2005

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Heft 1

S. 2-8

Approaching the European Social Model
EU-Enlargement and Social Organizations
Chris Lange, Berlin
Schlagworte: Europäische Union - Sozialwesen - Non-Profit- Organisation - Mitgliedschaft - soziale Organisation - Polen - Tschechien

Die Erweiterung der Europäischen Union (EU) im Mai 2004 um zehn Länder war auch für die Non-Profit- Organisationen im Sozialsektor ein wichtiger Schritt – allerdings für diejenigen in den neuen Mitgliedstaaten mehr als für diejenigen in den alten. Zunächst wird in diesem Artikel ein Blick auf die Entwicklung gemeinnütziger sozialer Organisationen in den Nachbarstaaten Polen und Tschechien geworfen, dann stehen die Erwartungen auf beiden Seiten und anschließend die Zusammenarbeit im Vordergrund. Dem folgen grenzüberschreitende Aktivitäten im Sozialbereich und einige frauenspezische Aspekte, bevor der Artikel mit europäischen Enwicklungen schließt, die für alle sozialen Organisationen in der EU von Bedeutung sind.

Dr. Chris Lange ist Dipl. Sozialarbeiterin mit einer Promotion in Politikwissenschaft und unter anderem als Lehrbeauftragte freiberuflich tätig. Privatanschrift: Kirchweg19,14129 Berlin E-Mail: ChrisLange@snafu.de

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S. 8-15

Non-Profit-Management im Spannungsfeld der Globalisierung
Ansätze zu einer kritischen Epistemologie für handlungsorientierte Berufe
Antonin Wagner, Zürich
Schlagworte: Management - Non-Profit-Organisation - Ausbildung - Reform - Methode - Curriculum

Diese Ausführungen basieren auf Erfahrungen, die der Autor in der Ausbildung für Non-Profit-Management (NPM) an der New School University in New York gemacht hat. Aufbauend auf einer kritischen Epistemologie für handlungsorientierte Berufe werden vier Ausbildungsmodelle verglichen und auf ihre Tauglichkeit für das Management von Non-Profit- Organisationen (NPO) in einem globalen Umfeld geprüft. Die meisten Vorzüge weist das „interpretivistische“ Modell auf, in dem sich die Auszubildenden mit dem Kontext eines beruflichen Handlungsfeldes auseinander setzen und so für die Bedeutung der eigenen kulturellen Prägung menschlichen Handelns sensibilisiert werden. Dieses Modell zeichnet sich dadurch aus, dass die Lerninhalte mittels eines Aushandlungsprozesses auf den kulturellen und ethnischen Hintergrund der Studierenden abgestimmt werden. Zudem wird im interpretivistischen Ausbildungsmodell eine Unterrichtspädagogik praktiziert, die den Sinn der angehenden Berufsleute für das Machbare stärkt und auch die letztlich betroffene Klientel im Klassenzimmer zu Worte kommen lässt. Es geht also beim Anliegen, Angehörige handlungsorienter Berufe auf das Spannungsfeld der Globalisierung vorzubereiten, um mehr als eine bloße Internationalisierung der Ausbildung. Es geht vielmehr darum, Handlungsansätze zu vermitteln, die den globalen Dilemmas unseres Zeitalters angemessen Rechnung tragen.

Professor Dr. Antonin Wagner ist Wirtschaftswissenschaftler, er lehrte an der Universität Zürich und war über lange Jahre Rektor der Schule für Soziale Arbeit in Zürich. Privatanschrift: Susenbergstr. 187, CH-8044 Zürich, E-Mail: antonin@wagner.net

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S. 16-23

Anthropologische Grundlagen der sozialpädagogischen Seniorenarbeit
Winfried Noack, Friedensau
Schlagworte: alter Mensch - Altenhilfe - Sozialpädagogik - Anthropologie - Identität - Selbstkonzept

Eine Anthropologie des Alters ist notwendig, weil das Altsein inzwischen einen Zeitraum von fast 30 Jahren umfasst. Das ist ein absolutes Novum in der Geschichte. Darum ist eine Anthropologie des alten Menschen zwingend notwendig. Auch er lebt ja in den Strukturen des Menschseins. Dies ist grundlegend die Zeitstruktur des Nicht-mehr mit den beiden Modi des Erinnerns und Vergessens. Das Nicht-mehr bedeutet, dass kein weiterer Lebensabschnitt folgt: Dies beinhaltet, dass der alte Mensche auf den Tod verwiesen ist. Intentionalität und Intersubjektivität bilden auch im Alter die Grundstruktur des Menschseins. Raum- und Zeitoffenheit erfordern eine umfassende Alterssozialisierung. Und das Sein des Menschen als Leiblichkeit bleibt dem alten Menschen noch lange erhalten. Schließlich ist der alte Mensch auch ein Objekt der Gesellschaft.

Professor Dr.Winfried Noack lehrt am Institut für integrierte Kinder-, Jugend- und Erwachsenenarbeit, Abt. für Sozialpädagogik und Sozialdiakonie der Theologischen Hochschule Friedensau, In der Ihle 2a, 39291 Friedensau E-Mail: winfried.noack@thh-friedensau.de

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S. 24-29

Jugendschutz in der Moderne
Der aktuelle Kinder- und Jugendschutz als sozialpädagogische Aufgabe
Wolfgang Gernert, Münster
Schlagworte: Jugendschutz - Jugendhilfe - Funktion - Sozialpädagogig - Familie - Erziehung

Jugendschutz behält auch im 21. Jahrhundert seine Aktualität. Zwar ist er ein durchgehendes Prinzip für alleErziehungsfelder – von der Familie und Schule bis hin zur Jugendhilfe. Aber darüber hinaus besitzt er innerhalb der sozialpädagogisch orientierten Jugendhilfe spezifische Funktionen, die ausgehend vom ordnungsrechtlichen über den erzieherischen Ansatz bis hin zur Einmischungsstrategie im strukturellen Jugendschutz reichen. Der Beitrag hebt die Bedeutung des personalen statt bloß formalen Umgangs der Erwachsenen mit der nachwachsenden Generation als Zukunft unserer Gesellschaft hervor und fordert ein stärkeres Engagement der Politik. Wer Jugendschutz ernst nimmt, muss vorrangig die Familie fördern, die erlassenen Schutzgesetze umsetzen und Schule wie Jugendhilfe in die Lage versetzen, sich der individuellen Entwicklung von Kindern und Jugendlichen zu widmen.

Professor Dr.Dr.Wolfgang Gernert ist Dipl.-Sozialwissenschaftler und war Leiter der Abteilung Landesjugendamt und Westfälische Schulen beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe und Honorarprofessor für Jugendhilfepolitik bei der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Privatanschrift: Neißestr.19, 48145 Münster
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