2019

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Heft 1

Heft 2

Heft 3

Heft 4

Heft 5/6

S. 162-163

Editorial

S. 163-171

Ordnungshüter mit und ohne Uniform?
Was polizeiliche und Soziale Arbeit verbindet und trennt
Kurt Möller, Esslingen
Schlagworte: Soziale Arbeit - Polizei - Kooperation - Professionalisierung - Prävention

Zwischen polizeilicher und professioneller Sozialer Arbeit gibt es auf den ersten Blick augenscheinliche Gemeinsamkeiten oder zumindest Ähnlichkeiten und Überschneidungen. Gleichwohl sind die jeweiligen Ausgangslagen von polizeilicher und Sozialer Arbeit deutlich unterschiedlich. Solcher Kongruenzflächen und Differenzen gilt es sich zu vergewissern, wenn nach den Möglichkeiten und den Voraussetzungen für Kooperation gefragt wird.
Professor Dr. Kurt Möller, Dipl.-Pädagoge, lehrt Theorien und Konzepte Sozialer Arbeit an der Hochschule Esslingen. Seine Arbeits- und Forschungsschwerpunkte sind unter anderem Extremismus, Pauschalisierende Ablehnungskonstruktionen und Gewalt. E-Mail: kurt.moeller@hsesslingen.de
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S. 165

DZI Kolumne

S. 171-179

Praktische Überlegungen zur Kooperation von Sozialer Arbeit und Polizei
Konstanze Fritsch, Berlin
Schlagworte: Sozialarbeit - Polizei - Praxis - berufliches Selbstverstandnis - Kooperation

Sowohl die Soziale Arbeit als auch die Arbeit der Polizei unterliegen einem Wandel. Während sich Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter immer mehr als Kontrolleure verstehen, leisten Polizistinnen und Polizisten verstärkt Beziehungsarbeit. In diesem Beitrag werden die Bedingungen von Kooperationen zwischen Fachkräften der Sozialen Arbeit und der Polizei reflektiert. Danach werden einige Beispiele von Zusammenarbeit kritisch beleuchtet.
Konstanze Fritsch, Dipl.-Pädagogin und Dipl.-Kriminologin, ist Mediatorin, Gruppentrainerin, Fachkraft für Kriminalprävention, Beraterin für Change Management und Organisationsentwicklung. Sie leitet den Geschäftsbereich „Lebenslagen, Vielfalt & Stadtentwicklung“ der Stiftung SPI Walter May und ist Lehrbeauftragte an der Evangelischen Hochschule Berlin. E-Mail: fritsch@stiftung-spi.de
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S. 180-185

Die Zusammenarbeit von Sozialer Arbeit und Polizei
Das Beispiel des Berliner Büros für Diversionsberatung und -vermittlung der Stiftung SPI
Katarina Pohle, Berlin
Schlagworte: Jugendlicher - Straftäter - Diversion - Täter-Opfer-Ausgleich - Beratungsstelle - Berlin

Im Berliner Büro für Diversionsberatung und -vermittlung werden Jugendliche und Heranwachsende beraten, die eine Straftat begangen haben. Die dort tätigen Sozialarbeiter und Sozialarbeiterinnen haben ihre Büros in den Polizeidienststellen. Die unterschiedlichen Erwartungen von Polizeibediensteten und Sozialarbeitenden, welche Reaktionen auf delinquentes Verhalten angemessen sind, die unterschiedlichen Ziele und Aufgaben der jeweiligen Berufsgruppe und die gesetzlichen berufsspezifischen Rahmenbedingungen beeinflussen die Zusammenarbeit der Professionen.
Katarina Pohle, Dipl.-Sozialpädagogin/Sozialarbeiterin (FH), LL.M. Kriminologie, ist Projektleiterin im Geschäftsbereich Lebenslagen, Vielfalt & Stadtentwicklung, Berliner Büro für Diversionsberatung und -vermittlung des Sozialpädagogischen Instituts Berlin „Walter May“, Stiftung SPI. E-Mail: pohle@stiftung-spi.de
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S. 185-195

