Aktuelle Ausgabe

Soziale Arbeit 11.2020

Zeitschrift für soziale und sozialverwandte Gebiete

S. 401

Editorial

S. 402-403

Nachruf

Prof. Ingrid Stahmer Bürgermeisterin a.D. und Senatorin a.D.

S. 404-411

Soziale Arbeit in Zeiten gesellschaftlicher Umbrüche

Anne van Rießen; Lisa Scholten; Christian Funk, Düsseldorf

Schlagworte: COVID-19 - Inanspruchnahme - Nutzen - Anpassung - Infrastruktur

Zusammenfassung
Um Entwicklungen im Zuge der Corona-Pandemie im Feld der Sozialen Arbeit festzuhalten, werden seit März 2020 wiederkehrende Telefoninterviews mit Akteur*innen aus verschiedenen Handlungsfeldern der Sozialen Arbeit geführt (N=29). Hierbei zeigen sich verschiedene Handlungsstrukturen, die in Abhängigkeit von den Kontextbedingungen stehen und sich in drei Modi unterteilen lassen. Mit den jeweiligen Modi der (Re-)Aktion gehen unterschiedliche Zugänge und Nutzungsoptionen sowie Grenzen und Barrieren der Inanspruchnahme einher.
Dr. Anne van Rießen ist Professorin für Methoden Sozialer Arbeit und Leiterin der Forschungsstelle für sozialraumorientierte Praxisforschung und -entwicklung am Fachbereich Sozial- und Kulturwissenschaften der Hochschule Düsseldorf. E-Mail: anne.van_riessen@hs-duesseldorf.de
Lisa Scholten ist Soziologin (M.A.) und Sozialarbeiterin (B.A.) und arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Fachbereich Sozial- und Kulturwissenschaften der Hochschule Düsseldorf. E-Mail: lisa.scholten@hs-duesseldorf.de
Christian Funk ist Soziologe und arbeitet als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachbereich Sozial- und Kulturwissenschaften der Hochschule Düsseldorf. E-Mail: christian.funk@hs-duesseldorf.de
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S. 405

DZI Kolumne

Erinnerung
Der November ist in diesem Jahr wirklich ein ganz besonders grauer, trauriger Monat. Kälte, Regen und Sturm haben im Oktober – in Zeiten des Klimawandels fast schon ungewohnt – die Blätter im Eiltempo von den Bäumen geweht. Der „Lockdown light“ sorgt seit dem 2. November für leere Restaurants, Cafés, Theater und Konzertsäle. Die Totengedenktage erinnern uns an die Vergänglichkeit, an das Leid durch den Tod – und dies geht vielen von uns angesichts der Corona-Pandemie nun sicher deutlich näher als noch im vergangenen Jahr.< br />
Den Tod zu bedenken, sich an verstorbene Verwandte, Freunde, bekannte Persönlichkeiten zu erinnern ist schmerzlich. Dass wir hieraus aber auch Kraft, Dankbarkeit und Impulse für unser Leben schöpfen können, lehren nicht zuletzt Erinnerungsrituale der religiösen Gemeinschaften. Ein Ruhe spendender Gang über einen nahegelegenen Friedhof gehört inzwischen zu wertgeschätzten Aus-Zeiten gerade auch für viele Stadtbewohner*innen.< br />
An die Verstorbenen des eigenen Familien- und Freundeskreises zu denken, sich an deren Lebenswege zu erinnern, ist auch ein Privileg. Denn dies setzt ja voraus, dass wir unsere familiären Wurzeln kennen, dass wir etwas über das Leben unserer Eltern, Großeltern und anderer Familienmitglieder wissen. Für viele Klient*innen in der Sozialen Arbeit ist das alles andere als selbstverständlich. Erinnerungslinien sind häufig unterbrochen, Erzählungen über die eigene Kindheit kaum verfügbar – von der Möglichkeit wertschätzender Erinnerungen ganz zu schweigen. Inzwischen ist es der Profession viel bewusster geworden, wie wichtig es ist, auch diese Dimension der Begleitung und der Unterstützung mit in den Blick zu nehmen. Gut so!< br />
Burkhard Wilke< br /> wilke@dzi.de

S. 411-416

Gemeinwesenarbeit und Corona

Zur Bedeutung und zu den Herausforderungen kirchlicher Gemeinwesenarbeit

Alexander Dietz; Daniel Wegner, Hannover

Schlagworte: Gemeinwesenarbeit - Diakonie - COVID-19 - Krise - freiwilliges Engagement

