2007

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Heft 10

Heft 11/12

S. 403-408

Case Management in Deutschland
Diskurse und Konfliktlinien – ein Prolog
Heiko Kleve, Potsdam
Schlagworte: Case Management

Case Management ist in aller Munde: in der Praxis, in der Theorie sowie in der Lehre und Weiterbildung, ja selbst in der Politik. In zahlreichen praktischen Feldern, etwa in verschiedenen Bereichen der Sozialen Arbeit (zum Beispiel in der Kinder- und Jugend-, der Alten- oder der Suchthilfe), im Gesundheitswesen (wie im Krankenhaus) oder in der Beschäftigungsförderung beziehungsweise Arbeitsmarktintegration, wird von Case Management gesprochen und von diesem Ansatz viel erwartet. Auch aus den theoretischen Diskursen von professionellen und wissenschaftlichen Vereinigungen der genannten Bereiche ist Case Management nicht mehr wegzudenken.

Professor Dr. Heiko Kleve ist Dipl.-Sozialarbeiter und Soziologe. Er lehrt Soziale Arbeit an der Fachhochschule Potsdam, Fachbereich Sozialwesen, Friedrich-Ebert-Straße 4, 14467 Potsdam E-Mail: kleve@fh-potsdam.de

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S. 405

DZI-Kolumne

S. 409-417

Case Management und aktivierender Sozialstaat
Kritische Anmerkungen zu einer Erfolgsgeschichte
Michael Galuske, Kassel
Schlagworte: Sozialstaat – Case Management – Kritik – ökonomische Faktoren – Lebenswelt

Die aus den USA importierte Methode des Case Managements hat trotz anfänglicher Skepsis auch in Deutschland Karriere gemacht. Hintergrund der Erfolgsgeschichte ist der neoliberale Umbau des deutschen Sozialstaats, die Ökonomisierung und Vermarktlichung von Gesellschaft und Sozialer Arbeit. Das Case Management mit seinen Heilsversprechen der effizienten und transparenten Produktion sozialer Dienstleistungen trifft den Nerv der Zeit. Ob dies allerdings aus der Perspektive einer lebensweltorientierten Fachlichkeit eine begrüßenswerte Entwicklung darstellt, ist noch nicht ausgemacht.

Professor Dr. Michael Galuske lehrt Sozialpädagogik am Fachbereich Sozialwesen der Universität Kassel, Arnold-Bode-Straße 10, 34109 Kassel E-Mail: galuske@uni-kassel.de

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S. 417-424

Beziehungsarbeit im Case Management
Manfred Neuffer, Hamburg
Schlagworte: Case Management – Klient-Beziehung – Vernetzung – Methode – soziale Arbeit

Case Management stammt zumindest im Bereich der Sozialen Arbeit aus der fallorientierten Arbeit und stellt eine Weiterentwicklung des Case Work dar oder im deutschen Zusammenhang der Sozialen Einzelhilfe. Case Management muss sich vorrangig der Bedürfnisse und Interessen der Klientel (Case) annehmen. Allerdings gelingt Case Management nur, wenn zusätzlich eine Netzwerkarbeit bezogen auf unterstützende Personen im Umfeld zur Verfügung steht, koordinierte und kooperierende (vernetzte) Dienstleistende vorhanden sind, ebenso Rahmenbedingungen wie gesetzliche Vorgaben, auf Case Management abgestimmte Strukturen und ein entsprechend ausgebildetes Personal. Zunehmend ist in der Diskussion zu beobachten, dass letztere Aspekte in den Vordergrund gerückt werden und die Klientorientierung vernachlässigt wird. Dabei wird insbesondere die Anforderung an eine bewusst gestaltete Beziehungsarbeit infrage gestellt. Nachfolgender Beitrag stellt die Bedeutung einer Arbeitsbeziehung zwischen Klienten und Case Managenden als Kernbestandteil des Case Managements heraus.

