2009

Bitte klicken Sie auf die Heftnummer, um zum Inhaltsverzeichnis zu gelangen.

Heft 1

Heft 2

Heft 3

Heft 4

Heft 5

Heft 6

Heft 7

S. 246-253

Im Durcheinander der Begegnung
Reflexionen zu einem Grundvollzug Sozialer Arbeit
Johannes Vorlaufer, Wien/Österreich
Schlagworte: Soziale Arbeit – Kommunikation – Identität – Individuum – Gesellschaft – Mensch – Begegnung

Begegnung ist kein dem Menschen zu seinem Menschsein bloß additiv hinzukommendes Tun, sondern ein den Menschen konstituierendes Geschehen, durch das ihm Selber-Sein, personale Identität gewährt wird. Sozialarbeit als gesellschaftlich vermittelte Form von Begegnung partizipiert an diesem Grundvollzug, der im Kontext gegenwärtiger gesellschaftlicher Verhältnisse reflektiert wird.

Professor Dr. Johannes Vorlaufer ist Philosoph und lehrt Sozialphilosophie, Ethik, Wissenschaftstheorie, Sozialinformatik und Interdisziplinäre Fallanalyse an der Fachhochschule Campus Wien, Diplomstudiengang Sozialarbeit im städtischen Raum, Freytaggasse 32, 1210 Wien/Österreich, E-Mail: johannes.vorlaufer@fh-campuswien.ac.at

Artikel bestellen (3,00 €)

(die PDF-Datei wird innerhalb eines Werktages per E-Mail zugeschickt)

S. 247

DZI-Kolumne

S. 254

Grundierung biographischen und kreativen Schreibens
Gerd Koch, Berlin

S. 255-259

Von der Lebensgeschichte zum Lebensmärchen
Wie Denkwürdigkeiten zu Merkwürdigkeiten werden
Guido Rademacher, Berlin
Schlagworte: Biographie – Kommunikation – Forschung – Sozialgeschichte – Kreativität – Weiterbildung – Erinnern – kreatives Schreiben

Das Gedächtnis beim Menschen scheint nicht nur kommunikativ, sondern auch konstruktiv zu sein, gleich einem Romancier, der seine Geschichte baut und äußerst unruhig wird, wenn er den Faden verliert oder den passenden Übergang nicht sieht, und alles daran setzen wird, Faden und Verbindung schnellstmöglich zu finden. Harald Welzer (2002) schreibt: „Offensichtlich neigen wir dazu, Erinnerungslücken sofort zu schließen, indem wir Material einfügen, das anderen Erlebnissen … entstammt. Das episodische Gedächtnis … scheint wesentlich einem Montageprinzip zu folgen, das bedeutungshaltige Bruchstücke nach ihrem sinnstiftenden und selbstbezogenen Wert zusammenfügt.“ Solch eine Montage kann sogar dazu führen, dass der Autobiograph die eingebauten fiktiven Erlebnisse in seiner Erinnerung tatsächlich vor Augen sieht.

Guido Rademacher, Schriftsteller und Literaturwissenschaftler (MA) arbeitet als Lehrbeauftragter im Masterstudiengang Biografisches und Kreatives Schreiben an der Alice Salomon Hochschule Berlin, Alice-Salomon-Platz 5, 12627 Berlin, E-Mail: GuidoRademacher@web.de

Artikel bestellen (3,00 €)

(die PDF-Datei wird innerhalb eines Werktages per E-Mail zugeschickt)

S. 259-262

Warum geschichtliches Denken zur Ausbildung im biographischen und kreativen Schreiben gehört
Gerd Koch, Berlin
Schlagworte: Kreativität – Weiterbildung – Soziale Arbeit – Biographie – kreatives Schreiben

Kreatives Schreiben als Erweiterung des Methodenrepertoires in der Sozialen Arbeit sowie in anderen stark kommunikativ bestimmten Berufen (zum Beispiel im Gesundheitswesen) ist auf den ersten Blick ein sehr unmittelbares, direktes Tun: Ein Stift, ein Blatt Papier genügen zuerst. Der Masterstudiengang an der Alice Salomon Hochschule Berlin (E-Mail: www.bks@ash-berlin.eu) aber ergänzt das kreative Schreiben um die Berücksichtigung des Biographischen (Koch; Mischon 2007). Lebens-Geschichte kommt so in den Blick und ins Arbeitsfeld. Also: Über den biographischen Zugang mittels kreativem Schreiben wird auch ein Zugang zur Geschichte als einem Größeren, Ganzen ermöglicht – ohne das Subjektive zu versäumen. Und über das Schreiben in Gruppen kann geschichtlich-soziales Beteiligtsein der Subjekte gestärkt werden.

