2012

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Heft 2

Heft 3

Heft 4

Heft 5

Heft 6

Heft 7

Heft 8

Heft 9/10

S. 322-323

Editorial

S. 323

DZI-Kolumne

S. 324-325

Ingrid Stahmer zum Geburtstag
Christine Labonté-Roset, Berlin

S. 326-332

Berufsgeschichte oder Professionsgeschichte?
Von der ehrenamtlichen Fürsorge zur professionellen Sozialen Arbeit
Albert Mühlum, Bensheim
Schlagworte: Soziale Arbeit - Fürsorge - Berufsbild - Sozialgeschichte - Professionalisierung - Handlungskompetenz

Die gut 100-jährige Berufsgeschichte der Sozialen Arbeit kann in den letzten Jahrzehnten durchaus als Geschichte der Professionalisierung gelesen werden. Zwar gibt es keinen durchgängigen „roten Faden“ dieser Entwicklung, das verhindern schon die gesellschaftlich- historischen Verwerfungen des 20. Jahrhunderts, nachweisbar sind aber Etappen auf dem Weg zu einer Höherqualifizierung, die auch professionssoziologische Kriterien erfüllt. Der Gliederung des Beitrags liegt ein Verständnis von Profession als exklusiver Berufsform, von Professionalisierung als Prozess der Etablierung einer Profession und von Professionalität als spezifischem Berufshandeln „unter hochkomplexen wie auch paradoxen Handlungsanforderungen“ zugrunde.

Professor Dr. phil. Albert Mühlum, Dipl.-Sozialwissenschaftler, lehrte Sozialpolitik und Sozialarbeitswissenschaft an der SRH-Hochschule Heidelberg und war Lehrbeauftragter der Universität Heidelberg. Er ist Sprecher der Sektion Klinische Sozialarbeit der DGSA. E-Mail: a.muehlum@t-online.de

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S. 332-337

Die Professionalisierung der Sozialen Arbeit
Die Verbände der Freien Wohlfahrtspflege
Manfred Thuns, Berlin
Schlagworte: Freie Wohlfahrtspflege - Soziale Arbeit - Professionalisierung - Wohlfahrtsverband - Diagnostik - ökonomische Faktoren

Die Wurzeln der Freien Wohlfahrtspflege liegen in gesellschaftlichen Transformationsprozessen, in deren Verlauf Ausgrenzung, Krankheit und Elend zu zentralen Herausforderungen an ethische Prinzipien wurden. Im Rahmen des gesellschaftlichen Fortschritts entwickelten sich in der Wohlfahrt professionelle Leistungen, die nicht mit ökonomischen Anforderungen vereinbar waren. Die Freie Wohlfahrtspflege muss den heuristischen Zugang zu ihren Anfängen profilieren, um die Legitimation ihrer Anwaltschaft für sozial benachteiligte und kranke Menschen nachhaltig zu behaupten.

Dr. Manfred Thuns ist Leiter des Kompetenzzentrums für Fachberatung und Entwicklung sozialer Projekte im Caritasverband für das Erzbistum Berlin und Vorsitzender der Liga der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege im Land Brandenburg. E-Mail: m.thuns@caritas-berlin.de

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S. 338-346

Studium und Praxis Sozialer Arbeit
Zwei Seiten einer Medaille?
Elke Kruse, Düsseldorf
Schlagworte: Soziale Arbeit - Professionalisierung - Funktion - Handlungskompetenz - Klient - Kreativität

Der Beitrag thematisiert die Entwicklungen im Ausbildungssystem der Sozialen Arbeit vor allem des vergangenen Jahrzehnts. Es wird nach den Auswirkungen von Veränderungen in der Ausbildung auf die Praxis und nach den Anforderungen der Praxis an die Ausbildung gefragt. Der Fokus liegt auf Fragen der professionellen Identität der Fachkräfte in der Sozialen Arbeit und der Basis ihres Handelns angesichts aktueller Herausforderungen. An diesen Beispielen werden Hürden und Chancen des Professionalisierungsprojekts Soziale Arbeit aufgezeigt.

