Soziale Arbeit 2.2020

Zeitschrift für soziale und sozialverwandte Gebiete


S. 41

Editorial

S. 42-48

Zum Nutzen Sozialer Arbeit im Kontext gesellschaftlicher Bedingungen

Teil 1

Katja Jepkens; Anne van Rießen, Düsseldorf; Rebekka Streck, Berlin

Schlagworte: Inanspruchnahme - Wirkung - Jugendberufshilfe - Drogenarbeit - Erleben - Stigmatisierung

Zusammenfassung
Dies ist der erste Teil eines zweiteiligen Beitrages zur Nutzer*innenforschung in der Sozialen Arbeit. Soziale Arbeit ist aus Sicht der Nutzer*innen nicht ohne die gesellschaftlichen Kontextbedingungen zu betrachten. Insbesondere geht es um die Frage der Positionierung sozialarbeiterischer Problembearbeitungen zu dominanten gesellschaftlichen Konstruktionen von Normalität und Abweichung. Im Vergleich von drei qualitativen Studien zu unterschiedlichen Handlungsfeldern Sozialer Arbeit (Jugendberufshilfe und offene Drogenarbeit) wird deutlich, dass der Nutzen Sozialer Arbeit im Verhältnis zu gesellschaftlichen (Stigmatisierungs-) Erfahrungen formuliert werden kann.
Katja Jepkens, M.A., ist Dipl.-Sozialpädagogin/ -Sozialarbeiterin und arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Fachbereich Sozial- und Kulturwissenschaften der Hochschule Düsseldorf. E-Mail: katja.jepkens@hs-duesseldorf.de
Professorin Dr. Anne van Rießen lehrt Methoden der Sozialen Arbeit und ist Leiterin der Forschungsstelle für sozialraumorientierte Praxisforschung und -entwicklung am Fachbereich Sozial- und Kulturwissenschaften der Hochschule Düsseldorf. E-Mail: anne.van_riessen@hs-duessel dorf.de
Professorin Dr. Rebekka Streck lehrt Sozialpädagogik an der Evangelischen Hochschule Berlin. E-Mail: streck@eh-berlin.de
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S. 43

DZI Kolumne

Bildrechte
Haben Sie mal einen dieser Western aus den 1960er-Jahren gesehen? Die „Indianer“ werden darin aus unserer heutigen Perspektive zum Fremdschämen rückständig dargestellt – eher karikiert. Regelmäßig taucht in diesen Streifen ein Fotograf mit Pferd, Kamera und Stativ auf, der die Native Americans abbilden will und deren wütende Proteste erntet, weil sie fürchten, dass der Foto-Apparat ihnen ihre Seele raubt.

Jahrzehntelang hat sich das Publikum hierzulande über eine solche Technik-Angst amüsiert. Heute ist uns das Lachen vergangen. Das Recht am eigenen Bild ist nicht nur der EU Datenschutz- Grundverordnung wichtig, sondern in Zeiten automatischer Gesichtserkennung und des Big-Brother- Modells von Social Credits in China zu einem fundamentalen Freiheitsrecht geworden.

Technischer Fortschritt bringt natürlich auch viele nachhaltige Vorteile mit sich, für Mensch und Natur. Dass es sich aber gerade in so umwälzenden Zeiten wie heute lohnt, auch auf den Nutzen traditioneller Gesellschaftsstrukturen und Umgangstechniken zu achten, zeigt der Beitrag von Karsten Kiewitt über soziale Teilhabe im indigenen Nordamerika ab Seite 55 in dieser Ausgabe der Sozialen Arbeit.