Zusammenfassung
Kirchliche Gemeinwesenarbeit erlebt derzeit einen Boom. Im Rahmen einer Evaluation gemeinwesendiakonischer Projekte wurden einerseits die nachhaltige Verstetigung und andererseits Herausforderungen durch die Corona-Pandemie analysiert. Durch ständige Improvisation und soziale Innovation besteht hier das Potenzial zur Förderung gesellschaftlicher Teilhabe – auch angesichts digitaler Defizite bei den Zielgruppen.
Professor Dr. Alexander Dietz ist Theologe und Ethiker. Er lehrt Diakoniewissenschaft und Systematische Theologie an der Hochschule Hannover. E-Mail: alexander.dietz@hs-hannover.de
Daniel Wegner ist Theologe (M.Th.) und wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Hochschule Hannover. E-Mail: daniel.wegner@hs-hannover.de
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S. 416-425

Soziale Teilhabe von Menschen mit psychischen Erkrankungen

Ergebnisse einer empirischen Studie zur Bedeutung ambulanter sozialpsychiatrischer Eingliederungshilfen

Anneke Wiese; Gesa Mayer; Matthias Nauerth; Dieter Röh; Johanna Baumgardt, Hamburg

Schlagworte: Sozialpsychiatrie - ambulant - Teilhabe - capability approach - Wirkungsforschung

Zusammenfassung
Die sozialpsychiatrische Versorgung von chronisch psychisch erkrankten Menschen befindet sich in einem Reformprozess und ist wenig beforscht. Der vorliegende Beitrag stellt Teilergebnisse einer Studie aus Hamburg vor, in der untersucht wurde, inwiefern die Maßnahmen und bereitgestellten Angebote der ambulanten Sozialpsychiatrie die soziale Teilhabe der Betroffenen beeinflussen. Es zeigen sich unter anderem leicht erhöhte Verwirklichungschancen sowie eine außerordentliche Bedeutung des Leistungssegments der Einzelbetreuung.
Dr. Anneke Wiese lehrt und forscht an der Evangelischen Hochschule für Soziale Arbeit und Diakonie in Hamburg. E-Mail: awiese@rauheshaus.de
Gesa Mayer, Dipl.-Soziologin und MHEd, ist Mitarbeiterin der Technischen Universität Hamburg und promoviert in Soziologie an der Universität Hamburg. E-Mail: gesa.mayer@gmx.net
Professor Dr. Matthias Nauerth lehrt und forscht an der Evangelischen Hochschule für Soziale Arbeit und Diakonie in Hamburg. E-Mail: mnauerth@rauheshaus.de
Professor Dr. Dieter Röh lehrt und forscht an der Fakultät Wirtschaft & Soziales an der HAW Hamburg in der Wissenschaft Sozialer Arbeit. E-Mail: dieter.roeh@haw-hamburg.de
Dr. Johanna Baumgardt ist in der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und -somatik des Vivantes Klinikums Am Urban in Berlin und in Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf wissenschaftlich tätig. E-Mail: johanna.baumgardt@vivantes.de
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S. 425-431

Wohnen in der Wohnungslosigkeit

Binnenperspektiven von der Platte

Nikolaus Meyer, Fulda

Schlagworte: Wohnungslosenhilfe - Subjektorientierung - Alltag - Handlungskompetenz - Housing First

Zusammenfassung
Das Handlungsfeld der Wohnungsnotfallhilfe setzt in der organisationalen Ausgestaltung noch immer auf die Notwendigkeit, dass Adressat*innen Wohnfähigkeit beweisen oder sogar wohnen erst wieder lernen müssen. Der Beitrag rekonstruiert auf Basis von acht problemzentrierten Interviews mit obdachlosen Menschen deren Praktiken des Wohnens. Mithilfe der Ergebnisse werden mögliche konzeptionelle Strategieänderungen für die Soziale Arbeit in der Wohnungsnotfallhilfe beschrieben.
Professor Dr. Nikolaus Meyer lehrt Profession und Professionalisierung Sozialer Arbeit am Fachbereich Sozialwesen der Hochschule Fulda. Seine Forschungs- und Arbeitsschwerpunkte sind Professionstheorie, komparative Berufsgruppenforschung und Wohnungslosigkeit. E-Mail: nikolaus.meyer@sw.hs-fulda.de
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S. 431-433

Rundschau

S. 433

Tagungskalender

S. 434-437

Bibliografie

S. 438-440

Verlagsbesprechungen

S. 440

Impressum

Weitere Informationen

Deutsches Zentralinstitut für soziale Fragen (Hrsg.)
Berlin, 2020, 40 Seiten
ISSN: 0490-1606

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