Alles außer langweilig: Wie Linssen Law Learning Studierende für Strafrecht begeistern will
Ein Erfahrungsbericht
Ruth Linssen, Münster
Schlagworte: Strafrecht - Soziale Arbeit - Studium - Hochschule - Didaktik

Für eine gelingende Zusammenarbeit von Polizei und Sozialer Arbeit sind fundierte Rechtskenntnisse auf beiden Seiten essenziell. Dies gilt vor allem für das Strafrecht. Gleichzeitig weisen Studierende der Sozialen Arbeit wenig Affinität zu solchen Themen auf. Hier wird dargestellt, wie Strafrecht mit innovativen didaktischen Ansätzen an der Fachhochschule Münster vermittelt wird und wie erste Erfahrungen mit dem Konzept von Linssen Law Learning aussehen.
Prof. Dr. Ruth Linssen, M.A., ist Professorin für Soziologie und Recht am Fachbereich Sozialwesen der Fachhochschule Münster. Ihre Schwerpunkte sind Kriminologie und Kriminalprävention. E-Mail: linssen@fh-muenster.de
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S. 192-198

Gemeinsames Lernen für die Soziale Arbeit und die Polizei
Konstanze Fritsch, Berlin
Schlagworte: Polizei - Soziale Arbeit - Hochschule - Ausbildung - Kooperation

Polizei und Sozialarbeit sind Berufsgruppen mit zum Teil konträren rechtlichen Voraussetzungen, deren Aufgaben sich aber an einigen Punkten überschneiden. In Fällen der Überschneidung behindern oft gegenseitige Unkenntnis und Vorbehalte die Arbeit der Beteiligten. Der Beitrag beschreibt ein Beispiel aus der Hochschullehre, mit dem künftige Kooperationen beider Professionen bereits in der Berufsausbildung vorbereitet werden. Er soll dazu anregen, Studierende beider Fachrichtungen zusammenzubringen, und gibt praktische Tipps zur Seminargestaltung.
Konstanze Fritsch, Dipl.-Pädagogin und Dipl.- Kriminologin, ist Mediatorin, Gruppentrainerin, Fachkraft für Kriminalprävention, Beraterin für Change Management und Organisationsentwicklung. Sie leitet den Geschäftsbereich „Lebenslagen, Vielfalt & Stadtentwicklung“ der Stiftung SPI Walter May und ist Lehrbeauftragte an der Evangelischen Hochschule Berlin. E-Mail: fritsch@stiftung-spi.de
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S. 198-208

Sozialdatenschutz in der Kooperation von Justiz, Polizei und Jugendhilfe
Klaus Riekenbrauk, Düsseldorf
Schlagworte: Jugendgerichtshilfe - Jugendhilfe - Strafverfahren - Datenschutz - Rechtsverordnung

In der Praxis der Jugendhilfe im Strafverfahren (JuHiS/JGH) ist der Datenschutz nicht immer ausreichend bekannt. Gerade bei der Kooperation mit Polizei und Justiz sind datenschutzrechtliche Kompetenz und Sicherheit besonders gefragt. Der Beitrag erläutert die bedeutsamen Grundzüge des allgemeinen und bereichsspezifischen Sozialdatenschutzes und wirft einen Blick auf die neuen Regelungen der Datenschutz-Grundverordnung der EU sowie des damit einhergehenden novellierten Sozialdatenschutzrechts.
Professor em. Dr. Klaus Riekenbrauk ist Rechtsanwalt und war Hochschullehrer an der Hochschule Düsseldorf, Fachbereich Sozial- und Kulturwissenschaften. Er ist Vorsitzender der Brücke Köln e.V. E-Mail: klaus.riekenbrauk@hs-duesseldorf.de
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S. 208-215

