2020

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Heft 1

Heft 2

Heft 3

S. 81

Editorial

S. 82-89

Auch Nutzer*innen spielen Theater
Teil 2
Katja Jepkens; Anne van Rießen, Düsseldorf Rebekka Streck, Berlin
Schlagworte: Rollenverhalten - Klient - Drogenarbeit - Jugendberufshilfe - Stigmatisierung

Menschen, die Soziale Arbeit nutzen (müssen), setzen sich fortwährend mit den an sie adressierten Erwartungen auseinander. Sie reagieren darauf mit einem ortsspezifischen Verhalten, indem sie ihre Rolle so darstellen, dass die Situationen Sozialer Arbeit gelingen können. Im Folgenden stellen wir Ergebnisse aus empirischen Studien dar, die insbesondere die Anforderungen an Nutzer*innen in Bezug auf Problemdarstellungen und Informationskontrolle verdeutlichen.
Katja Jepkens, M.A., ist Dipl.-Sozialpädagogin/-Sozialarbeiterin und arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Fachbereich Sozial- und Kulturwissenschaften der Hochschule Düsseldorf. E-Mail: katja.jepkens@hs-duesseldorf.de
Professorin Dr. Anne van Rießen ist Professorin für Methoden Sozialer Arbeit und Leiterin der Forschungsstelle für sozialraumorientierte Praxisforschung und -entwicklung am Fachbereich Sozial- und Kulturwissenschaften der Hochschule Düsseldorf. E-Mail: anne.van_riessen@hs-duesseldorf.de
Professorin Dr. Rebekka Streck ist Professorin für Sozialpädagogik an der Evangelischen Hochschule Berlin. E-Mail: streck@eh-berlin.de
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S. 83

DZI Kolumne

S. 89-98

Soziale Medien und Essstörungen
Zusammenhänge und Implikationen für die Soziale Arbeit
Eva Wunderer, Landshut; Maya Götz; Julia Greithanner; Eva Maslanka, München; Sigrid Borse, Frankfurt am Main; Ulrich Voderholzer, Prien am Chiemsee
Schlagworte: Essverhalten - Essstörung - Körperbild - Internet - soziale Medien

Soziale Medien nehmen Einfluss auf die Körperzufriedenheit und das Wohlbefinden junger Menschen. Erste Studien stellen auch einen Zusammenhang zu Essstörungssymptomen her. Um diesen näher zu beleuchten, wurden 143 von Essstörungen Betroffene schriftlich befragt: 77 Prozent erkennen einen Transfer von der virtuellen in ihre reale Lebenswelt, 42 Prozent einen deutlich negativen Einfluss des Internet-Postens auf ihre Essstörung. Um diesem entgegenzuwirken, gilt es, die Diversität der Körperbilder in (sozialen) Medien sowie die Medienkompetenz junger Menschen zu erhöhen. Die Soziale Arbeit kann dazu ihre Kompetenzen in der Kinder- und Jugendarbeit in die Waagschale werfen, wobei es strukturelle und inhaltliche Defizite aufseiten der Fachkräfte zu überwinden gilt.
Professorin Dr. Eva Wunderer lehrt psychologische Aspekte Sozialer Arbeit mit dem Schwerpunkt Kindes- und Jugendalter an der Hochschule Landshut, Fakultät Soziale Arbeit. E-Mail: wunderer@haw-landshut.de
Dr. Maya Götz leitet das Internationale Zentralinstitut für das Jugend- und Bildungsfernsehen (IZI). Ihre Forschungsschwerpunkte sind das Medienverhalten von Kindern und Jugendlichen sowie die Medienaneignung von Mädchen und jungen Frauen. E-Mail: maya.goetz@br.de
Julia Greithanner und Eva Maslanka sind wissenschaftliche Mitarbeiterinnen am Internationalen Zentralinstitut für das Jugend- und Bildungsfernsehen.

Sigrid Borse ist die zweite Vorsitzende des Bundesfachverbandes Essstörungen (BFE) und leitet das Frankfurter Zentrum für Ess-Störungen.

Professor Dr. Ulrich Voderholzer ist Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie und ärztlicher Direktor der Schön Klinik Roseneck in Prien am Chiemsee.
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S. 98-104

„Unbedachte” Wünsche wohnungsloser Menschen
Ein Hilfeansatz in der Wohnungslosenhilfe unter Berücksichtigung von Selbstbestimmung
Isabelle Rank, Hannover
Schlagworte: Wohnungsloser - Bedürfnis - Selbstbestimmungsrecht - Wohnungslosenhilfe

Das Leben wohnungsloser Menschen scheint in doppelter Hinsicht „unbedacht“ zu sein: Während ihnen erstens ein Obdach fehlt, sie ihren Alltag also „ohne Dach“ bestreiten müssen, sind auch ihre Wünsche und Vorstellungen vonseiten des Hilfesystems oft „unbedacht“. In diesem Aufsatz geht es darum, einen empirisch fundierten Einblick in die Wünsche wohnungsloser Menschen zu geben und daraus praktische Auswirkungen für das System der Wohnungslosenhilfe abzuleiten.
Isabelle Rank ist Sozialarbeiterin (B.A.) und in einem offenen Tagestreff für wohnungslose Menschen beim Diakonischen Werk Hannover tätig (Zentrale Beratungsstelle Hannover, Tagestreffpunkt DüK/Dach über’m Kopf). Des Weiteren ist sie Masterstudentin an der Fachhochschule Hannover im Master-Studiengang „Social Work“. E-Mail: isabelle.rank@gmx.de
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S. 104-109

Inklusion bühnenreif
Wolfgang Wendlandt, Berlin
Schlagworte: Theaterarbeit - Inklusion - Projektbeschreibung - Persönlichkeitsentwicklung

Der Autor stellt ein Bühnenprojekt vor, in dem blinde, sehbehinderte, stotternde, sozialphobische und krebsbetroffene Menschen zusammen mit sogenannten Nichtbetroffenen einmal monatlich zu ganztägigen Begegnungsworkshops in einem Theater zusammenkommen, um dort mit Mitteln des Improvisations- und Playbackspiels sowie gruppenbezogener Übungen Inklusion zu praktizieren. Es werden die Entwicklung des Projektes sowie vier Methoden der Begegnung beschrieben, mit denen die Lebensqualität der Betroffenen und ihre Möglichkeiten der gesellschaftlichen Teilhabe gestärkt werden können: die Erzählbühne, die Improvisationsbühne, das Diskussionstraining und die gruppendynamischen Übungen. Vertiefend wird dann die Bühne als Ort der Veränderung charakterisiert, um abschließend die Rahmenbedingungen der Projektarbeit zu benennen.
Professor Dr. Wolfgang Wendlandt ist Psychologischer Psychotherapeut und emeritierter Hochschullehrer für Beratung und Therapie. Er ist Playbacktheaterspieler und Improvisationsmusiker. Er forscht, lehrt, therapiert und schreibt zu Themen aus den Bereichen Sprache und Kommunikation, Therapie und Selbsthilfe. E-Mail: kontakt@wolfgangwendlandt.de
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S. 110-113

Rundschau

S. 113

Tagungskalender

S. 114-117

Bibliografie

S. 118-120

Verlagsbesprechungen

S. 120

Impressum

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