2011

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Heft 9

Heft 10/11

S. 362-363

Editorial

S. 363

DZI-Kolumne

S. 364-371

Armut – Vom Ringen um Definitionen und Messregeln
Susanne Gerull, Berlin
Schlagworte: Armut - Definition - Messung - Sozialarbeit - Strategie - Wissen

Es gibt viele unterschiedliche und einander teilweise widersprechende Definitionen von Armut, deren Messung bisweilen undurchsichtigen und fragwürdigen Methoden unterliegt. Doch nur über transparente Definitionen und Messregeln kann eine integrierte Sozialberichterstattung entwickelt werden, aus der heraus politische und sozialarbeiterische Strategien zur Bekämpfung von Armut erarbeitet und umgesetzt werden können. Der Artikel vermittelt das notwendige Wissen, um sich in diese Diskussion einschalten zu können.

Prof. Dr. Susanne Gerull, Dipl.-Sozialarbeiterin und Dipl.-Sozialpädagogin (FH), lehrt Theorie und Praxis der Sozialen Arbeit mit den Schwerpunkten Armut, Arbeitslosigkeit, Wohnungslosigkeit und niedrigschwellige Sozialarbeit an der Alice Salomon Hochschule Berlin, Alice-Salomon-Platz 5, 12627 Berlin, E-Mail: mail@susannegerull.de

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S. 371-378

Ein kaum lösbares Dilemma für die Soziale Arbeit
Armut ist zwar ein Skandal, aber funktional
Christoph Butterwegge, Köln
Schlagworte: Soziale Arbeit - Armut - Gesellschaft - Macht - Sozialstaat

Der Beitrag beleuchtet den Begriff der Armut und untersucht die politische Dimension ihrer unterschiedlichen Erscheinungsformen in der bundesrepublikanischen Gesellschaft. Der Autor belegt die Systemimmanenz von Armut und zeigt dadurch die Notwendigkeit einer (Re-)Politisierung Sozialer Arbeit.

Prof. Dr. Christoph Butterwegge lehrt Politikwissenschaft an der Universität zu Köln, Humanwissenschaftliche Fakultät, Gronewaldstraße 2, 50931 Köln, E-Mail: http://www.christophbutterwegge.de/kontakt.php
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S. 378-383

Ressourcenorientierung
Kritisch-konstruktive Reflexion über einen Paradigmenwechsel sozialprofessionellen Handelns
Axel Bohmeyer, Berlin
Schlagworte: Sozialarbeiter - Handlungskompetenz - Klient - Ressourcen - Empowerment

Sozialprofessionelles Handeln wird in jüngerer Zeit zunehmend an den Ressourcen der Adressaten und Adressatinnen Sozialer Arbeit ausgerichtet: Deren Fähigkeiten, Kompetenzen und Potenziale sollen gefördert und genutzt werden. Hiermit wird eine Abkehr vom defizitbehafteten Blick auf die Problemlagen von Klientinnen und Klienten behauptet. Eine kritische Reflexion dieser in pädagogischen beziehungsweise sozialarbeitswissenschaftlichen Diskursen populären Ressourcenorientierung zeigt aber, dass eine Abgrenzung von den Defiziten im Zusammenhang sozialprofessionellen Handelns keineswegs trennscharf vorzunehmen ist.

Prof. Dr. Axel Bohmeyer ist Geschäftsführer des Berliner Instituts für christliche Ethik und Politik (ICEP) und lehrt Erziehungswissenschaften an der Katholischen Hochschule für Sozialwesen Berlin, Köpenicker Allee 39-57,10318 Berlin, E-Mail: axel.bohmeyer@khsb-berlin.de

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S. 384-391

Welfare Queens und altrömische Verhältnisse
Die Stigmatisierung Erwerbsloser in den USA und Deutschland
Volker Eick, Berlin
Schlagworte: Stigmatisierung - Arbeitsloser - Armut - Ländervergleich - USA - BRD

Mit der „Welfare Reform“ von 1996 wurde in den USA ein System etabliert, das einen Wandel von der Bekämpfung der Armut zur Bekämpfung der Armen radikalisierend institutionalisierte und mit den Hartz-Gesetzen der Jahre 2003 bis 2005 auch in Deutschland seinen Niederschlag fand. Damit sind Herausforderungen für die staatliche und nicht-staatliche Sozialarbeit in der gesellschaftspolitischen Auseinandersetzung und in der praktischen Arbeit verbunden, die mit Schwerpunkt auf die Dämonisierung und Moralisierung von Armut und Erwerbsarbeit in Debatten und Programmen in beiden Ländern analysiert werden.