Prof. Dr. Elke Kruse, Dipl.-Pädagogin und Dipl.- Sozialpädagogin, lehrt Erziehungswissenschaft und leitet den Bachelorstudiengang Pädagogik der Kindheit und Familienbildung an der Fachhochschule Düsseldorf. E-Mail: elke.kruse@fh-duesseldorf.de

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S. 347-354

Profession gegen Disziplin?
Forderungen der Praxis an die Berufsausbildung
Michael Leinenbach, Saarbrücken
Schlagworte: Berufsausbildung - Sozialarbeiter - Berufsverband - Professionalisierung - Politik - Definition - international

Der Beitrag beschreibt die Position des Deutschen Berufsverbandes für Soziale Arbeit e.V. (DBSH) zu den Anforderungen der sozialarbeiterischen Praxis an die Berufsausbildung von Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern. Hierbei wird auch auf die Einführung eines Berufsgesetzes und eines verpflichtenden Berufsregisters eingegangen.

Michael Leinenbach ist Dipl.-Sozialarbeiter und Dipl.-Sozialpädagoge. Er ist Vorsitzender des Deutschen Berufsverbandes für Soziale Arbeit e.V., Rungestraße 22-24, 10179 Berlin, Tel.: 030/40 05 40 12, E-Mail: info@dbsh.de

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S. 354-361

Die professionelle Identität beim Übergang in die Praxis
Svenja Lattwein, Berlin

Im Fokus dieses Beitrages, dessen Grundlage eine exemplarische qualitative Erhebung mittels leitfadengestützter Interviews mit Studierenden der Sozialen Arbeit ist, stehen angehende Fachkräfte wenige Wochen vor Ende ihres Studiums und an der Schwelle zur Auseinandersetzung mit den Strukturtatsachen der Sozialen Arbeit. Diese Gruppe ist von besonderem Interesse, da bereits Studierende sich mit einem Bild ihres zukünftigen Berufsstandes auseinandersetzen, das durchaus problematische Aspekte birgt.

Svenja Lattwein, M.A., ist Sozialarbeiterin im Sozialraumbezogenen Dienst des Jugendamtes Barnim (Brandenburg) und Lehrbeauftragte an der Alice Salomon Hochschule Berlin. E-Mail: svenja.lattwein@googlemail.com

S. 361-367

Theoriegeleitetes Handeln in der Jugendhilfe
Praxiserfahrungen im Sommersemester 2011
Roswitha Bender, Wolfenbüttel
Schlagworte: Jugendhilfe - Sozialarbeiter - Berufspraxis - Studium - Berufsausbildung - Handlungskompetenz

Der Beitrag beschreibt die Erfahrungen der Autorin, die als Hochschullehrerin für ein Semester in die Praxis ging, um den Transfer von Lehrinhalten in die berufliche Anwendung Sozialer Arbeit zu erforschen. Mittels teilnehmender Beobachtungen an zwei professionell relevanten Praxisorten wurde überprüft, inwieweit auf das im Studium erworbene theoretische Wissen im unmittelbaren beruflichen Handeln zurückgegriffen wird.

Professor Dipl.-Psychologin Roswitha Bender ist Prodekanin der Fakultät Soziale Arbeit an der Ostfalia, Hochschule für angewandte Wissenschaften in Wolfenbüttel und war bis 2012 Vorstandsmitglied des Fachbereichstages Soziale Arbeit. E-Mail: r.bender@ostfalia.de

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S. 368-375

Begleiten, um sie loszuwerden
Professionelles Arbeiten mit Klientinnen und Klienten in einem Schweizer Sozialdienst
Gisela Hauss; Alan Canonica, Olten
Schlagworte: Schweiz - soziale Dienste - Sozialarbeiter - Klient-Beziehung - Kontrolle - Sozialhilfe

Der folgende Beitrag untersucht die tagtägliche Arbeit im Sozialdienst einer mittelgroßen Schweizer Stadt. Es wird aufgezeigt, wie sich die aktuellen, länderübergreifenden sozialstaatlichen Transformationen hin zu einer aktivierenden, investierenden Sozialpolitik sozusagen „on the ground“ gestalten. Hier, im Brennpunkt der politischen und öffentlichen Diskussion, steht die Soziale Arbeit in besonderem Maße im Spannungsfeld zwischen Verwaltungs- und Kontrolltätigkeiten und eigenen Ansprüchen professioneller Fallarbeit.