Professor Dr. Manfred Neuffer ist Dipl.-Sozialarbeiter und lehrt an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften, Fachbereich Sozialpädagogik, Saarlandstraße 30, 22303 Hamburg E-Mail: neuffer@sp.haw-hamburg.de

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S. 425-432

Wer beteiligt wen?
Willen und Wünsche im Case Management
Wolfgang Hinte, Duisburg-Essen
Schlagworte: Case Management – Klient-Beziehung – Selbstbestimmungsrecht – Methode – Kritik

Der Prozess der Leistungserbringung im Rahmen des Case Managements ist – trotz Bemühungen seitens der Fachkräfte um eine systematische Erhebung von Bedürfnissen und partizipative Durchführung der Hilfe – meist nicht durch Interessen und Willen der Betroffenen, sondern von für sie nicht immer durchschaubare institutionelle Vorgaben geprägt. Die fachliche Kunst besteht nicht darin, die Betroffenen an den sie angehenden Maßnahmen zu beteiligen. Vielmehr geht es darum, sie als Expertinnen und Experten ihrer Lebenswelt anzuerkennen und dabei zu unterstützen, die Sozialarbeit zu beteiligen. Dabei leisten die Unterscheidung zwischen Wunsch und Wille sowie die Abgrenzung von einer Praxis der „Bedarfserhebung“ eine bedeutsame Präzisierung theoretischer wie handlungsmethodischer Art. Eine Herausforderung für das Case Management besteht also darin, den Willen der Klientel diskursiv herauszufinden und als eine den Prozess prägende Größe grundsätzlich zu akzeptieren.

Professor Dr.Wolfgang Hinte ist Dipl.-Pädagoge und Hochschullehrer für Sozialpädagogik an der Universität Duisburg-Essen, Institut für Stadtteilbezogene Soziale Arbeit und Beratung, Holzstraße 7-9, 45141 Essen E-Mail: issab@uni-duisburg-essen.de

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S. 432-440

Falleinschätzung im Case Management
Peter Pantucek, St. Pölten
Schlagworte: Klient – Case Management – Programm – Diagnose – Beratung – Klient-Beziehung

Case Management ist ein Programm, das die umfassende Ausrichtung der Unterstützung an der Bedürfnislage der Klientel anstrebt.Um das zu gewährleisten, wird eine Falleinschätzung unter Berücksichtigung sehr unterschiedlicher diagnostischer Dimensionen erforderlich. Der immanenten Gefahr einer Bürokratisierung des Prozesses kann durch hohe Ansprüche an die Fachlichkeit der Case Managerinnen und Manager in der Handhabung dieser Kernaufgabe vorgebeugt werden.

Professor Dr. Peter Pantucek ist Dipl.-Sozialarbeiter, Soziologe und Supervisor. Er leitet den Bachelorstudiengang Soziale Arbeit sowie das Ilse Arlt Institut für Soziale Inklusionsforschung an der Fachhochschule St. Pölten/Österreich, Matthias-Corvinus-Straße 15, 3100 St. Pölten E-Mail: peter@pantucek.com

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S. 440-444

Case Management in Krankenhäusern
Corinna Ehlers, Berlin
Schlagworte: Krankenhaus – Case Management – Theorie-Praxis – Sozialdienst im Krankenhaus – Entlassungsvorbereitung

Die Umsetzung von Case Management in deutschen Krankenhäusern findet in unterschiedlich stark ausdifferenzierten Gestaltungsformen Anwendung. Nach einer kurzen Einführung in die Thematik werden am Case Management orientierte Ansätze und Instrumente anhand von einigen Beispielen der Implementierung vorgestellt. Ein Ausblick auf zukünftige Herausforderungen schließt den Beitrag ab.

Corinna Ehlers ist Dipl.-Sozialarbeiterin und Gesundheitswissenschaftlerin (MPH), zertifizierte Case Managerin und Ausbilderin (DGCC). Sie ist Gastdozentin an der Alice-Salomon-Fachhochschule Berlin im Studiengang Pflege/Pflegemanagement, Alice-Salomon-Platz 5, D-12627 Berlin E-Mail: corinna.ehlers@t-online.de

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S. 444-447

Case Management in der Kinder- und Jugendhilfe
Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser
Andreas Hampe-Grosser, Berlin
Schlagworte: Jugendhilfe – Case Management – Kinderschutz – Jugendamt – Kontrolle – Praxis

Der tragische Tod des zweijährigen Kevin in Bremen im Jahr 2006 hatte nicht nur die bundesdeutsche Jugendhilfe verunsichert, sondern auch den Handlungsansatz des Case Managements in den Mittelpunkt der Kritik gestellt. Im folgenden Beitrag soll der Versuch unternommen werden, kritische Merkmale und Erfahrungen bei der Implementierung von Case Management in einem Feld der Jugendhilfe zu beschreiben, welches in der Regel nicht durch Freiwilligkeit gekennzeichnet ist: im Kinderschutz.