Volker Eick ist Politikwissenschaftler und arbeitet am Fachbereich Rechtswissenschaft des Zentrums für Europäische Rechtspolitik der Universität Bremen, Universitätsallee GW1, 28359 Bremen, E-Mail: eickv@zedat.fu-berlin.de

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S. 391-396

Armut und Gesundheit
Thomas Lampert, Berlin
Schlagworte: Armut - Gesundheit - soziale Ungleichheit - soziale Gerechtigkeit - Gesundheitsförderung - Gesundheitspolitik

Auch in einem reichen Land wie Deutschland lässt sich ein Zusammenhang zwischen der sozialen und gesundheitlichen Lage feststellen. Personen, die in Armut leben, sind häufiger von Krankheiten und Beschwerden betroffen und haben eine weitaus geringere Lebenserwartung. In einer Gesellschaft, die auf dem Grundsatz der sozialen Gerechtigkeit und des sozialen Ausgleichs aufbaut, resultiert daraus ein erheblicher politischer Handlungsdruck. Die Verringerung der sozialen Ungleichheit der Gesundheitschancen kann dabei nicht alleinige Aufgabe der Gesundheitspolitik sein, sondern betrifft auch andere Handlungsfelder wie zum Beispiel die Arbeitsmarkt-, Bildungs-, Familien- und Sozialpolitik.

Dr. Thomas Lampert, Dipl.-Soziologe, ist stellvertretender Leiter des Fachgebiets Gesundheitsberichterstattung des Robert Koch-Instituts, General- Pape-Straße 62, 12101 Berlin, E-Mail: lampert.reif@googlemail.com

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S. 397-404

Verwundbarkeit und Erschöpfung von Kindern und Familien
Ronald Lutz, Erfurt
Schlagworte: Familiensituation - Kind - Armut - soziale Benachteiligung - soziale Ausgrenzung

In Deutschland breiten sich seit Jahren wachsende Verunsicherung, Benachteiligung und Lebenslagen in Armut aus. Diese Armut bewegt sich seit Langem auf einem hohen Niveau: Eine wachsende Zahl von Familien, die ich als verwundbar und schließlich als erschöpft bezeichne und die sich in ihrer Armut „einrichten“, können ihren Kindern immer weniger Stärke und Lebenschancen vermitteln. Sie zeigen ihnen durch ihren Umgang mit Armut, wie man sich in benachteiligten Lebenslagen zu verhalten hat. Dies kann bereits im Kindesalter zu einem dauerhaften Ausschluss aus der Gesellschaft führen und soll mit den Begriffen „Verwundbarkeit“ und „Erschöpfung“ dargestellt werden.

Prof. Dr. Ronald Lutz ist Soziologe (M.A.) und lehrt zu dem Fachgebiet „Menschen in besonderen Lebenslagen“ der Fakultät Sozialwesen der Fachhochschule Erfurt, Altonaer Straße 25, 99085 Erfurt, E-Mail: lutz@fh-erfurt.de

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S. 405-413

Armutsberichterstattung
Kommunale Sozialpolitik, Sozialplanung und Soziale Arbeit in Karlsruhe
Martin Lenz, Karlsruhe
Schlagworte: Armut - Bericht - Kommunalpolitik - Sozialpolitik - Sozialplanung - Soziale Arbeit - Kooperation - Praxis

Die Stadt Karlsruhe blickt auf zwei Jahrzehnte Armutsberichterstattung zurück. Soziale Arbeit, Sozialplanung und Sozialpolitik müssen kooperieren, soll Armut auch praktisch wirksam bekämpft werden. Karlsruhe ist eine Großstadt mittlerer Größe, die die Polarisierung von Arm und Reich wie viele andere Kommunen in Deutschland abbildet. Zwei Schwerpunkte der Armutsbekämpfung werden näher beleuchtet: Kinderarmut und Wohnungsnot.

