2009

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Heft 1

Heft 2

S. 42-47

Die Frage der Ethik in der Sozialarbeit
Zwischen Normen und Strategie
Gérard Moussu, Talence/Frankreich
Schlagworte: Sozialarbeit – Ethik – Selbstverständnis – Funktion

Die ökonomischen, sozialen und kulturellen Veränderungen in unseren Gesellschaften seit Mitte der 1970er-Jahre waren wesentlich geprägt von einer Erneuerung des Reflexionsrahmens, was sich auch auf die Soziale Arbeit auswirkte. Diese wurde durch kritische Ansätze „rationeller” (ökonomischer), ethischer und politischer Art hinterfragt. Dieser Artikel entwirft eine Analyse, die in zwei Richtungen geht. Zum ersten wird untersucht, welche Ursachen zu dem veränderten Denken über die Soziale Arbeit führten. Hierbei geht es vor allem um die Frage, warum die ethische Fragestellung eine Erneuerung des „sozialen” Denkrahmens favorisiert. Zum zweiten setzt sich der Autor kurz mit einigen latenten Perspektiven dieses neuen Verständnisses von Sozialer Arbeit auseinander, vor allem mit der Beziehung zwischen einer reflexiven Ethik, inspiriert durch die Arbeiten von Ricoeur und Honneth, und der politischen Funktion Sozialer Arbeit. Er unterbreitet folgende Hypothese: Die Grundlagen Sozialer Arbeit wurden durch den Rückgriff auf Themen der Moralphilosophie und der politischen Philosophie erneuert, bei denen Fragen der Gerechtigkeit, der Angemessenheit und des Subjekts als zentrale Interessen der postmodernen Ära im Mittelpunkt stehen.

Professor Gérard Moussu ist Soziologe und verantwortlich für die Forschung und die internationalen Beziehungen am Institut Régional de Travail Social Aquitaine, 9, Avenue F Rabelais, BP 39, 33401 Talence, E-Mail: contact@irtsaquitaine.fr

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S. 43

DZI-Kolumne

S. 47-54

Sozialpädagogische Forschungsethik – überfällig oder überflüssig?
Jacob Kornbeck, Brüssel/Belgien
Schlagworte: Forschung – Ethik – Soziale Arbeit – Berufsverband – Standard – Sozialpädagogik – Theorie-Praxis

Eine Diskussion um facheigene Standards zur Regelung forschungsethischer Fragen der deutschen Sozialpädagogik beziehungsweise Sozialen Arbeit findet nicht statt. Die einschlägigen Standards des Deutschen Berufsverbandes für Soziale Arbeit (DBSH) befassen sich so gut wie gar nicht mit Forschungsfragen, so dass es naheliegt, in den Ethikdokumenten ausländischer Berufsverbände nach Inspiration zu suchen. Die entsprechenden amerikanischen und britischen Dokumente äußern sich durchaus zum Thema und setzen damit eindeutig voraus, dass die für die Berufspraxis erforderliche Forschung eine facheigene Aufgabe darstellt. Auf dieser Grundlage können Überlegungen angestellt werden, welche Akteure und Akteurinnen der deutschen Sozialen Arbeit die noch fehlenden Standards verabschieden und implementieren könnten.

Jacob Kornbeck ist Historiker und Sozialwissenschaftler und arbeitet als Verwaltungsrat in der Europäischen Kommission, Brüssel. Privatanschrift: Avenue Francois Folie, 30, boîte 17, 1180 Brüssel, E-Mail: jacob.kornbeck@ec.europa.eu

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S. 54-58

Soziale Arbeit in Einrichtungen der stationären Altenhilfe
Entwicklungslinien – Widersprüche – Orientierungen
Gabriele Kleiner, Darmstadt
Schlagworte: Altenhilfe – stationär – Soziale Arbeit – Funktion – Case Management – Sozialraum – alter Mensch – Selbstständigkeit

Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter sind in Einrichtungen der Altenhilfe nur marginal vertreten, insbesondere seit Einführung der Pflegeversicherung. Aber auch im Kontext der Diskussionen um die Qualitätssicherung ist ihre Bedeutung zurückgegangen. Ausgehend von einer an der Lebenswelt der Bewohnerinnen und Bewohner ausgerichteten Sozialen Arbeit müssen die Prinzipien von Normalität, Selbstbestimmung und Autonomie, Partizipation und Teilhabe deutlicher in den Mittelpunkt gerückt werden. Zukünftig wird es darum gehen, Einrichtungen der Altenhilfe sehr viel stärker wohnquartiersbezogen und dezentral zu organisieren. Soziale Arbeit kann dazu einen wertvollen Beitrag leisten.

Professor Dr. Gabriele Kleiner, Dipl.-Sozialarbeiterin und Dipl.-Sozialgerontologin, lehrt Sozialgerontologie an der Evangelischen Fachhochschule in Darmstadt, Zweifalltorweg 12, 64293 Darmstadt, E-Mail: kleiner@efh-darmstadt.de

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S. 59-67

Die Funktion des Menschen in der Sozialen Arbeit
Von Personen, Mythen, Klientinnen und Klienten
Jochen Ostheimer, München
Schlagworte: Soziale Arbeit – Systemtheorie – Mensch – Funktion – Ethik – Ganzheitlichkeit

In einer Weiterführung der in dieser Zeitschrift geführten Diskussion über Nutzen und Nachteil der Systemtheorie für die Soziale Arbeit wird hier nach der Funktion des Menschen gefragt. In theoretischer Hinsicht hat es die Soziale Arbeit mit Personen zu tun, die sie als Klienten und Klientinnen auffasst und behandelt. In praktischer Perspektive hängt die Rede vom Menschen zum einen mit der methodischen Forderung der Ganzheitlichkeit zusammen. Zum anderen formuliert sie eine ethische Forderung, die Würde des Menschen zu achten.

Dr. Jochen Ostheimer ist Dipl.-Sozialpädagoge und Dipl.-Theologe. Er arbeitet als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Sozialethik an der Ludwig-Maximilians-Universität München, Geschwister-Scholl-Platz 1, 80539 München, E-Mail: j.ostheimer@lmu.de

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S. 68-72

Rundschau

S. 72

Tagungskalender

S. 73-77

Bibliographie

S. 78-80

Verlagsbesprechungen

S. 80

Impressum

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