Prof. Dr. Gisela Hauss lehrt Theorie und Geschichte der Sozialen Arbeit mit den Schwerpunkten Erwerbslosigkeit, soziale Ungleichheiten und Gender gleichfalls an der Fachhochschule Nordwestschweiz. E-Mail: gisela.hauss@fhnw.ch

Alan Canonica, lic.phil., ist Soziologe und Historiker. Er arbeitet und promoviert als wissenschaftlicher Assistent an der Hochschule für Soziale Arbeit der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) zu den Themen aktivierende Sozialpolitik und Sozialstaat. E-Mail: alan.canonica@fhnw.ch

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S. 375-381

Wie kann sich Soziale Arbeit gegen eine „BWLisierung“ wehren?
Mechthild Seithe, Jena
Schlagworte: Ökonomische Faktoren - Soziale Arbeit - Betriebswirtschaft - Funktion - Berufspraxis - Sozialarbeiter

Die Soziale Arbeit hat sich gewaltig verändert, seitdem sie Teil des großen Ökonomisierungsprojektes geworden ist. Soziale Arbeit ist heute ein Markt wie jeder andere. Es geht um Gewinn, um Absatz, um Erfolg und Nachfrage. Es geht darum, möglichst kostengünstig möglichst viel, das heißt Sichtbares, nach außen hin Wirksames zu erreichen. Alles muss jetzt messbar sein, denn was nicht messbar ist, wird nicht finanziert. Finanziert wird außerdem nur, wenn Erfolge nachweisbar oder zu erwarten sind. Was aber als Erfolg gilt, wird nicht fachlich, sondern aus betriebswirtschaftlicher Logik abgeleitet.

Prof. Dr. Mechthild Seithe, Dipl.-Sozialarbeiterin und Dipl.-Psychologin, lehrte von 1993 bis 2011 Sozialpädagogik an der Ernst-Abbe-Fachhochschule in Jena. E-Mail: mech.seithe@gmx.de

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S. 382-388

Auf dem Weg zu einer Profession 2.0?
Das Selbstverständnis der Profession Soziale Arbeit in Österreich ist im Wandel
Peter Pantucek, St. Pölten
Schlagworte: Österreich - Soziale Arbeit - Professionalisierung - Hochschule - Weiterbildung

Eine Profession ohne abgegrenzten Zuständigkeitsbereich, ohne durchsetzbar standardisierte Ausbildung und ohne Struktur der Selbstverwaltung muss nicht einflusslos sein und kann, statt ihre Grenzen zu verteidigen, an der Entwicklung ihres Kerns arbeiten. Ausgehend von der österreichischen Situation wird die Rolle der Hochschulen für eine Profession Soziale Arbeit des 21. Jahrhunderts diskutiert. Weiterbildungsstudiengänge und Master mit offenen Zugängen spielen dabei nicht nur eine Nebenrolle.

Professor Mag. Dr. Peter Pantucek, Diplomsozialarbeiter, Soziologe und Supervisor, lehrt an der Fachhochschule St. Pölten und ist dort Leiter des Departments Soziale Arbeit und des Masterstudiengangs Soziale Arbeit. E-Mail: peter@pantucek.com

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S. 388-392

Rundschau

S. 389-390

Tagungskalender

S. 393-397

Bibliographie

S. 398-400

Verlagsbesprechungen

S. 400

Impressum

Heft 11

Heft 12