Nicht ignorieren, nicht verbünden
Katharina Röggla, Wien
Schlagworte: Jugendarbeit - Polizei - Delinquenz - Konflikt - Österreich

Die offene Kinder- und Jugendarbeit und die Polizei stehen in einem Spannungsfeld. Sie arbeiten oft mit den gleichen Zielgruppen, verfolgen aber nicht dieselben Ziele. Deshalb muss eine praktikable Kommunikation in der täglichen Arbeit zwischen beiden entwickelt werden. Der Beitrag beschreibt die Situation der OKJA und des Community Policing in Wien anhand einiger Initiativen und Projektbeispiele.
Mag.a Katharina Röggla M.A. (FH) ist Kulturwissenschaftlerin, Mediatorin und Sozialarbeiterin. Sie ist in der offenen Jugendarbeit tätig und arbeitet beim Verein JUVIVO als pädagogische Leiterin. Außerdem unterrichtet sie als Lektorin an der FH Campus Wien. E-Mail: katharina.roeggla@juvivo.at
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S. 216-222

Realitätsflash: Drogenpolitik als Lernfeld für Polizei und Sozialarbeit
Michael Herzig, Zürich
Schlagworte: Polizei - Soziale Arbeit - Schweiz - Drogenabhängiger - Prävention

Der Autor blickt auf seine 16-jährige Tätigkeit in der Sucht- und Drogenhilfe der Stadt Zürich zurück. Er beschreibt Herausforderungen, Probleme und Erfolge in der Zusammenarbeit mit der Polizei. Sein Fazit: Polizei und Soziale Arbeit waren in der Schweiz fähig, soziale und rechtliche Fragestellungen gemeinsam zu lösen, sozialstrukturelle Probleme aufzuzeigen und auch unorthodoxe Lösungen im kommunalpolitischen Kontext durchzusetzen. Einen grundsätzlichen drogenpolitischen Wandel vermochte das Bündnis von Polizei und Sozialer Arbeit aber nicht einzuleiten.
Michael Herzig, Lic.phil. I/EMBA HSG, war Ende der 1990er-Jahre Drogenbeauftragter der Stadt Zürich. Später leitete er soziale und medizinische Dienste für Alkohol- und Drogenabhängige, Langzeitarbeitslose, psychisch Kranke und Sexarbeiterinnen. Seit 2015 ist er freiberuflicher Autor und Dozent für Sozialmanagement an der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften ZHAW. E-Mail: michael.herzig@zhaw.ch
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S. 222-229

Scotland’s Child Welfare and Protection System
Raymond Taylor, Glasgow
Schlagworte: Soziale Arbeit - Polizei - Kooperation - Kinderschutz - Großbritannien

Der Artikel gibt Überblick über die wesentlichen demografischen Entwicklungen in Schottland und fasst die Arbeitsweise des nationalen Kinder- und Jugendschutzes zusammen. Hierbei werden vier miteinander verbundene Aspekte der schottischen Sozialpolitik beleuchtet: Dies ist zum einen das Anhörungssystem für Kinder, zum zweiten die Aktion “Getting it Right for Every Child” sowie drittens der ganzheitliche systemische Ansatz der Jugendgerichtsbarkeit. Abschließend wird der schottische Kinderschutz unter dem Gesichtspunkt der Erfordernisse für eine effektive Zusammenarbeit zwischen Sozialer Arbeit und Polizei untersucht.
Raymond Taylor is a registered social worker and Health and Social Work Manager with one of Scotland‘s newly formed Health and Social Care Partnerships and Honorary Senior Research Fellow at the University of Strathclyde‘s School of Social Work and Social Policy. He serves on the editorial board of the Scottish Journal of Residential Child Care and is a consultant with Cornell University’s Bronfenbrenner Centre for Translational Research. E-Mail: raymond.taylor@strath.ac.uk
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S. 229-233

Rundschau

S. 231

Tagungskalender

S. 234-237

Bibliographie

S. 238-240

Verlagsbesprechungen

S. 240

Impressum

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