Dr. Martin Lenz, Dipl.-Pädagoge, ist Bürgermeister und Sozialdezernent der Stadt Karlsruhe, Rathaus am Marktplatz, 76124 Karlsruhe, E-Mail: dez3@karlsruhe.de

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S. 413-415

Das Europäische Jahr aus der Sicht der Nationalen Armutskonferenz
Impulse für die Soziale Arbeit?
Alexander Dietz; Wolfgang Gern, Frankfurt am Main
Schlagworte: Freie Wohlfahrtspflege - Selbsthilfeorganisation - Armut - Soziale Arbeit - Nationale Armutskonferenz

Die Nationale Armutskonferenz ist ein Zusammenschluss der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege, bundesweit tätiger Fachverbände und Selbsthilfeorganisationen, der Kirchen und des Deutschen Gewerkschaftsbundes. Sie gründete sich im Jahr 1991 als deutsche Sektion des europäischen Armutsnetzwerkes „European Anti Poverty Network“. Ziel der Zusammenarbeit ist es, Armut zu überwinden beziehungsweise die Selbsthilfeansätze der von Armut betroffenen oder bedrohten Menschen zu unterstützen.

Dr. Wolfgang Gern war von 2007 bis 2011 Sprecher der Nationalen Armutskonferenz und ist Vorstandsvorsitzender des Diakonischen Werks in Hessen und Nassau (DWHN), Ederstraße 12, 60486 Frankfurt am Main, E-Mail: wolfgang.gern@dwhn.de

Dr. Alexander Dietz ist Privatdozent für Systematische Theologie an der Universität Heidelberg und Referent für Ethik, Sozialpolitik und Gemeinwesenarbeit im Diakonischen Werk in Hessen und Nassau (DWHN), Ederstraße 12, 60486 Frankfurt am Main, E-Mail: alexander.dietz@dwhn.de

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S. 416-422

Armut, Elend und die Frage nach dem Lebensnotwendigen
Impulse für die Soziale Arbeit?
Johannes Vorlaufer, Wien
Schlagworte: Philosophie - Soziale Arbeit - Armut - Menschenwürde - Mangel

Im Kontext der Erforschung von Armut durch die Sozialwissenschaften und des Bemühens, Armut durch die Soziale Arbeit zu bewältigen, geht der philosophierende Beitrag einen Schritt zurück, um die Sprache der Armut zu hören. Er stellt die Frage nach dem Lebensnotwendigen und nach einer Überwindung des vorherrschenden Menschenbildes als eines unendlich bedürfnisgetriebenen homo oeconomicus. Darüber hinaus wird untersucht, ob es nicht die sichtbare Armut ist, die uns den Selbstentwurf des Menschen als ein von Mangel getriebenes Wesen zumutet, und ob nicht hierdurch eine Not begründet wird, die zu wenden die Ökonomie nicht nur nicht in der Lage ist, sondern verfestigt. Vielleicht ist der tiefste Anspruch der Armut der, dem eigentlichen Anspruch unseres Wesens zu entsprechen.

Prof. Dr. Johannes Vorlaufer ist Philosoph und lehrt Sozialphilosophie, Ethik, Wissenschaftstheorie, Sozialinformatik und Interdisziplinäre Fallanalyse an der Fachhochschule Campus Wien, Diplomstudiengang Sozialarbeit im städtischen Raum, Favoritenstraße 226, 1100 Wien/Österreich, E-Mail: johannes.vorlaufer@fh-campuswien.ac.at

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S. 423-430

Rundschau

S. 427-428

Tagungskalender

S. 431-435

Bibliographie

S. 436-440

Verlagsbesprechungen

S. 436-440

Impressum

Heft 12