Soziale Arbeit 02.2019

Zeitschrift für soziale und sozialverwandte Gebiete


S. 41

Editorial

S. 42-46

Demokratie und Teilhabe

Eine ethnografische Studie auf der Jahrestagung 2018 der Deutschen Gesellschaft für Soziale Arbeit

Katrin Liel, Landshut

Schlagworte: Deutsche Gesellschaft für Soziale Arbeit - empirische Untersuchung - Ethnographie - Demokratie - Teilhabe

Zusammenfassung
Im Rahmen der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Soziale Arbeit (DGSA) 2018 in Hamburg wurde mittels ethnografischer Beobachtungen untersucht, wie in dieser Organisation Demokratie und soziale Teilhabe gelebt werden. Die Auswertung anhand der Grounded Theory ergab eine große Bandbreite an teilhabeorientierten Verhaltensweisen, wobei die Moderation der Panels zentralen Einfluss hatte, um quasi klassenzimmerähnliche Strukturen aufzulösen. Die Ergebnisse geben Anstöße zur Selbstreflexion innerhalb der Fachgesellschaft der deutschen Sozialen Arbeit.
Professorin Dr. Katrin Liel, Dipl.-Sozialpädagogin (FH), lehrt Soziale Arbeit und Gesundheit an der Hochschule Landshut. E-Mail: katrin.liel@haw-landshut.de
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S. 43

DZI Kolumne

Fallanalyse
Für Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter gehört das zum Alltag: Ein Klient erzählt seine Geschichte aus der ganz eigenen Perspektive, hinzu kommen Vermerke und Berichte von anderen Einrichtungen sowie nach und nach auch eigene Erfahrungen und Erlebnisse der Fachkraft mit dem Klienten. So wachsen das Einschätzungsvermögen und die Sicherheit der fachlichen Entscheidungen in diesem Fall.

In einer ungleich schwierigeren Situation befindet sich seit vielen Monaten die deutsche Bevölkerung, und zwar im Zusammenhang mit der „Dieselkrise“. Zunächst schien der Problemfall der deutschen Automobilindustrie recht klar zu sein: Autohersteller haben durch Tricks und Täuschungen ihre Fahrzeuge deutlich sauberer ausgewiesen als sie es wirklich waren und haben auch damit zur Überschreitung der Stickstoffdioxid-Obergrenzen beigetragen. Gerichtlich verhängte Fahrverbote sind die Folge.

Inzwischen aber stehen nicht mehr die Autohersteller im Zentrum der Kritik, sondern die Wissenschaftler und Politiker, die vor vielen Jahren die Obergrenzen festgelegt haben, sowie die Deutsche Umwelthilfe e.V. – übrigens seit 2015 Trägerin des DZI Spenden-Siegels – die der Gesetzeslage mit einer Serie erfolgreicher Klagen zur Durchsetzung verhilft. Bundesumweltminister Andreas Scheuer nennt diese fragwürdige Umkehr der Schuldzuweisung „mal wieder die Debatte vom Kopf auf die Füße stellen“. Und die CDU spricht sich auf ihrem Bundesparteitag im Dezember 2018 in Hamburg dafür aus, die Gemeinnützigkeit der Deutschen Umwelthilfe e.V. auf den Prüfstand zu stellen.

Die Diskussion über „alternative Fakten“ zum Dieselskandal ist also in vollem Gange. Der Wahrhaftigkeit unserer politischen Kultur leistet die derzeitige Kehrtwende des Diesel-Diskurses einen Bärendienst. Vielleicht sollten wir die Profession der Sozialen Arbeit einschalten – damit sie alle Beteiligten zu einer kritischen Fallanalyse an einen Tisch ruft ;-)

Burkhard Wilke
wilke@dzi.de

S. 46-51

Migrationssensible Kinder- und Jugendhilfe

Sabine Klinger, Graz; Ines Findenig, Innsbruck

Schlagworte: Flüchtling - Minderjähriger - Jugendhilfe - stationär - Migration - Bedarf

