Deutsches Zentralinstitut für soziale Fragen » 2009

2009

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S. 326-332

Soziale Arbeit als Agens der Politik?
Über Sozialpolitik und über Sozialpolitik hinaus
Albert Mühlum, Bensheim
Schlagworte: Soziale Arbeit – Sozialpolitik – Handlungskompetenz – Ressourcen – Spiritualität

Soziale Arbeit als Agens der Politik? Wer hätte da nicht Zweifel. Treibende Kräfte sind doch gewöhnlich andere, vorzugsweise ökonomische Interessen. Ob eine Repolitisierung der Sozialarbeit das ändern könnte, wie Lallinger und Rieger (2007) mutmaßen, ist eine offene Frage. Vermutlich steht die bei Sozialarbeitstagungen versammelte sozialpolitische – bestimmt aber die sozialwissenschaftliche – Kompetenz im umgekehrten Verhältnis zur sozialpolitischen Potenz. Bei Politikern und Politikerinnen dürfte das Gegenteil zutreffen. Was also läge näher, als die Expertise der Sozialen Arbeit für die Gestaltung des Sozialen zu nutzen – über die Sozialpolitik hinaus? Ich will dazu – fragmentarisch – vier Aspekte ansprechen: Die Wahrnehmung sozialer Probleme, Schwierigkeiten der Sozialpolitik, Fallstricke des Sozialstaats und – Spiritualität als Ressource.

Professor Dr. Albert Mühlum, Dipl.-Sozialwissenschaftler, lehrte Sozialpolitik und Sozialarbeitswissenschaft an der SFH Hochschule Heidelberg. Privatanschrift: Hauptstraße 58, 64625 Bensheim E-Mail: a.muehlum@t-online.de

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S. 327

DZI-Kolumne

S. 332-339

Fälle in der Falle – Reflexionen zur Konstruktion von Aussichtslosigkeit in der Suchthilfe
Chronisch alkoholkranke Menschen in der Klinischen Sozialarbeit
Uta Maria Walter; Michael Gollnow, Berlin
Schlagworte: Alkoholkranker – Therapie – Suchtkrankenfürsorge – Methode – Wirkung – Aussichtslosigkeit

Klinische Sozialarbeit ist eine Fachsozialarbeit, die sich dem bio-psychosozialen Ansatz in Verständnis und Bearbeitung gesundheitsspezifischer Probleme verschreibt. Dieser Beitrag setzt sich mit den Grundlagen des „client-directed“-Ansatzes (Duncan u.a. 2004) auseinander. Dieser Ansatz räumt den inneren und äußeren Bezugssystemen von Klienten und Klientinnen sowie ihren eigenen Theorien über die Veränderung ein beziehungsleitendes Primat ein, denn dort, wo professionelle Konventionen und Ideen einseitig die helfende Beziehung bestimmen, droht die Konstruktion „aussichtsloser“ Fälle. Anhand jahrelanger Praxis im Bereich der Suchthilfe mit chronisch alkoholabhängigen Menschen reflektiert Co-Autor Michael Gollnow exemplarisch die von Duncan u.a. benannten vier Wege in die Konstruktion von Aussichtslosigkeit und illustriert den heuristischen Wert einer Rekonstruktion von Zuschreibungen wie „Aussichtslosigkeit“ als Ausdruck professioneller Hindernisse im Beziehungsprozess.

Professor Dr. Uta Maria Walter, Dipl.-Sozialarbeiterin (MSW, Ph.D), hat eine Professur für Theorien und Methoden Sozialer Arbeit an der Alice Salomon Hochschule Berlin, Alice-Salomon-Platz 5, 12627 Berlin, E-Mail: uta.walter@yahoo.de

Michael Gollnow, Dipl.-Sozialpädagoge, arbeitet als stellvertretender Einrichtungsleiter eines Wohnhauses für chronisch psychisch kranke Menschen bei der Pinel GgmbH, Dominicusstraße 5-9, 10823 Berlin, E-Mail: ms-gallnow@arcor.de

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S. 339-346

Das Förderzentrum in der Gemeinde in Israel
Ein kompensatorisches Umfeld für benachteiligte Schüler und Schülerinnen
Istifan Maroon, Haifa/Israel
Schlagworte: Benachteiligter Jugendlicher – Schüler – Fördermaßnahme – Intervention – Förderzentrum – Israel

Gemeindeorientierte Wohlfahrtsdienste und Bildungsinstitutionen in Israel haben in den letzten Jahren auf eine Gruppe aufmerksam gemacht, die besonders benachteiligt ist: Schulkinder aus schwierigen Familienverhältnissen. Die Studie, über die im vorliegenden Artikel berichtet wird, hat die Arbeit von Förderzentren und deren Einfluss auf Schüler, Schülerinnen und Eltern untersucht. Die Untersuchungsergebnisse bestätigen den Bedarf für eine solche Einrichtung sowie den positiven Beitrag, den sie für das Wohlergehen der Kinder zu leisten vermag. Es hat sich herausgestellt, dass das Zentrum die schulischen Fertigkeiten ebenso unterstützt und fördert wie die soziale Kompetenz und die kognitiven Fähigkeiten.

Dr. Istifan Maroon, Sozialarbeiter (Ph.D) und Supervisor, ist Lecturer for Education an der Haifa University, Faculty of Education, Haifa 31905/Israel, E-Mail: istifanm@yahoo.com

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S. 346-350

Lebenswelten im demographischen Wandel
Intergenerative Biographiearbeit, eine zukunftsweisende Dimension in der Sozialen Arbeit
Brigitte Jürjens, Berlin
Schlagworte: Alter Mensch – Demographie – Lebenswelt – Ausbildung – Soziale Arbeit – Befragung – Altenhilfe – Zeitzeuge

In den Jahren 2004 bis 2008 führte die Autorin in jedem Semester ein Seminar zu dem Thema „Lebenswelten im demographischen Wandel“ an der Evangelischen Fachhochschule Berlin durch. Die Motivation zu diesem Thema, die didaktischen wie die inhaltlichen Herausforderungen sowie die Erfahrungen und Ergebnisse werden in diesem Beitrag beschrieben. Ziel ist es, die Lesenden zum einen auf die Implementierung der Thematik im Kontext der Ausbildung von Sozialarbeitern und Sozialarbeiterinnen und zum anderen auf die Verankerung methodischer und inhaltlicher Ansätze als Kompetenz in der professionellen Sozialen Arbeit aufmerksam zu machen.

Professor Brigitte Jürjens, Dipl.-Sozialarbeiterin und Dipl.-Ingenieurin (Architektur), hat einen Lehrstuhl für Sozialarbeit an der Evangelischen Fachhochschule Berlin, Teltower Damm 118-122, 14167 Berlin, E-Mail: juerjens@evfh-berlin.de

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S. 351-355

Rundschau

S. 355

Tagungskalender

S. 356-359

Bibliographie

S. 360-364

Verlagsbesprechungen

S. 364

Impressum

Heft 10

Heft 11-12