Andreas Hampe-Grosser ist Dipl.-Sozialarbeiter, Familientherapeut und Case Managementausbilder. Er arbeitet als Regionalleiter im Allgemeinen Sozialpädagogischen Dienst eines Berliner Jugendamtes. Privatanschrift: Hiltrud-Dudek-Weg 18, 12355 Berlin, E-Mail: AhaGro@t-online.de

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S. 448-450

Fallmanagement in der Beschäftigungsförderung
Edgar Kemp, Hamburg
Schlagworte: Jugendhilfe – Case Management – Kinderschutz – Jugendamt – Kontrolle – Praxis

Mit der Einführung des Sozialgesetzbuches II im Jahr 2005 wurde ein Fallmanagement in der Beschäftigungsförderung eingeführt. Die Bundesagentur für Arbeit versucht das dazu entwickelte Fachkonzept auf den Bereich der Betreuung und Integration von Arbeitslosen mit multiplen Vermittlungshemmnissen anzuwenden. Da Fallmanagement bei den Trägern der Grundsicherung sehr verschieden verstanden und angewandt wird, plädiert der Autor für eine klare Definition und eine vorsichtige Einführung in Projekten für besondere Zielgruppen.

Edgar Kemp ist Dipl.-Pädagoge und Evangelischer Sozialsekretär. Er arbeitet im Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt (KDA), Königstraße 54, 22767 Hamburg, E-Mail: ekemp@kda-nordelbien.de

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S. 451-459

Case Management der Berliner Koordinierungsstellen Rund ums Alter
Uta Reiberg, Berlin
Schlagworte: Case Management – Praxis – Projektbeschreibung – Methode – Organisation – Altenhilfe

Im Land Berlin existiert ein flächendeckendes Netz an Koordinierungsstellen Rund ums Alter, deren zentraler Handlungsansatz die Methode Case Management ist. Case Management zeigt sich heute in der beruflichen Praxis in konzeptionell und strukturell unterschiedlichen Varianten. Mit den Koordinierungsstellen ist es gelungen, Beratungseinrichtungen zu implementieren und zu etablieren, die sowohl auf der Fall- als auch auf der Systemebene verankert sind.

Uta Reiberg ist Dipl.-Pädagogin und Ausbilderin für Case Management im Sozial- und Gesundheitswesen. Sie leitet die Koordinierungsstelle Rund ums Alter Reinickendorf (Träger Albatros e.V.), Wilhelmsruher Damm 116, 13439 Berlin E-Mail: u.reiberg@albatrosev.de

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S. 460-468

Die Zukunft des Case Managements
Was zu erwarten,was zu tun und wofür auszubilden ist
Wolf Rainer Wendt, Stuttgart
Schlagworte: Case Management – Zukunft – Entwicklung – Methode – Ausbildung

Case Management wird im Wandel der Humandienste gebraucht. Von daher wächst seine Bedeutung in der Reform der Versorgungssysteme gegenwärtig und in Zukunft. Case Management spielt seine Rolle insbesondere in Transaktionen zwischen der formalen Leistungserbringung und der persönlichen Selbstsorge. Rational ausgelegt auf Wirksamkeit, integriert es unterschiedliches berufliches Handeln; es kann nicht von Sozialarbeit allein beansprucht werden. Case Management ist transdisziplinär verfasst – und entsprechend ist die Ausbildung von Case Managerinnen und Managern zu gestalten.

Professor Dr.Wolf Rainer Wendt, ehemals Leiter des Ausbildungsbereichs Sozialwesen der Berufsakademie Stuttgart, ist Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Care und Case Management (DGGC). Privatanschrift: Knödlerstraße 5, 70597 Stuttgart, E-Mail: wendt@imails.de

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S. 470-474

Rundschau

S. 474

Tagungskalender

S. 475-478

Bibliographie

S. 479-480

Verlagsbesprechungen

S. 480

Impressum