2020

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Heft 1

Editorial

S. 2-9

Der Familienrat als Netzwerkpotenzial im Sozialraum
Das Saarbrücker Modell
Christina Cazzini, Saarbrücken
Schlagworte: Familienarbeit - Verfahren - Jugendamt - soziales Netzwerk - Evaluation - Family Group Conference

Das Verfahren Familienrat wurde als Pilotprojekt im Regionalverband Saarbrücken eingeführt und nach Ablauf der Pilotzeit erfolgreich verstetigt. Durch einen spezialisierten Dienst mit flexiblen Arbeitszeiten ist eine große Anpassung an die Situationen von Familien möglich. Die Räte finden dann statt, wenn die betroffenen Familien Zeit haben, also weitestgehend abends und an Wochenenden. Familien zu ermächtigen und nicht zu entmachten, lautet das zentrale Ziel eines Familienrates.
Christina Cazzini, M.A. Soziale Arbeit (Sozialraumentwicklung und -organisation), Dipl.-Sozialarbeiterin/ Sozialpädagogin, ausgebildete Koordinatorin Familienrat, ist Fachcontrollerin im Jugendamt des Regionalverbandes Saarbrücken sowie wissenschaftliche Mitarbeiterin im Fachbereich Sozialwesen an der Hochschule Fulda. E-Mail: christina.cazzini@rvsbr.de
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S. 3

DZI Kolumne

S. 9-15

Zwischen Expertentum und Verantwortungsbeziehung
Eine postkoloniale Kritik Sozialer Arbeit als Menschenrechtsprofession
Emanuel John, Mülheim an der Ruhr
Schlagworte: Soziale Arbeit - Menschenrechte - Ethik - Klient-Beziehung - Kritik

Spivaks postkoloniale Kritik der Menschenrechte zeigt, dass Soziale Arbeit als Menschenrechtsprofession Unterdrückung ausüben kann, wenn sie von einem adressat*innenunabhängigen Standpunkt ausgeht. Der Autor argumentiert, dass Soziale Arbeit auch als subjektiv-ethische Verantwortungsbeziehung zu begreifen ist. Damit ist der objektive Anspruch der Menschenrechte nicht aufzugeben, sondern in Gegenrechten zu fassen, die die Bedürfnisse hilfebedürftiger Personen politisieren.
Dr. Emanuel John lehrt Ethik und interkulturelle Kompetenz an der Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung des Landes Nordrhein-Westfalen. E-Mail: emanuel.john@hspv.nrw.de
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S. 16-22

Wann ist KI ok?
Der Einsatz künstlicher Intelligenz in der Sozialen Arbeit aus ethischer Perspektive
Björn Görder, Ludwigsburg
Schlagworte: Informationstechnologie - Soziale Arbeit - Ethik - Wirkung - künstliche Intelligenz

„Künstliche Intelligenz“ eröffnet in allen Handlungsfeldern der Sozialen Arbeit neue Möglichkeiten und wird zunehmend eingesetzt (werden). Der Artikel diskutiert damit einhergehende ethische Fragen anhand der Prinzipien Schaden vermeiden, Explizierbarkeit, menschliche Autonomie und Gerechtigkeit. Darauf aufbauend werden Fragen identifiziert, die Disziplin und Profession der Sozialen Arbeit beim verantwortungsvollen Design und Einsatz „künstlicher Intelligenz“ berücksichtigen sollten.
Professor Dr. Björn Görder lehrt an der Evangelischen Hochschule Ludwigsburg Diakoniemanagement und diakonisches Leitungshandeln. E-Mail: b.goerder@eh-ludwigsburg.de
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S. 22-29

Themenzentrierte Interaktion und Positive Psychologie im Dialog
Eine Perspektivenerweiterung
Margit Ostertag; Dennis John, Nürnberg
Schlagworte: themenzentrierte Interaktion - Psychologie - Theorie - Konzeption - Vergleich - Positive Psychologie

Trotz ihrer gemeinsamen Wurzeln in der Humanistischen Psychologie haben Themenzentrierte Interaktion (TZI) und Positive Psychologie in Theorie und Praxis aktuell wenige bis keine Berührungspunkte. Die TZI hat sich stark in pädagogische Kontexte hinein entwickelt, während die Positive Psychologie deutlich wissenschaftlich-empirisch orientiert ist und forscht. Mögliche Verbindungslinien aufzugreifen und weiterzuentwickeln, eröffnet für beide Seiten eine Erweiterung der Perspektiven. So kann die TZI in Verbindung mit der Positiven Psychologie ihr breites Handlungsrepertoire um empirisch beforschte Interventionen ergänzen, während die Positive Psychologie ihren auf das Erleben und Verhalten des einzelnen Individuums konzentrierten Blick um ethische und politischgesellschaftliche Aspekte erweitern kann. Erste Denkansätze dazu werden hier entwickelt.
Professorin Dr. Margit Ostertag ist Diplom-Pädagogin (Univ.), Supervisorin und Coachin (DGSv), TZI-Lehrbeauftragte (RCI) und lehrt Soziale Arbeit und Bildungswissenschaften an der Evangelischen Hochschule Nürnberg. E-Mail: margit.ostertag@evhn.de
Professor Dr. Dennis John ist Diplom-Psychologe (Univ.), Trainer für Positive Psychologie (DACH-PP) und lehrt Psychologie an der Evangelischen Hochschule Nürnberg. E-Mail: dennis.john@evhn.de
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S. 29-33

Rundschau

S. 33

Tagungskalender

S. 34-37

Bibliografie

S. 38-40

Verlagsbesprechungen

S. 40

Impressum

Heft 2

Heft 3

Heft 5

Heft 6

Heft 4

Heft 7

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