2009

Bitte klicken Sie auf die Heftnummer, um zum Inhaltsverzeichnis zu gelangen.

Heft 1

Heft 2

Heft 3

Heft 4

Heft 5

Heft 6

Heft 7

Heft 8

Heft 9

Heft 10

S. 366-373

Alice Salomon und Hannah Arendt
Handlungsmodelle im Vergleich zweier Frauenbiographien
Edith Bauer, Berlin
Schlagworte: Handlungskompetenz – Soziale Arbeit – Politik – historische Entwicklung – Gender – Frauenberuf – Salomon, Alice – Arendt, Hannah

Sozialarbeit hat im frühen 20. Jahrhundert den Begriff der Arbeit, der zu den historischen Kategorien praktischer Philosophie gehört, neu deuten können. Sie hat Handlungsmodelle entwickelt, die sich mit Hannah Arendts Analyse menschlicher Aktivitäten als kommunikativ begreifen lassen und mit der Erweiterung politischer Handlungsmacht von Frauen auch zu einem neuen Verständnis von Familienarbeit beitrugen. Die Dichotomie von produktiver und reproduktiver Arbeit, die als marxistisches Paradigma bis heute Einfluss auf die Bewertung und Entlohnung von Frauenarbeit nimmt, ist damit folgenschwer infrage gestellt worden.

Dr. Edith Bauer ist Germanistin und Philosophin. Sie arbeitet als Dozentin an der Fachschule für Sozialpädagogik, Oberlin-Seminar und als Lehrbeauftragte an der Alice Salomon Hochschule Berlin. Privatanschrift: Winterfeldtstraße 56, 10781 Berlin, E-Mail: bauer@ash-berlin.eu

Artikel bestellen (3,00 €)

(die PDF-Datei wird innerhalb eines Werktages per E-Mail zugeschickt)

S. 367

DZI-Kolumne

S. 374-381

Reflexionen zu Adornos „Erziehung nach Auschwitz“
... ob die Bereitschaft zum Unsäglichen fortwest?
Johannes Vorlaufer, Wien/Österreich
Schlagworte: autonomes Verhalten – Erziehung – Nachkriegszeit – Humanismus – Philosophie – Adorno, Theodor – Kant, Immanuel

Im Zentrum dieses Artikels steht Adornos Vortrag „Erziehung nach Auschwitz“ aus dem Jahr 1966. Darin verficht Adorno seine Forderung, dass Auschwitz sich nicht wiederhole, und setzt damit Kants Aufklärungspathos nach einer Emanzipation des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit, das heißt Autonomie, in einen neuen geschichtlichen Kontext. Dieser Möglichkeit wird im Hinblick auf Soziale Arbeit nachgedacht.

Professor Dr. Johannes Vorlaufer ist Philosoph und lehrt Sozialphilosophie, Ethik, Wissenschaftstheorie, Sozialinformatik und Interdisziplinäre Fallanalyse an der Fachhochschule Campus Wien, Department Soziale Arbeit, Favoritenstraße 226, 1100 Wien/Österreich, E-Mail: johannes.vorlaufer@fh-campuswien.ac.at

Artikel bestellen (3,00 €)

(die PDF-Datei wird innerhalb eines Werktages per E-Mail zugeschickt)

S. 381-389

Beziehung als Methode in der Sozialen Arbeit
Ein Widerspruch in sich?
Harald Ansen, Hamburg
Schlagworte: Klient-Beziehung – Methode – Soziale Arbeit – Beziehung – Einzelfallhilfe – Pädagogik – Nohl, Herman

In dem Beitrag werden die Möglichkeiten erörtert, Beziehungen zur Klientel der Sozialarbeit methodisch reflektiert zu gestalten. Hierbei muss eine Gratwanderung zwischen einer naturwüchsigen Beziehung und dem methodischen Vorgehen bewältigt werden. Hinweise für den Aufbau einer beruflichen Beziehung in der Sozialarbeit werden dem Pädagogischen Bezug nach Herman Nohl, ausgewählten Klassikern der Sozialen Einzelhilfe wie Felix Biestek, Helen H. Perlman und Ruth Bang sowie der aktuellen Methodenliteratur entnommen. Die Zusammenführung dieser unterschiedlichen Ansätze unterstützt den professionellen Prozess des Beziehungsaufbaus in der beruflichen Praxis.

Professor Dr. Harald Ansen ist Dipl. Sozialpädagoge und lehrt Theorien und Methoden der Sozialen Arbeit an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg, Fakultät Wirtschaft und Soziales, Department Soziale Arbeit, Saarlandstraße 30, 22303 Hamburg, E-Mail: ansen@sphaw-hamburg.de

Artikel bestellen (3,00 €)

(die PDF-Datei wird innerhalb eines Werktages per E-Mail zugeschickt)

S. 389-394

Anerkennung und Teilhabe
Leitbegriffe zur Vermeidung und Überwindung von gesellschaftlicher Exklusion Erwachsener
Claudia Steckelberg, Berlin
Schlagworte: soziale Ausgrenzung – Definition – Wohnungsloser – Fallbeschreibung – Integration – Teilhabe – Soziale Arbeit

Der Artikel beschäftigt sich mit der Frage, wie Soziale Arbeit methodisch auf die soziale Exklusion erwachsener Menschen reagieren sollte. Exklusion wird dabei als interaktiver Prozess begriffen, der durch professionelles Handeln seitens der Sozialen Arbeit beeinflusst werden kann. Die Integration, die allzu häufig unhinterfragt als Lösung für das Problem der Exklusion gilt, ist in einer diskurstheoretischen Perspektive kritisch zu reflektieren. In Abgrenzung dazu wird die Bedeutung von Anerkennung und Teilhabe als Leitbegriffe der Exklusionsvermeidung und -überwindung begründet und praxisnah methodisch konkretisiert.

Dr. Claudia Steckelberg ist Dipl.-Sozialpädagogin und lehrt als Gastdozentin über Zielgruppen und Organisationen der Sozialen Arbeit an der Alice Salomon Hochschule Berlin, Alice-Salomon-Platz 5, 12627 Berlin, E-Mail: steckelberg@ash-berlin.eu

Artikel bestellen (3,00 €)

(die PDF-Datei wird innerhalb eines Werktages per E-Mail zugeschickt)

S. 395-398

Rundschau

S. 398

Tagungskalender

S. 399-401

Bibliographie

S. 402-404

Verlagsbesprechungen

S. 404

Impressum

Heft 11-12