Professor Dr. Gerd Koch lehrte Pädagogik und soziale Kulturarbeit. Momentan organisiert er den Masterstudiengang Biografisches und Kreatives Schreiben der Alice Salomon Hochschule Berlin, Alice-Salomon-Platz 5, 12627 Berlin, E-Mail: koch@ash-berlin.eu

Artikel bestellen (3,00 €)

(die PDF-Datei wird innerhalb eines Werktages per E-Mail zugeschickt)

S. 263-265

Was nützt die Philosophie beim biographischen und kreativen Schreiben?
Christian Gedschold, Berlin
Schlagworte: Philosophie – Biographie – Kreativität – Weiterbildung – kreatives Schreiben

Schreiben und Lesen gehören zusammen und ungeachtet eines Wahrheitsanspruchs, den wir an unsere Texte stellen, wünschen wir uns, dass sie – auch uns selbst – erschließbar und nachvollziehbar sind. Mittels aussagenlogischer Verfahren und den Methoden der sogenannten analytischen Philosophie lassen sich auch für Nicht-Philosophen Instrumente der Textkritik entwickeln, die bei der Arbeit am Text nützlich sind. Darüber hinaus bildet die Frage nach der Entstehung unserer sozialen Rollen nicht nur innerhalb des Studiengangs Biografisches und Kreatives Schreiben an der Alice Salomon Hochschule (ASH) einen inhaltlich gewichtigen Aspekt.Wer ist es, der oder die schreibt und wie gelangten sie zu ihrer Rolle? Die Philosophische Anthropologie und der Symbolische Interaktionismus, für Erstere steht der Name Helmuth Plessner, für Letzteren George Herbert Mead, können helfen, deren Entstehung nachzuvollziehen und zu einem besseren Verständnis unseres Selbstkonzeptes als Autor zu gelangen.

Christian Gedschold ist Schauspieler, Theatermacher und Philosoph. Er arbeitet als Lehrbeauftragter im Masterstudiengang Biografisches und Kreatives Schreiben an der Alice Salomon Hochschule Berlin, Alice-Salomon-Platz 5, 12627 Berlin, E-Mail: christian@gedschold.de

Artikel bestellen (3,00 €)

(die PDF-Datei wird innerhalb eines Werktages per E-Mail zugeschickt)

S. 265-272

Soziale Hilfe und Karriere
Horst Uecker, St. Gallen/Schweiz
Schlagworte: Soziale Arbeit – Funktion – Integration – Biographie – Individuum – Gesellschaft – Karriere

Der vorliegende Beitrag versteht sich als Vorschlag, „Karriere”, als moderner Integrationsmodus von Menschen und Gesellschaft verstanden, für die Soziale Hilfe1 fruchtbar zu machen. Vorgeschlagen wird, dass Letztere Karrieren beobachten kann, um Positionierungsmöglichkeiten für ihre Klientel aufblenden und gleichzeitig eng führen zu können. Nachdem die gesellschaftliche Umstellung von Herkunft (Status) auf Zukunft (Karriere) mit ihren Folgen für die notwendigen Kompetenzprofile der Menschen beschrieben wurde, stellt sich dann die Frage, wie sich die Soziale Hilfe diesen Beschreibungen anschließen kann.

Professor Dr. Horst Uecker lehrt Systemtheoretische Gesellschafts- und Kommunikationstheorie, Organisationssoziologie und Management an der Fachhochschule St. Gallen, Fachbereich Soziale Arbeit, Industriestraße 35, 9401 St. Gallen/Schweiz, E-Mail: horst.uecker@fhsg.ch

Artikel bestellen (3,00 €)

(die PDF-Datei wird innerhalb eines Werktages per E-Mail zugeschickt)

S. 272-276

Rundschau

S. 276

Tagungskalender

S. 277-280

Bibliographie

S. 281-284

Verlagsbesprechungen

S. 284

Impressum

Heft 8

Heft 9

Heft 10

Heft 11-12