Burkhard Wilke
wilke@dzi.de

S. 49-55

Recovery Colleges

Von London nach Berlin

Martina Lebek, Berlin

Schlagworte: Gesundheit - Psychiatrie-Erfahrener - Selbsthilfe - Inklusion - Bildungspolitik

Zusammenfassung
Nach dem Vorbild britischer Recovery Colleges wird in Berlin eine Bildungseinrichtung zur Förderung der psychischen Gesundheit aufgebaut. Beleuchtet werden Konzept und Angebot der Recovery Colleges in Großbritannien und die Aktivitäten des Berliner Recovery-College-Projekts, das in Deutschland Pioniercharakter hat. Abgerundet wird das Bild durch die Erkenntnisse, die eine Delegation der Berliner Einrichtung bei einem einwöchigen Austausch mit Recovery-College-Mitarbeiter*innen in London gewinnen konnte.
Martina Lebek ist Diplom-Politologin und Sozialarbeiterin (B.A., M.A.). Sie ist als Wohnbetreuerin bei der Pinel gGmbH in Berlin tätig und engagiert sich ehrenamtlich für das Projekt Recovery College Berlin. E-Mail: kebelm@web.de
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S. 55-61

Soziale Teilhabe im indigenen Nordamerika

Eine Perspektive für Inklusion in Deutschland

Karsten Kiewitt, Potsdam

Schlagworte: Teilhabe - Behinderter - Inklusion - indigen - Nordamerika

Zusammenfassung
Die soziale Reaktion auf Menschen mit Beeinträchtigungen im indigenen Nordamerika gründet auf einer holistischen Weltsicht. Über Jahrhunderte waren die indigenen Gemeinschaften trotz kultureller Diversität inklusiv angelegt. Dies beeinflusst die aktuelle Indigenisierung der Sozialen Arbeit in Kanada und den USA erheblich. Dieses indigene Weltwissen kann im Sinne einer Schlüsseldimension für ein sich wandelndes Menschenbild nachhaltigen Wandel zu sozialer Gerechtigkeit in Deutschland ermöglichen.
Professor Dr. Karsten Kiewitt lehrt und forscht an der Fachhochschule Clara Hoffbauer Potsdam in den Bereichen Diversität und Teilhabe sowie Soziale Arbeit mit Menschen mit Beeinträchtigungen und im Alter. Er ist Mitglied der Fachgruppe Internationale Soziale Arbeit in der DGSA. E-Mail: k.kiewitt@fhchp.de
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S. 61-68

Lebenslagen männlicher Sexarbeiter und HIV/STI-Prävention

Christine Körner; Elfriede Steffan, Berlin

Schlagworte: Prostitution - Mann - Escort-Service - HIV - Prävention - Befragung

Zusammenfassung
Für die in diesem Artikel vorgestellte Studie wurden Male*Escorts mittels einer Fragebogenerhebung und durch teilnarrative Interviews zu ihrer Lebenslage, ihrem HIV/STI-Präventionsverhalten und ihren Einstellungen zu Sexarbeit befragt. Die Ergebnisse offenbaren die große Bedeutung zielgruppenspezifischer Angebote aufgrund der Diversität des Feldes. Hierbei werden besonders sensible Zugänge zu heterosexuellen Male*Escorts sowie Informationsangebote für Migrant*innen mit geringer Vorbildung betont.
Christine Körner, M.A., lehrt und promoviert am Institut für Sozialwissenschaften der Humboldt- Universität zu Berlin mit den Schwerpunkten Sexarbeit und Geschlechterverhältnisse. E-Mail: christine.koerner@hu-berlin.de
Elfriede Steffan, Dipl.-Soziologin, war von 1989 bis 2019 bei der SPI Forschung gGmbH tätig und seit 1996 deren stellvertretende Geschäftsführerin. Sie beschäftigt sich seit über 30 Jahren in nationalen und internationalen Forschungs- und Evaluationsprojekten unter anderem mit dem Thema Sexarbeit.
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S. 68-73

Rundschau

S. 71

Tagungskalender

S. 74-77

Bibliografie

S. 78-80

Verlagsbesprechungen

S. 80

Impressum

Weitere Informationen

Deutsches Zentralinstitut für soziale Fragen (Hrsg.)
Berlin, 2020, 40 Seiten
ISSN: 0490-1606

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