Zusammenfassung
Ziel des Beitrages ist es, Bedürfnisse von unbegleiteten Minderjährigen mit Fluchterfahrung in der stationären Kinderund Jugendhilfe zu rekonstruieren, um anhand dieser die Aufgaben in der Arbeit mit jungen geflüchteten Menschen zu benennen. Die Anforderungen werden vor dem Hintergrund eines empirischen Forschungsprojektes von mehreren Seiten beleuchtet.
Mag.a Dr.in Sabine Klinger, M.A., ist Universitätsassistentin am Institut für Erziehungs- und Bildungswissenschaft an der Karl-Franzens-Universität Graz mit den Schwerpunkten geschlechter-reflektierende Sozialpädagogik, Migration und Flucht, Digitalisierung und Soziale Arbeit. E-Mail: sabine.klinger@uni-graz.at

Mag.a Dr.in phil. Ines Findenig ist wissenschaftliche Mitarbeiterin bei SOS-Kinderdorf Österreich, Abteilung Forschung & Entwicklung mit den Schwerpunkten Praxis- und Evaluationsforschung sowie wissenschaftliche Beratung und Begleitung zu Entwicklungen in der Kinder- und Jugendhilfe. E-Mail: ines.findenig@sos-kinderdorf.at
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S. 52-59

Jugendliche Flüchtlinge in therapeutischen Jugendwohngruppen

Claus-Peter Rosemeier, Berlin

Schlagworte: Flüchtling - Jugendlicher - Wohngruppe - Therapie - Trauma

Zusammenfassung
Der Beitrag erläutert das Konzept der therapeutischen Jugendwohngruppen (TWG) und beschreibt die Arbeit mit den betreuten Jugendlichen. Im Vordergrund stehen erste Erfahrungen mit jungen unbegleiteten Flüchtlingen und deren Problemen sowie die pädagogisch-therapeutischen Anforderungen aus einer subjektiven Perspektive der Fachkräfte.
Claus-Peter Rosemeier, Dipl.-Psychologe, Dipl.-Sozialwirt und Psychologischer Psychotherapeut, ist Leiter der Koralle – therapeutische Wohngruppen im Pestalozzi-Fröbel-Haus Berlin. E-Mail: twg.koralle@pfh-berlin.de
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S. 59-65

Theorie-Praxis-Transfer zwischen Hochschule und Landkreis

Sozialberichterstattung als Teil der Integrierten Sozialplanung

Isolde Heintze; Tabea Esche; Friederike Haubold, Mittweida

Schlagworte: Sozialarbeiter - Ausbildung - Theorie-Praxis - Sozialbericht - Sozialplanung

Zusammenfassung
Der Beitrag stellt ein Kooperationsprojekt zwischen der Hochschule Mittweida und der Verwaltung des Landkreises Mittelsachsen vor, das für alle Beteiligten Vorteile erbringt. Für den Landkreis wurde ein kleinräumiges Sozialmonitoring erstellt. Studentische Forschungsgruppen der Fakultät Soziale Arbeit greifen soziale regionale Fragen auf und vertiefen diese. Der enge Austausch bietet angehenden Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern Einblick in ein spannendes Berufsfeld und erlaubt, Lerninhalte mit der Praxis zu verknüpfen.
Professorin Dr. Isolde Heintze ist Soziologin und Juristin. Sie lehrt Sozialpolitik und Soziale Arbeit an der Fakultät Soziale Arbeit der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Mittweida. E-Mail: heintze@hs-mittweida.de
Tabea Esche, M.A. Soziale Arbeit, ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im Kooperationsprojekt „Entwicklung einer Sozialberichterstattung für den Landkreis Mittelsachsen“ an der Fakultät Soziale Arbeit der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Mittweida. E-Mail: esche@hsmittweida.de
Friederike Haubold, M.A. Soziale Arbeit, ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im Kooperationsprojekt „Entwicklung einer Sozialberichterstattung für den Landkreis Mittelsachsen“ an der Fakultät Soziale Arbeit der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Mittweida. E-Mail: haubold1@hs-mittweida.de
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S. 65-70

Rundschau

S. 69

Tagungskalender

S. 71-76

Bibliographie

S. 77-80

Verlagsbesprechungen

S. 80

Impressum

Weitere Informationen

Deutsches Zentralinstitut für soziale Fragen (Hrsg.)
Berlin, 2019, 40 Seiten
ISBN: 0490-1606

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