Beinahe-Rekord: 584 Millionen Euro Hochwasser-Spenden

Die Spendensammlungen für die vom Hochwasser betroffenen Menschen im Westen Deutschlands haben die Gesamtsumme von 584 Millionen Euro erreicht. Dies ergab eine neue Umfrage des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI) mit Informationen von 64 Hilfswerken, staatlichen Einrichtungen und Verbänden. Der Spendenzufluss hat nach Auskunft der Organisationen inzwischen erheblich nachgelassen, so dass sich das Gesamtvolumen der Hochwasser-Spenden nach Einschätzung des DZI hierdurch nur noch geringfügig ändern dürfte.

Mit dem jetzt erhobenen Stand von 584 Mio. Euro wurden die Spendensummen bei weitem übertroffen, die nach dem Elbehochwasser 2002 (350 Mio. Euro) und nach dem Hochwasser unter anderem in Sachsen und Bayern 2013 (158 Mio. Euro) gespendet wurden. Nur aus Anlass des Tsunami in Südostasien wurde 2004 und 2005 mit 670 Mio. Euro in Deutschland innerhalb der letzten 20 Jahre für eine einzelne Notlage mehr Geld gespendet als aktuell für die vom Hochwasser Betroffenen. Die Hochwasser-Spenden gingen zu 81 Prozent auf Konten von Hilfsorganisationen, zu 17 Prozent an staatliche Körperschaften (v.a. betroffene Kommunen) und zum verbleibenden Teil an Verbände, insbesondere im Bereich der Wirtschaft.

„Die Spendenbereitschaft zugunsten der vom Hochwasser Betroffenen war überwältigend und drückte sich neben dem sehr hohen Geldspendenvolumen auch in vielen Sachspenden und ehrenamtlicher Mithilfe aus, deren Werte sich gar nicht genau beziffern lassen“, sagte Burkhard Wilke, Geschäftsführer und wissenschaftlicher Leiter des DZI in Berlin. „Schon allein aufgrund der Sonderspenden zugunsten der Hochwasser-Opfer dürfte das Gesamtvolumen der Geldspenden in Deutschland im Jahr 2021 deutlich mehr als 12 Milliarden Euro erreichen, nach 11,7 Milliarden Euro in 2020“, so der DZI-Geschäftsführer.

Link zum Ergebnispapier der Spendenumfrage „Hochwasser 2021“

Pressekontakt:

Burkhard Wilke, Geschäftsführer und wissenschaftlicher Leiter
Tel. 030-839001-11 und 0176-8410 5240

Pressemitteilung vom 16.11.2021 (PDF-Fassung)

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