2010

Bitte klicken Sie auf die Heftnummer, um zum Inhaltsverzeichnis zu gelangen.

Heft 1

Heft 2

S. 42-50

Neue Anforderungen an das Jugendamt durch das Familienverfahrensgesetz
Winfried Flemming, Berlin
Schlagworte: Familiengericht – Jugendamt – Verfahrensrecht – Verfahrenspfleger – Kooperation – Kindeswohl

Durch das Gesetz zur Reform des Verfahrens in Familiensachen (FamFG) tritt eine entscheidende Veränderung im Verhältnis zwischen Jugendamt und Familiengericht ein: Jugendhilfe und Familiengericht werden in verschiedenen Rollen in der Ausgestaltung einer Verfahrenspartnerschaft in eine Verantwortungsgemeinschaft gesetzt. Die Fachkräfte des Jugendamtes sind im Familiengerichtsverfahren als Verhandlungspartner auf Augenhöhe eingeladen. Das Jugendamt ist aufgefordert, die richterliche Autorität zu nutzen, um so die Voraussetzungen und die Rahmenbedingungen für seine Arbeit zu sichern. Beide Institutionen treten in ein Verhältnis der gegenseitigen Wechselwirkung ein. Keiner kommt ohne den anderen zum Ziel.

Winfried Flemming ist als Referent bei der Senatsverwaltung für Bildung,Wissenschaft und Forschung in Berlin für die interdisziplinäre Zusammenarbeit im Familiengerichtsverfahren zuständig. SenBWF, Otto-Braun-Str. 27, Berlin, E-Mail:winfried.flemming@senbwf.berlin.de

Artikel bestellen (3,00 €)

(die PDF-Datei wird innerhalb eines Werktages per E-Mail zugeschickt)

S. 43

DZI-Kolumne

S. 50-58

Kindesvernachlässigung
Probleme, Ausmaß und Gegenstrategien
Annette Frenzke-Kulbach, Schwerte
Schlagworte: Kindesmisshandlung – Vernachlässigung – Prävention – Kindeswohl – Jugendhilfe – Gesundheitswesen

Der Vernachlässigung von Kindern ist in der Vergangenheit weniger Aufmerksamkeit geschenkt worden als der körperlichen oder sexuellen Kindesmisshandlung. Die bekannt gewordenen Fälle zeigen jedoch, dass Kindesvernachlässigung die häufigste Form der Kindesmisshandlung darstellt. Strategien der Hilfen weisen einerseits auf die Notwendigkeit einer guten Kooperation aller beteiligten Stellen hin. Andererseits gibt es Hinweise auf die Wirksamkeit von Präventionsprogrammen besonders bei der Risikogruppe der Kinder unter drei Jahren. Schließlich zeigen gerade diese Programme die Wichtigkeit der Zusammenarbeit zwischen den Systemen der Kinder- und Jugendhilfe und dem Gesundheitswesen.

Dr. Annette Frenzke-Kulbach, Dipl.-Sozialarbeiterin und Dipl.-Sozialtherapeutin, arbeitet als Fachdienstleiterin „Soziale Dienste“ beim Märkischen Kreis. Privatanschrift: Dieckerhofsweg 42, 58239 Schwerte, E-Mail: frenzke-kulbach@gmx.de

Artikel bestellen (3,00 €)

(die PDF-Datei wird innerhalb eines Werktages per E-Mail zugeschickt)

S. 58-64

Beratung Jugendlicher aus der sozialen Unterschicht
Winfried Noack, Friedensau
Schlagworte: Jugendberatung – benachteiligter Jugendlicher – Unterschicht – Methode – Sprache – Klient-Beziehung

Die Beratung von Jugendlichen der Unterschicht weist verschiedene Schwierigkeiten auf, weil ein elaborierter Sprachcode der Mittel- und Oberschicht dem restringierten der Unterschicht gegenübertritt. Häufig scheitern diese Jugendlichen an der Schule, da ihnen die gehobene Sprache und das damit verbundene Weltbild unverständlich bleiben. Die Wahrnehmung der sozialen Welt durch Sprache, die Denkschemata, die diese Welt interpretieren, und die Handlungsschemata bilden jeweils einen Habitus einer Sozialperson heraus, der schichtspezifisch geprägt ist. Darum scheitern die meisten von der Mittelschicht entwickelten Beratungssysteme bei der Anwendung im Kontext der Unterschicht. Die Individualpsychologie Alfred Adlers eignet sich besonders gut für die Beratung von Jugendlichen der Unterschicht, da er sich unter anderem auch von Erfahrungen mit der Arbeiterklasse leiten ließ. Des Weiteren bietet sich Wilfried Bions Container-Containment-Modell für die Beratung von ökonomisch benachteiligten Jugendlichen an.

Professor em. Dr. Winfried Noack lehrt am Institut für integrierte Kinder-, Jugend- und Erwachsenenarbeit, Abt. für Sozialpädagogik und Sozialdiakonie der Theologischen Hochschule Friedensau, In der Ihle 2a, 39281 Friedensau, E-Mail: winfried.noack@thh-friedensau.de

Artikel bestellen (3,00 €)

(die PDF-Datei wird innerhalb eines Werktages per E-Mail zugeschickt)

S. 64-70

Kinder- und Jugendarbeit im sozialen Raum
Über die Gestaltung und Vernetzung sozialer Nahräume
Christian Spatscheck, Bremen
Schlagworte: Jugendarbeit – Sozialraum – Lebensbedingungen – Wirkung – Methode – Vernetzung

In diesem Text werden aktuelle Perspektiven einer sozialräumlich verorteten Kinder- und Jugendarbeit dargestellt. Angesichts neuerer gesellschaftlicher Entwicklungslinien werden vor allem fünf zentrale Herausforderungen für die Gestaltung von positiven Bedingungen des Aufwachsens junger Menschen deutlich. Durch eine sozialräumliche Ausrichtung können diese Herausforderungen aufgegriffen und gestaltet werden. Damit könnte Kinder- und Jugendarbeit noch klarer zu einem Akteur innerhalb einer Perspektive sozialer Entwicklung verortet werden.

Prof. Dr. Christian Spatscheck, Dipl.-Pädagoge und Dipl.-Sozialarbeiter, lehrt Theorien und Methoden der Sozialen Arbeit an der Hochschule Bremen, Fakultät Gesellschaftswissenschaften, Neustadtswall 30, 28199 Bremen, E-Mail:christian.spatscheck@hs-bremen.de

Internet: www.christian-spatscheck.de
Artikel bestellen (3,00 €)

(die PDF-Datei wird innerhalb eines Werktages per E-Mail zugeschickt)

S. 71-74

Rundschau

S. 74

Tagungskalender

S. 75-77

Bibliographie

S. 78-80

Verlagsbesprechungen

S. 80

Impressum

Heft 3

Heft 4/5

Heft 6

Heft 7

Heft 8

Heft 9

Heft 10

Heft 11

Heft 12