Geschichte

„Nicht nur der Hilfe-Suchende soll sich an sie [die Auskunftsstelle] wenden, sondern vor allem der für andere Hilfe Fordernde. Wie oft möchte man gern dem mit materieller oder moralischer Not Kämpfenden helfen und weiß nicht, wie dies zu machen sei. Da soll die Auskunftsstelle Rede und Antwort stehen.”

Jeanette Schwerin

Geschichte des DZI

1893 Unter der Leitung von Jeanette Schwerin gründet die Deutsche Gesellschaft für ethische Kultur e.V. eine Auskunftsstelle, in der Informationen über die Berliner Wohlfahrtseinrichtungen gesammelt und Interessierten zur Verfügung gestellt werden.
1896 Es erscheint das erste Graubuch: Die Wohlfahrtseinrichtungen Berlins. Ein Auskunftsbuch.
1906 Die Auskunftsstelle wird unter dem Namen Zentrale für private Fürsorge e.V. selbstständig. Das Archiv der Wohlfahrtseinrichtungen – ein Arbeitsbereich des neuen Vereins – beginnt mit seiner Informationstätigkeit über Spenden sammelnde Organisationen.
1926 Das Archiv der Wohlfahrtseinrichtungen wird unter dem Namen Archiv für Wohlfahrtspflege als Gesellschaft bürgerlichen Rechts eigenständig. Die satzungsgemäßen Ziele bestimmen noch heute die Arbeit des Instituts.
1933 – 1945 Die langjährige Geschäftsführerin des Archivs, Siddy Wronsky, wird 1933 von den nationalsozialistischen Machthabern aus ihrem Amt entfernt und emigriert nach Palästina. Ihrer Stellvertreterin und Nachfolgerin Dr. Sofie Quast wird die Geschäftsführung 1936 entzogen. Sie bleibt aber in anderer Funktion für das Archiv tätig, bewältigt nach Kriegsende als Leiterin den Wiederaufbau und führt die Geschäfte bis zum Jahr 1972.
1951 Der Regierende Bürgermeister Professor Dr. Ernst Reuter gründet als Vorsitzender des Archivs für Wohlfahrtspflege die Fachzeitschrift Soziale Arbeit.
1964 Das Archiv für Wohlfahrtspflege, seit dem Jahr 1957 eine Stiftung bürgerlichen Rechts, erhält den Namen Deutsches Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI).
1979 Einführung der Literaturdatenbank DZI SoLit
1992 Das DZI Spenden-Siegel wird als neue Auskunftsform im Bereich der Spenderberatung des Instituts eingeführt.
1993 Aus Anlass des 100-jährigen Bestehens des DZI erscheint die Festschrift: Von der Armenpflege zum Sozialstaat. 100 Jahre Deutsches Zentralinstitut für soziale Fragen im Dienste der praktischen Wohlfahrtsarbeit.
1996 Graubuch. Der Führer durch das soziale Berlin. Die 17. und letzte Auflage erscheint.
2003 Der erste DZI Spenden-Almanach erscheint. Seit dem Zeitpunkt wird jährlich eine aktuelle Auflage herausgegeben.
2004 Eine Satzungserweiterung ermöglicht die Öffnung des Spenden-Siegels und sukzessive – abhängig vom Zustandekommen einer öffentlichen Finanzierung – auch der übrigen Spenderberatung auf alle gemeinnützigen, überregional Spenden sammelnden Organisationen.


Festschrift „100 Jahre DZI“

Von der Armenpflege zum Sozialstaat: 100 Jahre Deutsches Zentralinstitut für soziale Fragen im Dienste der praktischen Wohlfahrtsarbeit