitsförderung

Erfahrungen mit einer kommunalen Netzwerkstrategie

Laura Kassel; Klaus Fröhlich-Gildhoff, Freiburg

Schlagworte: Gesundheit - Sozialarbeit - Schule - Vernetzung - soziale Ungleichheit - Prävention

Zusammenfassung
Um gesundheitlicher Ungleichheit zu begegnen, stellen systemübergreifende Vernetzungen und der Settingansatz wesentliche Ansatzpunkte dar. Der Beitrag zeigt am Beispiel des Präventionsnetzwerks Ortenaukreis (PNO), wie eine integrierte kommunale Gesamtstrategie mit Gesundheitsförderung im Setting von Bildungsinstitutionen verbunden werden kann. Es werden die Konzeption des PNO sowie zentrale Ergebnisse der umfassenden Evaluation vorgestellt und Bezüge zur gesundheitsbezogenen Sozialen Arbeit hergestellt.
Laura Kassel, Sozialarbeiterin (M.A.), ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Evangelischen Hochschule Freiburg sowie am Zentrum für Kinder- und Jugendforschung im Forschungsverbund FIVE e.V. E-Mail: laura.kassel@eh-freiburg.ekiba.de
Professor Dr. Klaus Fröhlich-Gildhoff, Psychologe und Psychotherapeut, lehrt Klinische Psychologie und Entwicklungspsychologie an der Evangelischen Hochschule Freiburg. Er ist Co-Leiter des Zentrums für Kinder- und Jugendforschung im Forschungsverbund FIVE e.V. E-Mail: Klaus.Froehlich-Gildhoff@eh-freiburg.ekiba.de
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S. 102-106

Solidarität Piräus

Kostas Dimakopoulos, Berlin

Schlagworte: Griechenland - Solidarität - bürgerschaftliches Engagement - Sozialhilfe - Krise

Zusammenfassung
Der Beitrag beschreibt die Entstehung und die Arbeitsfelder der griechischen zivilgesellschaftlichen Organisation „Solidarität Piräus“. Im Zuge der Wirtschaftskrise wurde die gemeinnützige Gesellschaft 2012 in privater Trägerschaft gegründet und bietet Bedürftigen verschiedene soziale und materielle Hilfen.
Kostas Dimakopoulos, Rechtsanwalt und Politologe, hat in Athen, Bonn und Berlin studiert und war wissenschaftlicher Mitarbeiter für öffentliches Recht und Politik an der FU Berlin. Er war Vorsitzender des ständigen Ausschusses „Ausländerrecht“ der Bundesarbeitsgemeinschaft der Immigrantenverbände in Deutschland (BAGIV). Internet: www.kostas-dimakopoulos.de
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S. 106-111

Rundschau

S. 111

Tagungskalender

S. 112-116

Bibliographie

S. 117-120

Verlagsbesprechungen

S. 120

Impressum

Weitere Informationen

Deutsches Zentralinstitut für soziale Fragen (Hrsg.)
Berlin, 2019, 40 Seiten
ISBN: 0490-1606

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